Symbolbild Presseinfo 18

Datum: 9. März 2017, Nr. 18

Big Data-Analysen der nächsten Generation

Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart nimmt neues Rechnersystem in Betrieb

Das Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart (HLRS) hat ein neues Big-Data-System in Betrieb genommen. Es handelt sich um eines der weltweit ersten Daten-Analyse-Systeme dieser Größenordnung im Produktionsbetrieb. Das HLRS reagiert damit auf heutige Herausforderungen im Bereich des Höchstleistungsrechnens und bietet durch das neue System seinen Nutzern erstmalig die Möglichkeit, Petabyte-große Datenmengen effizient und zeitnah zu analysieren.

Prof. Dr. Michael M. Resch (HLRS) und Nurcan Rasig (Cray) bei der Übergabe der Cray Urika-GX.  (c) Foto: Boris Lehnert.
Prof. Dr. Michael M. Resch (HLRS) und Nurcan Rasig (Cray) bei der Übergabe der Cray Urika-GX.

Der neue Rechner, ein Cray Urika-GX-System, umfasst insgesamt 64 Rechenknoten mit jeweils 36 Rechenkernen der aktuellen Intel Xeon Prozessorgeneration. Jeder Knoten ist mit einem Arbeitsspeicher von 512 Gigabyte und 1,6 Terabyte lokalem SSD-Speicher optimal ausgerüstet, um Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Bereich der Datenanalyse bereitzustellen. Das neue Datenanalyse-System unterstützt innovative Big-Data Technologien wie Hadoop und Spark, die insbesondere die Datenanalyse in den Ingenieurswissenschaften fördern, sowie die speziell entwickelte Cray Graph Engine, die eine optimierte Datenanalyse semantischer Daten aus der Biologie und Chemie erlaubt.

Das neue Urika-GX System wurde im Dezember 2016 am HLRS installiert. Zeitgleich wurde am HLRS ein Projekt zum Thema Big Data gestartet. Ziel des Projekts ist es, in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie mit Industrieanwendern aus der Region praxisnahe Lösungen zu entwickeln, um eine effiziente Datenanalyse — beispielsweise von Crashtest-Simulationen — zu ermöglichen.

Dr. Bastian Koller, Höchstleistungsrechenzentrum Universität Stuttgart, Tel. 0711-685-65891, E-Mail

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Andrea Mayer-Grenu

Wissenschaftsreferentin; Forschungspublikationen