Datum: 24. November 2015, Nr. 94

Universität Stuttgart baut Familiengerechtigkeit weiter aus

Erfolgreiche Re-Auditierung und Zertifizierung

Die berufundfamilie gGmbH hat der Universität Stuttgart nach einer erfolgreichen Re-Auditierung das Zertifikat „familiengerechte Hochschule“ bestätigt. Die Universitätsleitung unterzeichnete eine neue Zielvereinbarung, um die Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie weiter in den Hochschulalltag zu integrieren. Die Universität Stuttgart ist nun berechtigt, für weitere drei Jahre das europaweite und bekannteste Zertifikatslogo für Familienfreundlichkeit als attraktive Arbeitgeberin und Drittmittelpartnerin zu verwenden.

Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, freute sich über die erneute positive Begutachtung und erklärte: „Gerade durch die Auditierung ist viel Familienfreundlichkeit an der Universität Stuttgart auf den Weg gebracht worden. Maßnahmen, Systeme und Einzelfälle werden sichtbar.“  Die berufundfamilie gGmbH attestierte der Universität Stuttgart eine sehr gute Umsetzung der Zielvereinbarung von 2012 sowie den erfolgreichen Prozess der Re-Auditierung. „Wir sind stolz, als familiengerechte Universität zertifiziert zu sein, doch entscheidend ist die Umsetzung auf allen Ebenen“, fasste die Kanzlerin der Universität, Dr. Bettina Buhlmann, zusammen.

Der Prozess der Re-Auditierung wurde von einer internen Steuerungsgruppe mit Vertretungen aller universitären Statusgruppen durchgeführt. Die Gleichstellungsbeauftragte Dr. Gabriele Hardtmann betonte: „Das Thema Universität und Familie ist immer mehr präsent in den Köpfen. Die Unterstützung der Beschäftigten und der Studierenden bei der Vereinbarkeit ist fester Bestandteil unserer Strategie.“ Auch neue Bereiche werden fokussiert. Dr. Ulrich Engler, Leiter des Dezernats Forschung und Kommunikation hob hierzu hervor: „Das Thema Pflege wird zunehmend bedeutend. Wir benötigen Kooperationen gerade bei der Beratung unserer Beschäftigten.“

Die von der Hochschulleitung unterschriebene Zielvereinbarung für die kommenden drei Jahre stellt langfristig standardisierte Prozesse und Verstetigungen erfolgreicher Maßnahmen sicher. „Die neue Zielvereinbarung ist das Handlungsprogramm der Universität Stuttgart bis 2018“, erklärte die Projektverantwortliche Inken de Wit, Geschäftsführerin des Service Uni & Familie, „die Verantwortung für die Umsetzung haben alle Angehörige unserer Universität.“ 

Das Engagement der Beschäftigten für Familiengerechtigkeit ist entscheidend und soll überall Normalität werden. Dr. André Blessing vom Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung beschrieb die Situation an seinem Institut: „Bei uns gibt es fast so viele Kinder wie Beschäftigte, das Thema ist sehr positiv besetzt und flexible Lösungen stehen im Vordergrund, um Projektziele zu erreichen.“ Im Zentrum der Implementierung steht daher das kontinuierliche Engagement für eine entsprechende Kultur, die sich in Haltungen und in einem wertschätzenden Umgang zeigt. Für die durchgängige Sensibilisierung von Beschäftigten und Studierenden wird ein Konzept der Hochschulkommunikation  die notwendigen Daten und Fakten transparent machen und gelebte Beispiele aufzeigen.

Das Zertifikat „familiengerechte Hochschule“ ist derzeit das bekannteste und damit für die Innen- und Außenwirkung der familienfreundlichen Universität Stuttgart als attraktive Arbeitgeberin der Region wertvollste Gütesiegel. Da insbesondere Drittmittelgeber auf familienfreundliche Maßnahmen achten, erhöht sich durch das Zertifikat für die Universität Stuttgart, die deutschlandweit den Spitzenplatz bei Drittmitteleinnahmen innehat, die Chancen auf Forschungs- und Fördergelder noch weiter.

 

Weitere Informationen:

Dr. Hans-Herwig Geyer, Leiter Hochschulkommunikation und Pressesprecher, Universität Stuttgart,
Tel.: 0711/685-82555, E-Mail: hans-herwig.geyer[at]hkom.uni-stuttgart.de 

Inken de Wit, Projektverantwortliche und Geschäftsführerin Service Uni & Familie, Universität Stuttgart, Tel.: 0711/685-84037, E-Mail: auditfamilie[at]uni-stuttgart.de