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Allgemeines

Die Universität Stuttgart betreibt im Universitätsbereich Stuttgart-Vaihingen seit 1959 ein eigenes Heizkraftwerk (HKW) und versorgt damit neben den universitätseigenen Lehr- und Forschungseinrichtungen auch Institute der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt u.a. sowie fünf Studentenwohnheime mit rund 3.000 Studentenwohnungen.

An der Universität Stuttgart sind derzeit rund 26.500 Studenten eingeschrieben und im gesamten Versorgungsgebiet rund 4.800 Mitarbeiter bei Uni- und Dritt-Instituten beschäftigt. Neben der Strom- und Wärmeversorgung fällt auch die Versorgung mit Fernkälte in Form von Kaltwasser in die Zuständigkeit des Heizkraftwerkes. Soweit es mit den Versorgungsaufgaben vereinbar ist, wird das HKW auch zu Lehr- und Forschungszwecken genutzt.

Die Wärme-, Kälte- und Dampfversorgung erfolgt autark und wird somit ausschließlich vom HKW sichergestellt.

Die Stromerzeugung wird in der Regel in Kraft- Wärme- Kopplung (KWK) betrieben und der elektrische Bedarf soweit möglich durch Eigenerzeugung gedeckt. Anfallende Überschusswärme wird zwischengespeichert und nachts dem Wärmenetz zugeführt. Zusätzlich besteht elektrische Anbindung zum Netz der EnBW über zwei Trafos mit jeweils 40 MVA Übertragungsleistung.

Die Energieerzeugung erfolgt mittels einer GuD- Anlage, bestehend aus zwei Gasturbinen mit Abhitzekesseln und einer Dampfturbine, sowie mittels zweier KWK- Blöcke, jeweils bestehend aus Kessel und Dampfturbine. Als Brennstoffe kommen Erdgas und Heizöl EL zum Einsatz. Der Jahresnutzungsgrad der eingesetzten Brennstoffe liegt bei durchschnittlich rund 85 %, so dass gemäß der "Ökologischen Steuerreform" seit dem 01.04.1999 die gesamte bezahlte Mineralölsteuer zurückerstattet wird. Alle drei Anlagen sind zudem vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) jeweils als KWK- Anlage gemäß § 6 Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz zugelassen.