Datum: 4. Juli 2012, Nr. 46

Uni Stuttgart - Professor Frank Allgöwer neuer Vizepräsident der DFG

Präsidiumswahlen 2012 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Prof. Frank Allgöwer, Direktor des Instituts für Systemtheorie und Regelungstechnik der Universität Stuttgart, ist am 4. Juli 2012 im Rahmen der Jahresversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Dortmund zum DFG-Vizepräsidenten gewählt worden. Der internationale Spitzenforscher und Träger des als „deutscher Nobelpreis“ gehandelten Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises ist damit Präsidiumsmitglied von Deutschlands zentraler Forschungsförderorganisation. Das DFG-Präsidium berät als geschäftsführendes Organ laufend alle Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung für die Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland.

Nach seiner Wahl in Dortmund sagte Prof. Frank Allgöwer: "Ich freue mich sehr über diese Wahl, denn für einen engagierten Wissenschaftler ist es gleichermaßen eine Ehre und eine große Herausforderung, die Arbeit der DFG im Präsidium mitgestalten zu können. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft spielt für die Ausgestaltung des Wissenschaftsstandorts Deutschland, des Europäischen Forschungsraums sowie für die globalen wissenschaftliche Zusammenarbeit eine zentrale Rolle. Ich möchte in dieses Gremium die Perspektive der Ingenieurwissenschaften einbringen und werde mich für deren Stärkung und Weiterentwicklung im Anwendungs- und Grundlagenbereich einsetzen. Einen besonderen Akzent meines Ehrenamts möchte ich in den kommenden drei Jahren auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit unter Forscherinnen und Forschern sowie auf den Dialog der Wissenschaft mit Wirtschaft und Gesellschaft setzen."

Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, bezeichnete das nationale und internatonale Engagements Allgöwers für Forschung und Lehre als bewundernswert und vorbildhaft: „Es ist für die Universität Stuttgart eine besondere Freude, einen solchen exzellenten Forscher und weltweit gesuchten akademischen Lehrer wie Frank Allgöwer in der Professorenschaft zu haben. Seine Wahl in das DFG-Präsidium ist eine ganz persönliche Auszeichnung für unseren Kollegen und ehrt dessen Ethos als Wissenschaftler. Sie bestätigt auch das strategische Ziel der Universität Stuttgart, zur Weiterentwicklung und Stärkung ihres Forschungsprofils höchstqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschafter zu gewinnen und zu halten. Mit seiner Kreativität und Erfahrung werde Frank Allgöwer, so Ressel weiter, die Arbeit der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Präsidium befruchten und dabei die Bindungen zwischen der Universität Stuttgart und der Deutschen Forschungsgemeinschaft noch enger ausgestalten.

Frank Allgöwer, 1962 in Heilbronn geboren, hat an der Universität Stuttgart Technische Kybernetik und an der University of California in Los Angeles (UCLA) Angewandte Mathematik studiert und 1996 mit Auszeichnung an der Universität Stuttgart promoviert. Schon während seiner Promotion als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik der Uni Stuttgart hat der frühere Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, des Auswärtigen Amtes und der Fulbright Stiftung eine Forschungsgruppe zu Fragen der nichtlinearen Regelung aufgebaut. Bereits in jungen Jahren erhielt er Rufe an die University of California und an die ETH Zürich. 1999 gelang es der Universität Stuttgart, Frank Allgöwer für die Leitung des neu gegründeten Instituts für Systemtheorie technischer Prozesse zu gewinnen. Allgöwer erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie den Landeslehrpreis des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg für seine didaktisch beispielhaften Lehrveranstaltungen. Die Universität Stuttgart ehrte ihn zuletzt am Tag der Wissenschaft am 30. Juni 2012 als Preisträger im Wettbewerb „ Geist trifft Maschine“, mit der die Universität Stuttgart die Vernetzung der Ingenieur- und Naturwissenschaften mit den Geisteswissenschaften fördert.

Als neuer hauptamtlicher Präsident der DFG wurde im Rahmen der Jahresversammlung in Dortmund Peter Strohschneider, Professor für germanistische Mediävistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München gewählt. Prof. Strohschneider tritt das Amt des Präsidenten am 1. Januar 2013 an.

Weitere Information: Dr. Hans-Herwig Geyer, Hochschulkommunikation der Universität Stuttgart, Tel.: 0711/685-82555, e-mail: hans-herwig.geyer@hkom.uni-stuttgart.de