Offizielle Einweihung

Unikurier Nr. 106, 2/2010

Maßgeschneiderter Bau für die Jüngsten

Neue Kindertagesstätte auf dem Vaihinger Campus.

Die ersten jungen Bewohner fühlen sich im neuen Kinderhaus Pfaffenwald schon seit Anfang Juni pudelwohl. Sie haben Spaß an der Spielelandschaft mit Rutsche, erkunden mit kleinen Händchen die großen Fensterflächen, die für viel Licht in den Gruppenräumen sorgen, und sind auf fixen Beinchen unterwegs, wenn es nach draußen ins Grüne geht. Am 8. Juli wurde die vom Studentenwerk Stuttgart betriebene Einrichtung an der Universitätsstraße 18 offiziell eingeweiht.

„Kinder sind unsere Zukunft, wir sollten dankbar sein, dass sie in unserer Mitte sind, in der Mitte der Universität Stuttgart“, sagte Uni-Kanzlerin Dr. Bettina Buhlmann in ihrem Grußwort. Wo bis vor einem Jahr noch zehn Kinder in einer 30 Jahre alten Bauleitungsbaracke betreut wurden, ist nach längerer Planung und in einer Bauzeit von knapp einem halben Jahr ein eingeschossiges Gebäude in Systembauweise errichtet worden. Die Bauweise ist maßgeschneidert für die jungen Bewohner, mit tiefen Fenstern, fest eingebauter Spielelandschaft, Fußbodenheizung, wärmegedämmten Böden, Schlafraum und kindgerechten Sanitäreinrichtungen.

Extra Kinder-Gruppe für Beschäftige an der Uni
Die Planung der Gruppen spiegelt den zunehmenden Wunsch junger Familien, Beruf und Kind schon in den ersten Jahren unter einen Hut zu bringen. Auf rund 235 Quadratmetern Nutzfläche können nun zwei Gruppen mit je zehn Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und drei Jahren den ganzen Tag über betreut werden. Eine Gruppe ist für Kinder von Studierenden. Die zweite Gruppe wurde eingerichtet, um Kinder von wissenschaftlichen Beschäftigten aufzunehmen. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Neubau eine attraktive Betreuungseinrichtung anbieten können und hoffen damit, unseren Studierenden und Beschäftigten den familiären Alltag zu erleichtern. Denn nur wer weiß, dass seine Kinder gut betreut werden, hat den Kopf frei für Studium beziehungsweise Beruf“, so die Kanzlerin, die einst selbst Promotion und Kind unter einen Hut bringen musste. Das Kinderhaus sei ein weiterer wichtiger Baustein im Gleichstellungskonzept der Universität.

Mit dem Kinderhaus, dem der Konzeptentwurf des Büros Roth Architekten BDA, Stuttgart, zugrunde liegt, sei „eine optimale Umgebung für ganz Junge auf dem Campus“ entstanden, befand Sybille Müller, die Leiterin des Unibauamtes. Die Baukosten für beide Bauabschnitte des Kinderhauses betrugen 830.000 Euro. Bei der Finanzierung beteiligten sich das Studentenwerk Stuttgart mit 290.000, die Universität mit 90.000, die Vereinigung von Freunden der Uni Stuttgart mit 40.000, die Vertretung des Wohnheimvereins mit 100.000 und die Robert-Breuning-Stiftung mit 70.000 Euro. Zudem steuerte der der Bund Fördermittel in Höhe von 240.000 Euro bei. Gelder für die Erstausstattung (10.000 Euro) und für Personal- und Sachmittel (rund 40.000 Euro pro Jahr über fünf Jahre) stellte das Wissenschaftsministerium zur Verfügung.