Datum: 21. März 2013, Nr. 22

GSaME-Jahrestagung 2013

Produktion mit Zukunft - durch Exzellenz in Forschung und Qualifizierung

Die Jahrestagung der Graduiertenschule GSaME (Graduate School of Excellence advanced Manufacturing Engineering) der Universität Stuttgart findet zum Thema „Exzellenz in Forschung und Qualifizierung – Innovationen für nachhaltige Fabriken“ am 21. März 2013 im Stuttgarter Haus der Wirtschaft statt. Schirmherr der Veranstaltung ist der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann. Nach einer Keynote der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Theresia Bauer, stehen visionäre Ansätze und anwendungsrelevante Forschungsergebnisse für eine wissensgetriebene Fabrik der Zukunft im Mittelpunkt der Tagung. Hochrangige Referenten aus Wissenschaft und Wirtschaft erörtern die Chancen und Lösungsperspektiven für eine zukunftsfähige nachhaltige Produktion am Standort Deutschland.

Während in vielen Ländern eine wachsende De-Industrialisierung mit negativen wirtschaftlichen Folgen festzustellen ist, hat Deutschland auf seine industrielle Produktionsstärke gesetzt.

Erkenntnisfortschritte und Innovationsimpulse aus der Forschung sowie hochqualifizierte Nachwuchskräfte sind insbesondere für die bedeutenden Industriezweige Automobilbau, Maschinen- und Anlagenbau sowie Elektrotechnik Baden-Württembergs mit ihrer Schlüsselstellung für die deutsche Wirtschaft im globalen Wettbewerb unerlässlich.
Auf der Veranstaltung werden neueste Forschungsergebnisse auf dem Gebiet des advanced Manufacturing Engineering vorgestellt, Unternehmen informieren über ihre globalen Innovationsstrategien für eine nachhaltige Produktion sowie über Methoden, Modelle und Verfahren für eine strategische Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit von Produktionstechnologien. Erstmalig wir der Preis „Beste Dissertation der GSaME“ durch den Rektor der Universität Stuttgart verliehen.
Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, der zu Beginn der Tagung die Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik begrüßt, weist auf die Förderung der Graduiertenschule durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder hin: „Mit der Förderung der Graduiertenschule durch Mittel der Exzellenzinitiative sind wir in der Lage, ein international einmaliges Modell der dualen Promotionsförderung erfolgreich umzusetzen und Nachwuchskräfte aus den Ingenieurwissenschaften, der Informatik und der Betriebswirtschaft auf dem Gebiet hochentwickelter Produktionstechnologien für die Fabrik der Zukunft gemeinsam mit starken Wirtschaftspartnern hervorragend zu qualifizieren.“
 
Ministerin Theresia Bauer, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, unterstreicht in ihrer Rede den Faktor Mensch in Forschung und Produktion: „ Inspiration wird man noch lange nicht programmieren können. Der Faktor Mensch ist in der Fabrik der Zukunft keine Restgröße. Im Gegenteil: Je dynamischer die Technologieumgebung wird; je mehr die wachsende Komplexität der Anforderungen und Abläufe zunehmend heterogene Produktionsstrukturen verlangt, desto mehr braucht es typisch menschliche Fertigkeiten wie systemisch vernetztes Denken, Forscherdrang, Phantasie und intrinsische Motivation. Die Stuttgarter Graduiertenschule für advanced Manufacturing Engineering stellt sich diesen Themen; in Verknüpfung anspruchsvoller universitärer Forschung mit der industriellen Realität. GSaME setzt auf einen weit reichenden interdisziplinären Ansatz und zeigt, dass die Fabrik der Zukunft nicht einfach ein kostenoptimierter Technikpark ist, sondern auch ein Ort sozialer Verantwortung. GSaME besetzt ein Arbeitsfeld, das auch für Baden-Württemberg im globalen Innovationswettlauf bedeutend ist“.
Staatssekretär Dr. Georg Schütte, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), unterstreicht in einem Grußwort zur Jahrestagung das Engagement seines Ministeriums für die Graduiertenschule GSaME: „Die Herausforderungen an die Fabriken der Zukunft können nur durch eine innovative Produktion gemeistert werden. Das BMBF unterstützt deshalb das Konzept der Graduate School of Excellence advanced Manufacturing Engineering zur Ausbildung eines hochqualifizierten Ingenieurnachwuchses in Deutschland. Ihr duales Ausbildungskonzept ist ein zeitgemäßes Instrument, damit der Ingenieurnachwuchs über die Grenzen der universitären Forschung hinaus mit der Industrie zusammen arbeiten kann. Dies schärft den Blick der Absolventen für die Optimierungspotenziale in den Unternehmen und neue kreative Ideen für eine innovative Fabrikgestaltung.“
 
Zur GSaME
Die Graduate School of Excellence Advanced Manufacturing Engineering (GSaME) ist eine - im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zum zweiten Mal geförderte - zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Stuttgart mit eigenem Promotionsrecht. Sie zeichnet sich durch hervorragende Bedingungen in der Grundlagen- und industriellen Forschung, eine richtungsweisende Organisationsform und einen standardisierten Promotionsprozess zur Stärkung der Exzellenz auf dem Gebiet des advanced Manufacturing Engineering aus. Die Forschung der GSaME verfolgt das Ziel, neue technische, methodische und organisatorische Lösungen und Werkzeuge für das Engineering von Produktionssystemen zu entwickeln und einen bedeutenden Beitrag für ein neues Paradigma der industriellen Produktion zu leisten. Alleinstellungsmerkmal der GSaME ist die Verbindung von Theorie und Praxis, Technologie und Management, Forschung und Anwendung für Absolventen der Informatik, Betriebswirtschaft oder den Ingenieurwissenschaften durch Übertragung des dualen Ausbildungsprinzips in die Promotionsphase unter Einbeziehung leistungsstarker Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft.
 
Ihr Ansprechpartner:
Dr. Hans-Herwig Geyer, Universität Stuttgart, Hochschulkommunikation,
Tel. 0711/685-82555, E-Mail: hans-herwig.geyer (at) hkom.uni-stuttgart.de