Datum: 8. November 2012, Nr. 077

Jahresfeier 2012 der Universität Stuttgart

Universitätsgremien bedauern Notwendigkeit der Absage

Das Rektorat der Universität Stuttgart hat heute Gäste, Freunde und Angehörige der Universität darüber informiert, dass die für den 16. November 2012 geplante Jahresfeier in diesem Jahr nicht stattfinden kann.

Traditionell ist die Jahresfeier eine der wichtigen und in der Öffentlichkeit viel beachteten Veranstaltungen der Universität. In ihrem Mittelpunkt steht der Dialog der Universitätsmitglieder mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik sowie aus Kultur und Gesellschaft. Zu den zentralen Programmpunkten gehören in jedem Jahr der hochschulpolitische Rückblick des Rektors auf das akademische Jahr, Grußworte von Vertretern der Universitätsgruppen, der wissenschaftliche Festvortrag eines international renommierten Forschers, musikkulturelle Darbietungen von Mitgliedern des Akademischen Chors und Orchesters sowie akademische Ehrungen der Universität.

Nach einem Beschluss des Senats der Universität erhält in diesem Jahr „in Anerkennung seines 20 Jahre währenden persönlichen Engagements sowie der großzügigen Förderung des Ingenieurnachwuchses und der Forschung an der Universität Stuttgart“ Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG und der DBMobility Logistics AG, die Würde des Ehrensenators der Universität Stuttgart.

Grund für die Entscheidung der Absage der diesjährigen Jahresfeier ist die einstimmige und mit Bedauern getroffene Einschätzung von Rektorat und Senat, dass nach einer unsachlichen öffentlichen Kampagne gegen diese Ehrung im Vorfeld der Jahresfeier eine die Gebote von Respekt und Ordnung garantierende Durchführung der Veranstaltung nicht mehr möglich sein werde.

Ausschlaggebender Anlass für die Absage war schließlich die Mitteilung von Wolfgang Kinzelbach, Professor für Hydromechanik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), seine zugesagte Mitwirkung als Festredner der Veranstaltung zurückzuziehen: „Bei all den Vorwürfen, die mir von verschiedenen Seiten zugegangen sind, sehe ich mich gezwungen, meine Mitwirkung an der Ehrung abzusagen“, so Kinzelbach an die Universität Stuttgart.

Universitätssprecher Dr. Hans-Herwig Geyer: „Die Führungsgremien der Universität Stuttgart respektieren die Entscheidung von Prof. Kinzelbach und bedauern mit Nachdruck, dass eine universitäre Veranstaltung, die in Stuttgart zu den alljährlichen wissenschaftlichen, wirtschaftlich und gesellschaftlichen Höhepunkten zählt, in diesem Jahr nicht durchführbar ist. Es schadet dem internationalen Ansehen von Stadt und Region, wenn die Universität eine auf der Grundlage ihrer Ehrungsordnung getroffene freie Entscheidung nicht mehr öffentlich vollziehen kann.“


Ihr Ansprechpartner: 

Dr. Hans-Herwig Geyer, Hochschulkommunikation, Universität Stuttgart,
Tel.: 0711/685-82555, E-Mail: hans-herwig.geyer [at] hkom.uni-stuttgart.de