Fabian Geyer und Finn Jonas Peper zeigen ihr 3D-Druck-System in der Arena 2036.

3 Fragen an das Team der CreatorBox2036

forschung leben – das Magazin der Universität Stuttgart (Ausgabe September 2021)

Studierende entwickeln ein vollautomatisiertes 3D-Druck-System.
[Foto: ARENA2036 e.V.]

Wegweisende technische Lösungen für alltägliche Herausforderungen der Forschungsarbeit entwickeln – das machen die Mitglieder der CreatorBox2036. Der Name steht für das studentische Team der ARENA2036, eine Forschungsplattform der Universität Stuttgart für Mobilität und Produktion der Zukunft. Die Werkstudierenden helfen zum Beispiel, das Internet der Dinge in der ARENA2036 zu automatisieren. Außerdem setzt die CreatorBox2036 ein eigenes Projekt um. Fabian Geyer und Finn Jonas Peper erklären, was es damit auf sich hat.

Woran arbeiten Sie derzeit?

Unser aktuelles Projekt ist der ARENA2036 Rapid Prototyping Service (ARPS). Dabei geht es um die Entwicklung eines vollautomatisierten 3D-Druck-Systems. Ziel ist es, den 3D-Druck für jede und jeden in der ARENA2036 als benutzerfreundlichen Service bereitzustellen. Nutzerinnen und Nutzer können Druckaufträge über eine Website einreichen, die Produktion wird dann vollautomatisch auf einem freien 3D-Drucker gestartet. Unsere Vision ist es, dass die fertigen Drucke automatisch mit Hilfe eines autonomen Transportfahrzeugs von der Druckplattform in ein Lager gebracht werden. Aktuell erstellen wir ein 3D-Modell, planen die mechatronischen Systeme und programmieren die Steuerung.

© ARENA2036 | Quelle: YouTube

Was ist die größte Herausforderung?

Wir haben häufig Probleme mit Wartung oder Defekten. Für unseren 3D-Drucker nutzen wir zum Beispiel einen kleinen Extruder mit einem Durchmesser von 0,4 Millimetern. Durch dieses Bauteil läuft das flüssige oder halbflüssige Material tagelang hindurch. Bei einer falschen Temperatureinstellung oder einer langen Laufzeit kann dieser Extruder verstopfen. Dann müssen wir den ganzen 3D-Drucker auseinandernehmen und das entsprechende Bauteil reparieren. Um dieses Problem zu lösen, arbeiten wir an einer Datensammlung und Früherkennung. So wollen wir den Prozess automatisieren und stabilisieren.

Was ist das Besondere an der CreatorBox2036?

Wir sind ein interdisziplinäres Team. Im Studium ist man häufig von Menschen umgeben, die exakt das Gleiche machen wie man selbst. In der CreatorBox2036 treffen Studierende mit unterschiedlichen Kompetenzen aufeinander: von Elektro- und Informationstechnik über Technische Kybernetik, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik oder Autonome Systeme. Für das, was im technischen Bereich möglich ist, sind wir ein bunter Mix. Wir freuen uns über den Austausch untereinander und dass wir unser Hobby zum Job machen können. Unser Team arbeitet sehr autonom und wir haben viele Freiheiten, um uns auszuleben. Im Umfeld der ARENA2036 mit den vielen spannenden Forschungsprojekten zwischen Universität und Industrie lernen wir jeden Tag neue, spannende Dinge oder Personen kennen.

Kontakt

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Andrea Mayer-Grenu

 

Wissenschaftsreferentin, Forschungspublikationen

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