27. Februar 2017

LSBTTIQ in Baden und Württemberg

Das Internet-Portal www.lsbttiq-bw.de erweist sich als großer Erfolg. Bald 10.000 Personen haben das Portal bislang besucht und sich über die Lebenswelten, Repression und Verfolgung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Baden-Württemberger_innen informiert.

Das  Internet-Portal www.lsbttiq-bw.de  wird finanziert von der Landesregierung Baden-Württemberg. Es liefert einen einzigartigen Einblick in einen wenig bekannten Teil der baden-württembergischen Zeitgeschichte. Entstanden ist es in Kooperation des Historischen Instituts der Universität Stuttgart mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld in Berlin und dem Institut für Zeitgeschichte München/Berlin. Betreut wird es vom Team Public History der Abteilung Neuere Geschichte der Universität Stuttgart.

Interaktiver Austausch ist erwünscht 
Das Internet-Portal versteht sich als eine Informations- und Kommunikationsplattform für die gesamte Bevölkerung: Es bietet einen Überblick über die Geschichte der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgender, Intersexuellen und Queers in Baden, Württemberg und Hohenzollern, stellt exemplarisches Quellenmaterial vor und erklärt wichtige Begrifflichkeiten. In regelmäßig neu eingestellten Blog-Beiträgen werden verschiedene zeitgenössische und historische Aspekte aufgegriffen und aktuelle Bezüge hergestellt. Ein wichtiges Anliegen ist der interaktive Austausch. Viele Nutzer_innen haben sich schon mit Vorschlägen und Hinweisen beteiligt und dadurch weitere Forschungen, Aktenfunde und Blog-Beiträge ausgelöst. Nutzer_innen können auf Zeitzeug_innen hinweisen, weitergehende Informationen liefern, Quellenmaterial übergeben oder mit Hilfe der Kommentarfunktion mitdiskutieren.

Interviews mit Zeitzeug_innen
Einen besonders berührenden Zugang zu dem Thema liefern die Interviews mit Zeitzeug_innen aus Baden-Württemberg. Drei Männer, eine Frau und die Tochter einer Transgender-Person im Alter von 70 bis 92 Jahren schildern in sehr eindrücklicher Form ihre eigenen Lebenswelten. Dabei kommen Diskriminierung und Ausgrenzung ebenso zur Sprache wie Selbstbewusstsein und Glück. Gleichzeitig zeigen sie, dass die Interviewten die Landesgeschichte mitgestaltet haben bzw. immer noch mitgestalten:

Nutzen auch Sie die Einladung zum Mitmachen: Geben Sie Hinweise, wo Sie lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender und queere Baden-Württemberger_innen getroffen haben, schicken Sie Dokumente, in denen von Verfolgung und Diskriminierung die Rede ist – werden auch Sie aktiver Teil der Geschichtsschreibung Baden-Württembergs.

Einladung zum Mitmachen 

Kontakt
Prof. Dr. Wolfram Pyta, Universität Stuttgart, Historisches Institut, Abteilung Neuere Geschichte
Links