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Datum: 2. Oktober 2013, Nr. 75

Neues Doppelkufensystem: kompakt, flexibel, kostengünstig

Produktivitätsschub in der Intralogistik

Ein neues fahrerloses Doppelkufensystem mit einem ausgeklügelten Antriebs- und Gestaltungskonzept optimiert die Abläufe in der Transport- und Lagerlogistik. Das innovative Flurfördermittel integriert sämtliche Antriebskomponenten sowie die Energieversorgung kompakt in den beiden parallel und ohne feste Verbindung agierenden Transportkufen. Störende An- und Aufbauten entfallen, das System ist somit extrem wendig, platzsparend und erfordert keine aufwendige Halleninfrastruktur. Die Inbetriebnahme geht schnell, Layoutänderungen sind flexibel und vielfach in Eigenregie realisierbar. Das Doppelkufensystem wurde am Institut für Fördertechnik und Logistik der Universität Stuttgart entwickelt und zum Patent angemeldet. Jetzt wird es in Kooperation mit der Böblinger Firma Eisenmann zur Serienreife geführt und soll Mitte 2014 in einer ersten Ausbaustufe für den industriellen Einsatz zur Verfügung stehen.

Das Doppelkufensystem fährt selbstständig unter Paletten. Bei einem Eigengewicht von weniger als 100 Kilogramm stemmt das Transportmittel über Rotationsbewegungen seiner vier Antriebseinheiten Lasten bis zu einer Tonne. Mit optischen Sensoren ausgestattet und von einem Leitrechner gesteuert findet das Kufenpaar mit einer Geschwindigkeit von bis zu ein Meter pro Sekunde über ein optisches Spurführungssystem seinen Weg zum Ziel. Um synchron auf Kurs zu bleiben, kommunizieren beide Kufen miteinander. Die Antriebsachsen sind in alle Richtungen frei beweglich, sodass das System nur ein Minimum an Rangierfläche erfordert und mit schmalen Fahrgassen auskommt.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von der Materialzu- und -abfuhr bei Maschinen über die Versorgung von Lagerbereichen bis hin zu anspruchsvollen Kommissionieraufgaben. Die Investitions- und Unterhaltskosten sind vergleichsweise gering, das System amortisiert sich rasch und findet neue Aufgabenfelder in Bereichen, in denen sich Automatisierung bislang nicht lohnte.

Eisenmann baut das Doppelkufensystem schrittweise zu einem auch mit anderen Systemen vernetzbaren Transportmittel mit personensicherem Kollisionsschutz aus. Das Doppelkufensystem ist somit eine optimale Ergänzung des Eisenmann Produkt- und Lösungsangebots für die Intralogistik.

Über Eisenmann
Eisenmann zählt zu den international führenden Anbietern von Anlagen und Dienstleistungen in den Bereichen Oberflächen- und Lackiertechnik, Materialfluss-Automation, Thermoprozess- sowie Umwelttechnik. Seit über 60 Jahren berät das süddeutsche Familienunternehmen Kunden rund um den Globus und baut hochflexible, energieeffiziente und ressourcenschonende Anlagen nach individuellen Anforderungen für Fertigung, Montage und Logistik. Eisenmann ist in Europa, Amerika und den BRIC-Staaten mit 3.700 Mitarbeitern vertreten und macht einen Jahresumsatz von rund 640 Millionen Euro (2012).

Über das Institut für Fördertechnik und Logistik
Das Institut für Fördertechnik und Logistik (IFT) der Universität Stuttgart wurde 1927 gegründet und ist eines der ältesten fördertechnischen Institute Deutschlands. Das IFT befasst sich heute mit der klassischen Fördertechnik, der Intralogistik und der Logistik. Zentrale Themen sind Materialflusstechnik, Automatisierung der Prozessoptimierung, Ladungsträgerentwicklung, Logistikplanung sowie Seilforschung.



Kontakt
Universität Stuttgart, Institut für Fördertechnik und Logistik, Prof. Karl-Heinz Wehking, Tel. 0711/685-83770, E-Mail institut (at) ift.uni-stuttgart.de
Eisenmann AG Corporate Communication/Trade Press Katrin Renz Tübinger Str. 81 71032 Böblingen Tel.: +49 7031 78-1182 Fax: +49 7031 78-1188 E-Mail: katrin.renz@eisenmann.com

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Das neu entwickelte fahrerlose Doppelkufensystem ist sehr wendig, platzsparend und erfordert keine aufwendige Halleninfrastruktur. (Foto: Eisenmann AG)