- Die Vorlesung „Physikalische Chemie der Festkörper“
richtet sich an die Studierenden des Fachs Werkstoffwissenschaften.
Im Rahmen des 100-Online-Projekts sollte diese Lehrveranstaltung,
zu der begleitende Übungen angeboten werden, multimedial
unterstützt werden. Begleitende Unterrichtsmaterialien wurden
den Studierenden über das Internet zur Verfügung gestellt.
Ziel und Inhalt der Veranstaltung
Die Vorlesung „Physikalische Chemie der Festkörper“
ist eine der beiden Grundvorlesungen im Fach Physikalische Chemie
für die Studierenden des Studienfachs Werkstoffwissenschaften
im Hauptstudium. Gleichzeitig wird diese Vorlesung als Wahlpflichtvorlesung
für den Studiengang Chemie Diplom angeboten. Im ersten Teil
dieser Vorlesung stehen die physikalischen Grundlagen beim Aufbau
der Festkörper im Vordergrund. Im zweiten Teil der Vorlesung
geht es um die Vorstellung und Diskussion wichtiger Festkörpereigenschaften,
was u.a. die Themen Grenzflächen, Defekte und Diffusion, Atomare
Dynamik und Schwingung einschließt. Der letzte Teil befaßt
sich mit den wichtigsten experimentellen Techniken (Röntgenbeugung,
Spektroskopie, Mikroskopie, elektrochemische Meßverfahren),
die zur Charakterisierung von Festkörpern sowie Grenzflächen
eingesetzt werden. Parallel zur Vorlesung finden Übungen (einschließlich
obligatorischer Abschlußklausur) statt, in denen der behandelte
Stoff an Hand verschiedener Beispiele vertieft wird.
Das Projekt
Da die Vorlesung neu ausgearbeitet werden mußte, wurde sie
im Rahmen dieses Projekts computerunterstützt erstellt und
komplett als PowerPoint Präsentation mit Videobeamer durchgeführt.
Auf den klassischen Tafelanschrieb wurde allerdings nicht vollständig
verzichtet. Zur Ergänzung oder Klarstellung der behandelten
Punkte wurde auch weiterhin auf Tafel und Kreide zurückgegriffen.
Die im Rahmen dieser Veranstaltung zu besprechenden, z.T. komplexen
Schaubilder und Diagramme wurden eingescannt und konnten via Beamer
problemlos vorgestellt und diskutiert werden. An einigen Stellen
wurden im Unterricht zudem kurze Videos präsentiert, die der
Veranschaulichung des behandelten Stoffes (z.B. Grundlagen der Spektroskopie,
Funktionsweise und Aufbau eines Spektrometers, etc.) dienten.
Abb. 1 Reaktionen beim photographischen
Prozeß
Den Studierenden wurden alle besprochenen (z.T. auch mehrfarbigen)
Abbildungen über das Internet als pdf-Dateien zur Verfügung
gestellt. Die über das Internet zugänglichen Materialien
umfaßten ferner eine Liste der verwendeten Literatur, die
Gliederung der Vorlesung sowie eine stichwortartige Zusammenstellung
des behandelten Unterrichtsstoffes. Schließlich wurden im
Rahmen der begleitenden Übungen die besprochenen Übungsaufgaben
ebenfalls ins Internet gestellt.
Erfahrungen
Die Studierenden schätzten die Präsentation via PowerPoint
und Beamer sehr. Insgesamt ist die Qualität und graphische
Ausgestaltung dieser Art von Präsentation besser als bei Overheadfolien
oder bei der tafelorientierten Behandlung des Stoffes. Allerdings
sollte und kann auf die letztgenannte Methode nicht komplett verzichtet
werden. Sie ist nach wie vor zur Ergänzung oder bei weiteren
Erläuterungen bestimmter Sachverhalte sehr wichtig.
Das Hauptproblem bei der PowerPoint Präsentation ist die u.U.
zu große Geschwindigkeit bei der Vorstellung des zu behandelnden
Stoffes. Hier muß den Studierenden - was beim klassischen
Tafelanschrieb kein Problem darstellt - genügend Zeit zur Niederschrift
gegeben werden.
Als wichtiger Vorteil des computerunterstützten Unterrichts
ist auf jeden Fall die Möglichkeit zur Präsentation von
Videos zur weiteren Veranschaulichung zu nennen. Von Vorteil ist
ferner, daß die Studierenden über das Internet bereits
im Vorfeld Zugriff auf die Unterrichtsmaterialien haben und sich
somit auf das zu behandelnde Themengebiet vorbereiten können.
Fazit/Ausblick
Die im Rahmen dieses Projekts erstellten Unterrichtsmaterialien
sind für die zukünftige Abhaltung dieser jährlich
stattfindenden Lehrveranstaltung äußerst hilfreich. Insbesondere
können in einfacher Weise Änderungen und Aktualisierungen
im Stoffinhalt vorgenommen werden. Es ist daran gedacht, mittelfristig
auf der Basis der jetzt vorliegenden Materialien ein entsprechendes
Vorlesungsskript zu erstellen, das dann auch über das Internet
verfügbar ist.
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