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Fragen zu Corona an Renato Vivanco (zur Corona-App und zu Kontaktpersonen 1. und 2. Grades)

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Dauer: 03:13 | © Universität Stuttgart
Fragen an Renato Vivanco, Facharzt im Arbeitsmedizinischen Dienst der Universität Stuttgart

 

Frage 1: Was muss ich machen, wenn meine Corona Warn-App rot leuchtet?

R. Vivanco: Bei der Corona Warn-App geht es um eine persönliche Risikoeinschätzung. Die App funktioniert so, dass die Mobiltelefone drumherum auch von der App wahrgenommen werden und wenn jemand einen positiven Test hat, registriert das die App und entsprechend der Dauer und Enge des Kontaktes gibt es dann eine Einschätzung der Gefahrenlage. Es gibt viele Leute, bei denen die App grün leuchtet und eine oder zwei Begegnungen anzeigt. Da braucht man nichts zu tun, denn diese Begegnungen waren nur von kurzer Dauer und auf Distanz. Wenn die App rot leuchtet, bedeutet es, dass die Dauer des Kontaktes schon über zehn Minuten bestand und auch dass der Kontakt selbst relativ eng war. In diesem Fall besteht ein erhöhtes Risiko und man sollte sich beim Gesundheitsamt oder beim Hausarzt melden."

Frage 2: Was bedeutet Kontaktperson 1. und 2. Grades?

R. Vivanco: "Also bei den Kontaktpersonen des 1. Grades muss man eine Differenzierung machen: Kontaktperson A und B. Bei Kontaktperson des 1. Grades A: Es bestand ein Face-to-Face-Kontakt ohne Maske relativ eng, so dass man davon ausgehen kann, dass eine Tröpfcheninfektion stattgefunden hat. Bei Kontaktperson des 1. Grades B bestand das Tragen von Masken, vielleicht mit einer einfachen Maske. Der Kontakt war nicht so eng, aber über einen längeren Zeitraum, so dass die Gefahr besteht, sich über Aerosole infiziert zu haben. Die Kontaktperson des 1. Grades haben eine deutlich größere Gefahr sich infiziert zu haben. Diese Personen werden auch getestet werden. Das Gesundheitsamt veranlasst eine Testung. Bei der Kontaktperson des 2. Grades bestand kein Face-to-Face-Kontakt mit einem Infizierten. Oder: Wenn ein solcher bestanden hat, war dieser nur von sehr kurzer Dauer, so dass die Infektionsgefährdung nicht so groß ist. Diese Personen sollten vorsichtig sein, sollten Kontakte vermeiden, möglichst im Home-Office arbeiten, aber sie haben nicht die Auflage einer Quarantäne."

 

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