Bild zur Ausstellung Pretty Porous

Datum: 16. Juni 2020, Nr. 37

PRETTY POROUS – ALLES PORÖS

Wissenschaftsausstellung der Universität Stuttgart zur Welt poröser Medien im Planetarium Stuttgart
[Bild: ABK Stuttgart]

Die neue Wissenschaftsausstellung „PRETTY POROUS – ALLES PORÖS“ ermöglicht anhand von Beispielen aus Biologie, Technologie und Umwelt Einblicke in die Welt der porösen Medien und zeigt, wie aktuelle Forschung das Unsichtbare sichtbar macht. Die Ausstellung des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1313 „Poröse Medien“ der Universität Stuttgart ist eine Kooperation mit dem Reallabor Space Sharing der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (ABK) sowie mit dem Exzellenzcluster EXC 2075 „Daten-Integrierte Simulations-wissenschaft“ (SimTech) der Universität Stuttgart und wird vom 18. Juni bis 30. August 2020 im Spektralsaal des Planetariums Stuttgart frei zugänglich zu sehen sein.

Poröse Medien

„In unserem Alltag finden wir poröse Medien eigentlich überall“, sagt Prof. Rainer Helmig, Sprecher des SFB 1313 der Universität Stuttgart. „Nahezu alles kann porös sein: verschiedene Materialien wie Papier, Asphalt, Gestein oder Plastik, aber auch der Erdboden, auf dem wir stehen, und natürlich auch wir Menschen mit Haut und Haaren.“ Poröse Medien haben eines gemeinsam: Sie besitzen eine Struktur mit Hohlräumen. Sieht man sie sich unter dem Mikroskop an, lässt sich ihre Durchlässigkeit (Porosität) sehr gut erkennen. Gase oder Flüssigkeiten können einfach durch sie hindurchströmen. Der SFB 1313 der Universität Stuttgart hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau diese Strömungs-, Transport- und Deformationsprozesse in porösen Medien besser verstehen zu lernen. Denn „die Erkenntnisse aus unserer interdisziplinären Forschung könnten in der Zukunft für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche eine Rolle spielen. So beispielsweise in der Umwelt (Der natürliche Untergrund als Speichermedium), Biologie (Die Therapie zur Behandlung von Osteoporose) und Technologie (Die Brennstoffzelle als Mobilitätsalternative der Zukunft)“, sagt Helmig. Um einem breiten Publikum – von Kindern, über Familien bis hin zu Senior*innen – die Relevanz der Forschung nahezubringen und ein Bewusstsein für poröse Medien zu schaffen, werden diese Themen in der Ausstellung „PRETTY POROUS – ALLES PORÖS“ aufbereitet und auf leicht zugängliche und verständliche Art und Weise gezeigt. Die Ausstellung soll Transparenz schaffen und einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten – vor allem in den schwierigen Zeiten von Corona.

Prof. Rainer Helmig, Sprecher des Sonderforschungsbereichs 1313 über das Besondere an porösen Medien und die Wissenschaftsausstellung

Dauer: 3:04 | © Universität Stuttgart | Quelle: YouTube

Ausstellungsinhalte

Die Ausstellung als „Shared Space“ im Foyer des Planetariums Stuttgart ist als Schaulabor konzipiert und führt die Besucher*innen durch den meist verborgenen Arbeitsalltag der Forscher*innen. An insgesamt sieben Stationen, die wie Arbeitsplätze inszeniert sind und die von abgehängten, durchlässigen Vertikal-Lamellen räumlich voneinander getrennt sind, werden unterschiedliche Zugänge zum Thema poröse Medien ermöglicht: Besucher*innen werden im Eingangsbereich des Spektralsaal an der ersten Station bereits inhaltlich auf die Ausstellung vorbereitet. Sie erfahren, wie der Rundgang gedacht ist, was poröse Medien sind und wo wir sie in unserem Alltag finden. Der Rundgang führt die Besucher*innen zur zweiten Station, dem „Ort der Begegnung und des Austausches“, wo sie sich setzen können, wo Zeit für eine Kaffeepause ist und wo sie in Originaldokumenten blättern können. An der dritten Station lernen die Besucher*innen die Forscher*innen der Universität Stuttgart und das internationale Netzwerk kennen. Die vierte Station befasst sich inhaltlich damit, wie poröse Medien eigentlich erforscht werden: wie Experimente durchgeführt werden – sei es im Labor oder am Computer – und wie die dort erfassten Daten in Modelle umgewandelt werden, die Aufschlüsse über unsichtbare Vorgänge in porösen Medien geben. Der Forschungsdreiklang „Analoge Experimente – Computermodelle und Simulationen – Visualisierungen“ wird erklärt. Die Stationen fünf bis sieben beschäftigen sich mit drei konkreten möglichen Anwendungsbespielen aus der aktuelle Forschung im Bereich der porösen Medien, die aufzeigen, wo die Forschungsergebnisse eingesetzt werden können. Im Fokus stehen Themen aus der Biologie, Umwelt und Technologie.

Ankündiung Ausstellung PRETTY POROUS - ALLES PORÖS (c) ABK Stuttgart

Kids-Parcours – Ein Schwamm führt durch die Ausstellung

Um vor allem auch Kindern und Familien einen spielerischen Zugang zu porösen Medien zu verschaffen, wurde eigens für sie ein Kids-Parcours entwickelt. Mit einem Faltblatt ausgestattet, können sie an allen Stationen Fragen beantworten, die ihnen ein sprechender Schwamm stellt. Natürlich können sie auch selbst Fragen stellen.

Rahmenprogramm zur Ausstellung

Parallel zur Ausstellung wird es ein Rahmenprogramm mit einer virtuellen Vortragsreihe geben, die spannende Themen aus der Welt der porösen Medien aufgreift. Das Ausstellungskonzept ist an die eingeschränkten Öffnungszeiten des Planetariums angepasst, die sich aufgrund von Corona noch ändern können, sowie an dessen Hygiene- und Distanzkonzept.

Virtuelle Vernissage über SFB 1313 YouTube-Kanal (Live)

Quelle: YouTube

Öffnungszeiten

Mo: geschlossen
Di: 10.00  - 12.00 Uhr, 13.00  - 16.00 Uhr
Mi: 10.00  - 12.00 Uhr, 13.00  -16.00 Uhr, 18.00  -20.00 Uhr
Do: 10.00  - 12.00 Uhr, 13.00  - 16.00 Uhr
Fr: 10.00  - 12.00 Uhr, 13.00  - 21.00 Uhr
Sa: 13.00  - 19.00 Uhr
So: 13.00  - 19.00 Uhr

Pressekontakte

Sonderforschungsbereich (SFB) 1313 | Universität Stuttgart
Partizia Ambrisi
Exzellenzcluster EXC 2075 SimTech | Universität Stuttgart
Sabine Sämisch
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (ABK)
Kristina Pauli

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Kontakt

Hans-Herwig  Geyer
Dr.

Hans-Herwig Geyer

Leitung Hoch­schul­kommu­ni­ka­tion und Presse­sprecher

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