Virtuell haben wir ein Foto vom Haus der Studierenden in Vaihingen mit violettem Farbton eingefärbt. Mit diesem "purple light up" beteiligen wir uns an der Kampagne #purpleLightUp 2021.

Barrierefreiheit und eine Inklusions­vereinbarung für die Universität Stuttgart

3. Dezember – Aktionstag der Vereinten Nationen

Am 03.12. ist „Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen“. Wir nutzen die Gelegenheit, die Rechte und Anliegen von Menschen mit Behinderungen in das Bewusstsein zu rücken. Im Bereich der Barrierefreiheit gab es große Fortschritte. Mit einer geplanten Inklusionsvereinbarung setzt sich die Universität Stuttgart für selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe ein.

Purple light up: Das Haus der Studierenden haben wir virtuell violett gefärbt. Mit dem Beitrag auf dieser Seite beteiligen wir uns an der internationelen Kampagne #purpleLightUp anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen.

Die Vielfalt ihrer Mitglieder ist Teil des Profils der Universität Stuttgart. Unterschiedliche Erfahrungen und Wahrnehmungen bereichern das Zusammenleben: Diversity in Teams lässt Denkschubladen überwinden und sorgt dafür, dass Menschen aus unterschiedlichen Milieus, verschiedenen Ländern und unabhängig von Aussehen oder körperlicher Verfassung sich angesprochen fühlen.

Um Studierenden wie Beschäftigten einen möglichst ebenen Weg für ihr Studium oder ihre Arbeit an der Universität Stuttgart zu bereiten, gibt es verschiedenen Maßnahmen zum Barriereabbau. Dank der Mitarbeit vieler engagierter Einzelpersonen und begleitet von gesetzlichen Regelungen hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan.

Für das Zusammenleben an der Universität möchten wir im kommenden Jahr eine Inklusionsvereinbarung auf den Weg bringen. Wir laden alle ein, sich bei der Erstellung zu beteiligen.

Vorhaben zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

Wir möchten über die Maßnahmen berichten, die es bereits jetzt gibt, sowie angedachte Vorhaben, damit die Universität ein Ort für alle bleibt.

Maßnahmen zum Barriereabbau

Den Arbeitskreis (AK) Barrierefreier Campus setzte Ende 2015 die Universitätsleitung ein, um die Barrierefreiheit im Bereich von Gebäuden und Technik an der Universität Stuttgart voranzutreiben. Für die rund 160 Gebäude der Hochschule ist es ein langfristiges Vorhaben, das jedoch Schritt für Schritt vorankommt.

Menschen, die auf barrierefreie Parkplätze, Zuwege oder Toiletten angewiesen sind oder für die zu geringe Kontraste Verletzungsgefahren darstellen, können in der Gebäudedatenbank mit Barrierefreiheitsinformationen den aktuellen Zustand von Bauten und Hörsälen abrufen.

Seit 2018 beschäftigt sich der AK auch mit der digitalen Barrierefreiheit an der Universität Stuttgart. Gemeinsam mit der Abteilung „Neue Medien in Forschung und Lehre“ (NFL) des TIK, der Hochschulkommunikation und der Personalentwicklung aus Dezernat 7 konnte so das Webseiten-Grundgerüst technisch barrierefrei gestaltet werden, werden Schulungen für die barrierefreie Erstellung von Dokumenten angeboten und Standards für barrierearme PDF erarbeitet. Auch sind die Webseiten um eine Beschreibung in Leichter Sprache und seit kurzem in Gebärdensprache ergänzt.

Die Universität in Gebärdensprache

Gehörlose Menschen grenzt die sprechende und hörende Gesellschaft doppelt aus: Indem wichtige Informationen nur gesprochen oder auf der Tonspur übermittelt werden, besteht für einen tauben Menschen keine Chance, auch nur den Inhalt mitzubekommen. Zudem benachteiligt das Schulsystem nicht-hörende Schüler*innen stark, sodass manche trotz Schulbesuchs funktionale Analphabet*innen bleiben.

Darum ist es ein wichtiger Schritt, dass mit dem Landesgesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen alle öffentlichen Einrichtungen unter anderem Videos in Gebärdensprache haben sollen: Der Hauptinhalt der Webseite, die Funktion der Navigation und die Barrierefreiheitserklärung sind die vorgegebenen Inhalte. Diesem gesetzlichen Auftrag konnte die Universität Stuttgart im Oktober mithilfe einer Agentur aus Wien nachkommen. Seitdem erklärt ein Avatar die Eigenheiten unserer Hochschule und der Webseiten. Den Link finden Sie auf den zentralen Seiten übrigens oben im Kopfbereich bei dem fröhlichen Barrierefreiheits-Symbol.

Ein Avatar erzählt in deutscher Gebärdensprache das Profil der Universität Stuttgart und erklärt, wie die Navigation funktioniert.
Dank Untertiteln auch für Menschen interessant, die keine Gebärdensprache beherrschen: Wie die Navigation auf den Webseiten funktionier.

Für Menschen, die die deutsche Gebärdensprache als Muttersprache haben, ist Deutsch eine Fremdsprache. Wer keine Gebärdensprache versteht, kann sich die neuen Videos einmal ansehen und die geschriebenen Untertitel mit Mimik und Gestik der Sprecherin vergleichen. Grammatik, zusammengesetzte Wörter, Fachbegriffe sind komplett anders. Die Gebärdensprache ist eine ganz andere Sprache. Für ihre Sprecher*innen können wir nun ein bisschen unserer Universität darstellen.

Profil in Gebärdensprache

Johanna Lönhoff berät Sie für den gelingenden Wiedereinstieg.

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Auch durch eine unvorhersehbare Erkrankung können neue Barrieren am Arbeitsplatz entstehen oder entstanden sein. Um diese Stück für Stück abzubauen kann auch das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) unterstützen. Hier wird ganz konkret gemeinsam im Gespräch nach Unterstützungsmaßnahmen gesucht – auch in Zeiten von Homeoffice.

Beschäftigtengesundheit: Das Betriebliche Eingliederungs­management

Dauer: 3:00 | © Universität Stuttgart | Quelle: YouTube

Unterstützung nach längerer Arbeitsunfähigkeit oder chronischer Erkrankung.

Was ist das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) genau? Mit welchen Themen kann ich mich melden? Was habe ich davon, wenn ich das BEM in Anspruch nehme? All diese Fragen werden von BEM-Koordinatorin Johanna Lönhoff aus dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement der Uni Stuttgart im kurzen Video beantwortet.

Mehr Infos: Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Digitale Barrierefreiheit

Schulungen für barrierefreie Dokumente

Die Personalentwicklung organisiert laufend Weiterbildungen mit der Expertin für barrierefreie Dokumente, Sophie Johanning. Sämtliche Dokumente wie Word oder PDF, die die Universität digital verschickt, sind nur dann barrierefrei, wenn sie auch für Screenreader lesbar sind. Kommende Veranstaltungen sind:

Barrierefreie Dokumente mit Word:
24.02.2022, 9–11:30 Uhr
Barrierefreie PDF:
03.03.2022, 9–12:30 Uhr
Beratungsstunde:
16.12.2021, 10–11 Uhr

Schulungen für barrierefreie Webseiten

Außerdem gibt es im Programm der Fort- und Weiterbildung jedes Semester mindestens eine Veranstaltung zu barrierefreien Webseiten mit Regina Bauer aus dem TIK. Die Web-Redakteur*innen sind für die Barrierefreiheit der Webinhalte verantwortlich. Was Sie als Web-Redakteur*in in OpenCms bei der Umsetzung von barrierefreien Inhalten beachten sollten, lernen Sie in diesem Onlinekurs.

Barrierefreiheit mit OpenCms
18.01.2022, 9–11 Uhr

Anmeldung per E-Mail

Mehr barrierefreie Dokumentenvorlagen

Schulungen sind das eine, gute Vorlagen das andere. Mit externer Hilfe hat die Hochschulkommunikation alle Corporate-Design-Vorlagen weitgehend barrierefrei umgestaltet. Auch wenn Plakate und Briefe für den Druck gedacht sind, werden sie doch hin und wieder auch nur per E-Mail verschickt. Damit Bearbeiter*innen auf eine richtige Lesereihenfolge für Screenreader und ausreichende Farbkontraste zurückgreifen können, sind die Download-Pakete sukzessive für die barrierefreie Erstellung aus Indesign und Powerpoint vorbereitet worden. Anleitungen liegen bei.

Inklusionsvereinbarung

Liebe Professor*innen, Kolleg*innen, liebe Studierende,

zum heutigen Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung möchten wir den Prozess anstoßen, für die Universität Stuttgart eine Inklusionsvereinbarung zu erarbeiten.

Mit einer Inklusionsvereinbarung gestalten wir an der Universität Stuttgart gemeinsam unser Arbeitsumfeld und gewährleisten Chancengerechtigkeit, verbesserte Teilhabe und somit die Einbeziehung aller Universitätsmitglieder und Talente. Aus diesem Grund soll sie auch in einem gemeinschaftlichen Austausch entstehen. Wenn Sie sich mit den Themen Inklusion und Barrierefreiheit befassen, gar eigene Erfahrung einbringen können oder sich aus allgemeinem Interesse an der Erarbeitung der Zielvereinbarungen der Universität Stuttgart beteiligen möchten, laden wir Sie ganz herzlich zur Teilnahme ein und freuen uns über Ihren Beitrag in der für Sie passenden Art und Weise. In genau einem Jahr, am 03.12.2022, soll die Inklusionsvereinbarung unterzeichnet werden.

Um Teil der Arbeitsgruppe zu werden, nehmen Sie bitte Kontakt mit Dr. Ulrich Eggert, dem Inklusionsbeauftragten des Arbeitgebers, auf. Seine Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Seite.

Wir danken Ihnen im Voraus und grüßen Sie herzlich

Prof. Silke Wieprecht, Prorektorin für Diversity und Internationales,
Dr.-Ing. Ulrich Eggert, Inklusionsbeauftragter,
und der gesamte AK Barrierefreier Campus.

Kontakt

Dieses Bild zeigt Silke Wieprecht

Silke Wieprecht

Prof. Dr.

Prorektorin für Diversity und Internationales

Dieses Bild zeigt Ulrich Eggert

Ulrich Eggert

Dr.-Ing.

Deutschlandstipendium
Inklusionsbeauftragter des Arbeitgebers

Dieses Bild zeigt Kurt Hagemann

Kurt Hagemann

 

Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen

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