Presseinfo 43: Bei dem PAPELL Experiment handelt es sich um eine Pumpe ohne mechanisch bewegliche Teile, die als wartungsfreie Pumpe für Langzeitmissionen im All realisiert werden könnte.  Copyright: Foto: KSat

Datum: 14. Mai 2018, Nr. 43

Experiment von Studierenden startet zur Internationalen Raumstation

Wartungsfreie Pumpe für Langzeitmissionen im All
[Bild: Foto: KSat]

Start wird verschoben!

Aufgrund gestiegener Sicherheitsanforderung der NASA kann das PAPELL Experiment der Stuttgarter Studierenden nicht wie geplant am 20.05.2018 starten. Da es aktuell zahlreiche technische Probleme mit Li-Ionen Akkus in vielen Produkten gibt, ist eine US-weite Überprüfungsanordnung erlassen worden. Dies hat zur Folge, dass zusätzliche Überprüfungen der im PAPELL Experiment verbauten Batterietypen vorgenommen werden müssen. Da die geforderten Tests zeitintensiv sind, können diese nicht bis zum letzten Beladetermin des Versorgungssraumschiffs fertiggestellt werden. Das geplante Startevent (s.u.) muss deshalb leider verschoben werden.

Die nächste Gelegenheit für den Transport des Experiments ist die Versorgungsmission SpX-15 aus Cape Canaveral am 28. Juni 2018.

 

Das studentische Team KSat (studentische Kleinsatellitengruppe der Universität Stuttgart e.V.) und das Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart laden ein zum Startevent des PAPELL-Experiments. Der Raketenstart der Trägerrakete auf den Wallops Inseln, USA ist planmäßig am 20. Mai für 11:04 Uhr (MESZ) vorgesehen und kann gemeinsam im Livestream beobachtet werden. Darüber hinaus gibt es ein spannendes Vortragsprogamm.

Zeit:    Sonntag, 20. Mai, ab 9:30 Uhr
Ort:     Raumfahrtzentrum Baden-Württemberg, Mediathek,
            Institut für Raumfahrsysteme, Pfaffenwaldring 29, 70569 Stuttgart            

Das PAPELL Experiment wurde von rund 30 Stuttgarter Studierenden des KSat-Teams innerhalb eines Jahres entwickelt und konstruiert. Bei dem Experiment handelt sich um einen Technologiedemonstrator für eine Pumpe ohne mechanisch bewegliche Teile, die als wartungsfreie Pumpe für Langzeitmissionen im All realisiert werden könnte. Auf der Internationalen Raumstation wird das Experiment durch den deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst vorgestellt und betreut.

Das Experiment soll zeigen, dass die wartungsfreie Pumpe für den Transport von Gas (Luft), Flüssigkeit (Ferrofluid) und Feststoffen (Kugeln) eingesetzt werden kann. Für eine derartige Pumpe gibt es verschiedene Anwendungspotentiale für den Flug im Weltraum, von Treibstoffförderung, über die Thermalkontrolle durch das Kühlen von heißen Strukturen durch Kontakt mit kühlender vorbeiströmender Flüssigkeit bis zu dem Betrieb eines geräuscharmen Belüftungssystems für bemannte Raumfahrzeuge.

Vertreterinnen und Vertreter der Medien und die interessierte Öffentlichkeit sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. 

Auf die Gäste warten neben dem Livestream vom Start, Vorträge zum Institut für Raumfahrtsysteme, über die studentische Kleinsatellitengruppe der Universität Stuttgart und weitere Experimente der bemannten Raumfahrt, die demnächst im Weltraum durchgeführt werden.

Programm 20.05.2018

Uhrzeit             Countdown

09:30 Uhr         t-94 min           Begrüßung, PD Dr. Ing. Georg Herdrich

09:35 Uhr         t-89 min           Das Institut für Raumfahrsysteme, PD Dr. Ing. Georg Herdrich

09:35 Uhr         t-74 min           Photobioreaktor – Algen auf der Raumstation, Dr.-Ing. Gisela Detrell

10:10 Uhr         t-54 min           Die studentische Kleinsatellitengruppe der Universität Stuttgart, Valentin Starlinger

10:30 Uhr         t-34 min           PAPELL – eine Pumpe ohne mechanische Teile, Dominik Starzmann, Jan-Erik Brune

10:50 Uhr         t-14 min           Übergang zum OA Livestream, PD Dr. Ing. Georg Herdrich

11:04 Uhr         t-0 min             Start, PD Dr. Ing. Georg Herdrich

12:00 Uhr         t+56 min          Ende der Veranstaltung

Link zum Livestream

Manfred Ehresmann, Projektbetreuer von PAPELL am Institut für Raumfahrsysteme, Tel. 0711/685-69599, Mail: ehresmann[at]irs.uni-stuttgart.de.

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Birgit Vennemann

Pressereferentin