Studienwahl-Kompass

Umweltschutztechnik

Bachelor Umweltschutztechnik − Orientierung für Studieninteressierte

Passt Umweltschutztechnik zu mir?

Die Lösung von Umweltproblemen und der Schutz der Umwelt erfordern eine interdisziplinäre Qualifikation, um die komplizierten und komplexen Zusammenhänge verstehen zu können. Ziel ist die Ausbildung zur Ingenieurin bzw. zum Ingenieur.

Meine Fähigkeiten

  • Talent im Rechnen 
  • gute Kenntnisse in Chemie, Biologie und Physik
  • Fähigkeit zum vernetzten Denken, da im Studium verschiedene Disziplinen zusammengedacht werden müssen und im Beruf immer bedacht werden muss, welche unterschiedlichen Auswirkungen einzelne Maßnahmen haben
  • Verständnis für komplizierte und komplexe Sachverhalte und Probleme
  • Analytisches Denken

Diese Fähigkeiten werden im Laufe des Studiums entwickelt und geschult. Für den Studienerfolg ist es daher wichtig, die Bereitschaft mitzubringen, sich intensiv damit auseinanderzusetzen. Eigeninitiative und Teamfähigkeit spielen eine entscheidende Rolle für den Erfolg des Studiums. 

Um mögliche Wissenslücken in Mathematik, Physik und Chemie bereits vor dem Studium zu schließen und Sie optimal auf das Studium vorzubereiten, bieten wir im MINT-Kolleg spezielle Vorkurse an. Besonders ans Herz legen möchten wir Ihnen den Mathematik-Vorkurs.

Umweltschutztechnik ausprobieren?

Sie möchten wissen, mit welchen konkreten Themen Sie sich im Studium der Umweltschutztechinik beschäftigen werden?

  • Testen Sie, ob Sie bereits erste Aufgaben aus dem Studium der Umweltschutztechnik bearbeiten können.
  • Prüfen Sie, ob die Bearbeitung der Aufgaben Ihnen Spaß macht. 
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Meine Interessen

Interessiert Sie die Frage, was Sie für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten tun können? Finden Sie einen Beruf sinnstiftend, in dem Sie Konzepte und technische Lösungen entwickeln und umsetzen, die unsere Umwelt schonen, unsere Zukunft lebenswert erhalten, Umweltprobleme reduzieren helfen und ein Leben und Wirtschaften in Kreisläufen ermöglichen? 

Umweltschutztechniker*innen interessieren sich für Politik und Gesellschaft und setzten sich gerne intensiv mit Umweltproblemen auseinander. Da das Studium Ingenieur*innen ausbildet, ist ein Interesse an Technik unabdingbar. Sie sollten Interesse an einer wissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Ausrichtung des Studiums haben, sich gerne mit theoretischen Fragestellungen beschäftigen und methodisches Wissen aneignen wollen. 

Prüfen Sie, ob Sie folgende Fragen interessant finden: 

Unsere Großforschungseinrichtungen

Interessiert Sie unsere Forschung?

Vorklärbecken des Lehr- und Forschungsklärwerks

Die Ergebnisse von mehr als fünf Jahrzehnten Forschung im Lehr- und Forschungsklärwerk (LFKW) haben die Entwicklung und den heutigen Stand der Abwasserreinigung und der Klärschlammbehandlung in der Bundesrepublik Deutschland maßgeblich mitbestimmt. Die flexible technische Grundausstattung des Klärwerks sowie die ständige Verfügbarkeit von Abwässern und Schlämmen unterschiedlicher Zusammensetzung ermöglichen jederzeit die Anpassung an neue Forschungsaufgaben. 

Ein aktuelles Forschungsprojekt ist die Untersuchung der Auswirkung von hochkonzentrierten wässrigen Substraten auf den Faulprozess. Dieses Substrat fällt bei Kompostierungsanlagen an. Die Kompostierung von biologischen Abfallstoffen verläuft gut, solange der Feuchtigkeitsgehalt nicht zu hoch ist. Sehr feuchte Substrate werden in der Regel vor der Kompostierung entwässert. Das Presswasser ist eine hochkonzentrierte, kohlenstoffreiche, wässrige Lösung. Vorversuche haben gezeigt, dass diese Presswässer sehr gut anaerob vergoren werden können. Ziel des Projekts ist es, die Presswässer gemeinsam mit dem im LFKW  anfallenden Schlammen aus der Abwasserreinigung  zu vergären. Die so gewonnene elektrische Energie steigert den Eigenversorgungsgrad des Klärwerks.

Im Sinne einer praxisorientierten Lehre ist das LFKW als Demonstrationsanlage zu einer unentbehrlichen Einrichtung für die am ISWA vertretenen Studiengänge geworden. Hier können sich die Studierenden im Rahmen der angebotenen Lehrveranstaltungen und Praktika, ihrer Diplom-, Bachelor-  oder Masterarbeiten oder als Hilfskräfte im Forschungsbereich mit Anlagendetails und dem Betrieb eines hoch technisierten Klärwerks vertraut machen.

Im Heizkraftwerk führt das IFK (Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik) experimentelle Untersuchungen zur thermischen Nutzung von biogenen und fossilen Brennstoffen durch. Für die Forschung mit verschiedenen thermo-chemischen Verfahren (Verbrennung, Vergasung und Pyrolyse) gibt es im Heizkraftwerk unterschiedliche Versuchsanlagen, die die Charakteristika industriell verwendeter Technologien zur Strom- und Wärmeerzeugung nachbilden. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Rostfeuerung für feste stückige Brennstoffe wie Holzhackschnitzel oder Müllfraktionen, Wirbelschicht für die Vergasung und Verbrennung von verschiedenen Biomassen sowie Flugstaub für die Verbrennung von gemahlenen Holzpellets.

Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt im Heizkraftwerk ist die Rückhaltung von CO2, welches sowohl aus dem Brennstoff als auch bei bestimmten Prozessen (z.B. bei der Zementherstellung) entsteht. Mehrere Projekte untersuchen unterschiedliche Verfahren zur CO2-Reduktion, wie die Oxy-Fuel-Verbrennung mit Sauerstoff sowie das Post-Combustion Capture mit Kalksteineinbindung („Calcium Looping CO2 Capture“). Die Forschungsprojekte sind meist interdisziplinär aufgestellt und werden mit vielen Partnern aus Industrie- und Forschungseinrichtungen in verschiedenen Ländern Europas durchgeführt.

Trinkwasser, unser wichtigstes Nahrungsmittel, wird in Deutschland zu 65 % aus dem Grundwasser gewonnen. Diese Trinkwasserressource wird durch menschliche Aktivitäten permanent gefährdet. Das Hauptaufgabenfeld der Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung (VEGAS) ist der Schutz und die Sanierung von Grundwasserleitern.

Altlasten stellen ein erhebliches Gefährdungspotential für das Grundwasser dar. Bei VEGAS werden innovative in-situ Grundwassersanierungstechnologien entwickelt. Damit wird die Qualität von Grundwasserleitern direkt vor Ort verbessert, ein Ausbaggern des Bodens ist somit zum Beispiel nicht notwendig. Die Methoden fokussieren sich auf eine Erhöhung des Schadstoffaustrags und auf den chemischen Abbau der Schadstoffe.

Im Rahmen der Energiewende, des Übergangs von fossilen Energieträgern und Kernenergie hin zu nachhaltigen Energiekonzepten, wurden allein in Baden-Württemberg in den letzten Jahren ca. 35 000 oberflächennahe Geothermieanlagen gebaut. Die VEGAS-Kompetenzen in thermischen in-situ Sanierungsverfahren wurden daher auf die Erforschung von Geothermieanwendungen erweitert. Derzeit ist hierbei der Fokus unserer Forschung die Untersuchung des Einflusses von Frost-Tau-Wechseln auf die Standfestigkeit der Geothermieanlagen und die Optimierung von unterirdischen Wärmespeichern, um zum Beispiel im Sommer anfallende überschüssige Energie aus Klimaanlagen oder Solarkollektoren zu speichern und diese Energie zur Gebäudeheizung in den Wintermonaten zu nutzen.

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