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Konstruktionslehre

Ansprechpartner: Prof. Bernd Bertsche; Prof. Hansgeorg Binz

1. Ausgangssituation

Eine andauernde Herausforderung für die Ingenieurswissenschaften ist die Vermittlung von komplexen und stark ineinandergreifenden Themen an Studierende, die in ihrer schulischen Laufbahn auf eine strikte Abgrenzung und Kategorisierung in Form von unabhängigen Fächern geprägt wurden. Gerade in den ersten Semestern und bei einem direkten Übergang ins Studium wirken sich das nicht geschulte interdisziplinäre Denken und die mangelnde Erfahrung aus beruflicher oder praktischer Tätigkeit auf das Verständnis von Vorlesungs- und Übungsinhalten aus.

Im ersten QuaLIKiSS-Projekt wurde innerhalb des Moduls „Konstruktionslehre“ eine Erweiterung der Lehrangebote für die Studierenden und die Verbesserung des Betreuungsverhältnisses angestrebt. Bestandteile dieses fortlaufenden Prozesses waren unter anderem der personelle als auch inhaltliche Ausbau der Übungen und das Einrichten zusätzlicher Sprechstunden. Außerdem konnte mit dem gezielten Einsatz von Anschauungsmodellen auf einige Vorstellungsprobleme eingegangen werden. Nichtsdestotrotz zeigen die wiederkehrenden Konfliktpunkte in Übungen und Klausuren den weiterhin akuten Handlungsbedarf.

2. Ziele

Für den neu bewilligten Projektzeitraum ist es unser erklärtes Ziel, die bisherigen Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre fortzuführen. Dazu zählen die:

  • Festigung der Vorlesungsinhalte
  • Erweiterung des Lehrangebotes mit Online-Übungsaufgaben
  • Gewährleistung einer vorteilhaften Betreuungssituation

Darüber hinaus sehen wir in der Bereitstellung von praxisorientierten Lehrmaterialien ein bisher nicht ausgeschöpftes Förderungspotenzial für Studierende. Wir widmen unsere Bemühungen deshalb der Erstellung von Modellen, Demonstratoren und anderen geeigneten Visualisierungen.

3.Maßnahmen

Ausgehend von den bisherigen Projekterfahrungen und Erkenntnissen aus der Evaluation ist die Fortführung und kontinuierliche Weiterentwicklung der bisherigen Bestandteile des Förderprogramms vorgesehen. Dies umfasst sowohl personelle als auch inhaltliche Aspekte von Übungen, Vorlesungen und Sprechstunden.

Ein neues Aufgabenspektrum eröffnet sich mit dem Aufbau einer Bibliothek für Maschinenelemente. Mit diesem Zugang zu Anschauungsmodellen und Demonstratoren soll den Studierenden ein praktischer Bezug zu ihren Vorlesungsthemen, aber auch ihrem späteren Arbeitsgebiet ermöglicht werden. Um ihr volles Potenzial auszuschöpfen, bietet sich die Integration der Maschinenelementebibliothek in andere Lehrveranstaltungen, wie die Grundzüge der Maschinenkonstruktion, an.