Presseinfo 040: Übergabe der Förderbescheide am Institut für Werkstoffe im Bauwesen (IWB) der Universität Stuttgart.  Copyright: Universität Stuttgart/Max Kovalenko

Datum: 9. Juni 2017, Nr. 040

Innovationsprogramm Straße

Bundesverkehrsministerium fördert Forschungsprojekt „Betonfahrbahn 4.0“
[Bild: Universität Stuttgart/Max Kovalenko]

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Norbert Barthle, hat am 7. Juni 2017 das Institut für Werkstoffe im Bauwesen (IWB), das Institut für Systemdynamik (ISYS) und die Materialprüfungsanstalt (MPA) der Universität Stuttgart besucht und Förderbescheide aus dem Innovationsprogramm Straße der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) übergeben. Die Förderung umfasst eine Zuwendung in Höhe von 4,7 Millionen Euro und geht an das Forschungsprojekt „Betonfahrbahn 4.0“ der Verbundpartner Universität Stuttgart, CAVEX GmbH & Co.KG, Otto Alte-Teigeler GmbH, Wirtgen GmbH, Liebherr GmbH, Heinz Schnorpfeil Bau GmbH sowie Lehmann & Partner GmbH.

Bei der Übergabe der Förderbescheide am Campus Vaihingen der Universität Stuttgart erklärte Staatssekretär Barthle: „Die Infrastruktur ist das zentrale Nervensystem unseres Landes. Extreme Wetterlagen und wachsende Verkehre machen Betonautobahnen jedoch zu schaffen. Die gezielte digitale Vernetzung im Betonstraßenbau kann dazu beitragen, unsere Straßen leistungsfähiger zu bauen und den Erhaltungsaufwand zu minimieren. Das trägt auch zu mehr Verkehrssicherheit und weniger Baustellen bei. Deshalb fördern wir die Forschung an innovativen Konzepten wie dem Projekt Betonfahrbahn 4.0.“

Prof. Harald Garrecht, Leiter des IWB und Geschäftsführender Direktor der MPA der Universität Stuttgart, freute sich über die Förderung und sagte: „Forschung und Entwicklung im Bereich des Betonstraßenbau sind zeit- und kostenintensiv.  Nur durch eine interdisziplinäre  Vernetzung und einen intensiven Austausch zwischen Wissenschaft, Baumaschinenherstellern, Bauausführenden, Ingenieurdienstleistern und Straßenbauverwaltung werden wir erfolgreich das Ziel verfolgen können, das heutige System der Betonfahrbahnen durch Innovationen so zu gestalten, dass diese den künftigen Anforderungen an den Gebrauchs- und Sicherheitswert des Bundesfernstraßennetzes entsprechen. Die Förderung unseres Verbundprojekts Betonfahrbahn 4.0 stellt einen wichtiger Meilenstein auf dem Weg dar, die künftige Straßeninfrastruktur sicher, verlässlich, lärmarm, intelligent und nachhaltig auszugestalten.“

 

Gezielte digitale Vernetzung

Die Verbundpartner erhalten die Förderung, um die Forschung im Bereich „Innovationen im Straßenbau – Prozesssichere Herstellung von Straßen in Betonbauweise“ voranzutreiben. In dem Forschungsprojekt sollen gemäß dem Konzept „Industrie 4.0“ theoretische und technische Grundlagen für eine gezielte digitale Vernetzung im Betonstraßenbau geschaffen werden. Hierfür gilt es, baustoff- und verfahrenstechnisch relevante Inhalte für die digitale Kommunikation und Verwertung in der Prozesskette zu eruieren und bereitzustellen. Weitere Schwerpunkte stellen die systematische Prozessanalyse und -optimierung dar.

Im Ergebnis sollen eine deutliche Erhöhung der Prozesssicherheit und der Herstellungsqualität von Betonfahrbahndecken erzielt werden. Für den Bereich der Straßeninfrastruktur lassen sich daraus eine Verringerung der Lebenszykluskosten sowie eine Erhöhung der Verfügbarkeit und Sicherheit für den Verkehrsträger Straße ableiten.

 

 (c) Universität Stuttgart/Max Kovalenko
Übergabe der Förderbescheide am Institut für Werkstoffe im Bauwesen (IWB) der Universität Stuttgart.

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