Energiemanagement

Vom eigenen Heizkraftwerk bis zum Energiemanagement-Server

Der effiziente Umgang mit Energie wird immer wichtiger. Die Universität nutzt ein durchgängiges Energiemanagement-System, um Potenziale für die Erhöhung der Energieeffizienz zu finden und zu nutzen. Dadurch werden Energieverbrauch und Energiekosten gesenkt.

Energiebewusst zu handeln ist heute wichtiger denn je. Deshalb legt die Universität großen Wert auf ein umfassendes Energiemanagement. Darüber hinaus betreibt sie ein eigenes Heizkraftwerk und bietet online vielseitige Tipps zum Thema Energiesparen und Energieeffizienz.

Der Energiemanagement-Server

Im Energiemanagement-Server sind fast alle Gebäude der Universität erfasst. Hier können Nutzer über den Webservice die Energiedaten der jeweiligen Gebäude ansehen.

Dabei werden der Wärme-, Kälte-, Strom- und Wasserverbrauch angegeben. Die jeweiligen Daten können als Jahres-, Monats- und Wochenübersicht angezeigt werden oder sogar stundengenau als Tagesübersicht.

Aktionen, Tipps und Informationen zum Thema Energieeffizienz

Auf unserer Unterseite Energieeffizienz finden Sie Informationen zu Aktionen, welche die Universität zu diesem Thema bereits erfolgreich initiiert hat, wie zum Beispiel die Aktion 1000 oder das Projekt Change.

Kurzfilm: Der Energiemanager der Universität Stuttgart

Quelle: YouTube

Energieausweise

Die Energieausweise von öffentlichen Gebäuden, deren Nutzfläche über 250 m² liegt, sind gemäß der Energiesparverordnung EnEV 2014 öffentlich auszuhängen. Die Energieausweise aller Gebäude der Universität über 1000 m² (EnEV 2009) sind online abrufbar.

Das Heizkraftwerk Pfaffenwald

Die Universität betreibt seit 1959 ein eigenes Heizkraftwerk (HKW) in Stuttgart-Vaihingen. Es versorgt neben den Lehr- und Forschungseinrichtungen der Universität auch Institute der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und verschiedene Studentenwohnanlagen mit rund 3.000 Wohnungen.

Das Heizkraftwerk beliefert die verschiedenen Einrichtungen nicht nur mit Strom und Wärme, sondern auch mit Fernkälte in Form von Kaltwasser. Die Wärme-, Kälte- und Dampfversorgung erfolgt autark und wird ausschließlich vom HKW sichergestellt. Darüber hinaus kann das HKW für Lehr- und Forschungszwecke genutzt werden.

Kurzfilm: Das Heizkraftwerk der Universität Stuttgart

Quelle: YouTube

Hohe Energieeffizienz durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Der elektrische Bedarf wird, soweit möglich, durch eigene Stromerzeugung gedeckt. Der Betrieb des HKW erfolgt wärmegeführt in Kraft-Wärme-Kopplung, so dass die Abwärme der Stromerzeugung komplett im Wärmenetz genutzt werden kann. Eine tageweise Zwischenspeicherung der Abwärme mittels Wärmespeicher ist ebenso möglich. Somit kann die Stromproduktion auf den jeweiligen Bedarf der Universität hin ausgerichtet werden, ohne vom aktuellen Wärmebedarf eingeschränkt zu sein. Zusätzlich ist das HKW mit zwei Trafos mit jeweils 40 MVA Übertragungsleistung an das 110-kV-Netz der Netze BW GmbH angeschlossen.

Die Energie wird mit drei Anlagen erzeugt:

  • einer GuD-Anlage mit zwei Gasturbinen mit Abhitzekesseln und einer Dampfturbine,
  • zwei KWK-Blöcken mit jeweils einem Kessel und einer Dampfturbine.

Alle drei Anlagen sind vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als KWK- Anlagen gemäß § 6 Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz zugelassen.

Als Brennstoffe werden Erdgas und Heizöl EL verwendet, der Jahresnutzungsgrad liegt durchschnittlich bei rund 85 Prozent. Entsprechend der „Ökologischen Steuerreform“ von 1999 wird dadurch die bezahlte Mineralölsteuer komplett zurückerstattet.

Das Heizkraftwerk
Das Heizkraftwerk

Kontakt

Dr.-Ing.

Jörg Kallweit

Geschäftsführender Direktor Heizkraftwerk

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Harald Hentze

Energiemanager