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9. April 2021

Finanzierung von Open-Access-Veröffentlichungen 2021-2022

DFG fördert Publikationsfonds, die Universität nimmt an DEAL-Verträgen teil und das BMBF-Projekt zu Open- Access-Büchern ist bewilligt.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt für den Open-Access-Publikationsfonds der Universität Stuttgart in diesem Jahr 69.120 Euro und im kommenden Jahr 84.000 Euro zur Verfügung. Zusammen mit dem Eigenanteil der Universität (2021: 103.680 Euro, 2022: 126.000 Euro) stehen bis Ende 2022 insgesamt 382.000 Euro für die Finanzierung von Artikelgebühren in Gold-Open-Access-Zeitschriften zur Verfügung. „Seit Einführung des Publikationsfonds vor zehn Jahren haben wir das Förderinstrument systematisch ausgebaut und erfolgreich Drittmittel eingeworben“, sagt Stefan Drößler, Open-Access-Beauftragter der Universität Stuttgart.

Teilnahme der Universität an DEAL

Eine wichtige zweite Säule für die Finanzierung von Open-Access-Veröffentlichungen stellen die so genannten DEAL-Verträge dar. Die Universität Stuttgart nimmt an den DEAL-Verträgen mit den Wissenschaftsverlagen Wiley (Laufzeit: 2019-2021) und Springer Nature (Laufzeit: 2020-2022) teil.

Ziel der deutschlandweit verhandelten DEAL-Verträge ist es, die Open-Access-Transformation voranzutreiben, d. h. die Umstellung des wissenschaftlichen Publikationssystems auf Open Access. Ob mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier ein Vertrag abgeschlossen werden kann, ist noch unklar.

Aktuelle Informationen werden über die DEAL-Projektseite und die neue DEAL-Informationsplattform veröffentlicht. Die Universitätsbibliothek aktualisiert regelmäßig weitere Vereinbarungen mit zahlreichen Verlagen auf der Open-Access-Website der Universität. „Bei Unsicherheiten zu Geltungsbereichen und Finanzierungsfragen sollte immer das Open-Access-Team kontaktiert werden“, sagt Stefan Drößler. Bei den Veröffentlichungen empfiehlt er, Gold-OA-Zeitschriften zu wählen und Hybrid-Zeitschriften nach Möglichkeit zu meiden. Bei den so genannten Hybrid-Zeitschriften erscheinen nicht alle Artikel im Open Access, sondern gemischt (hybrid) Closed und Open Access. Daneben sollte die Lizenz „CC BY“ vergeben und der Grad der Offenheit möglichst nicht weiter eingeschränkt werden, wie etwa bei „CC BY-NC“. „CC BY sollte vor allem auch dann gewählt werden, wenn der Verlag in den Voreinstellungen andere Lizenzen vorschlägt“, so Drößler.

Förderung von Open-Access-Büchern

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Finanzierung von Open-Access- Monografien im Rahmen des Projekts „TU9_Monos“ bewilligt. Am Beispiel einiger Veröffentlichungen sollen Open-Access-Publikationsdienste für Bücher entwickelt werden, die die TU9-Universitäten nachnutzen können. Autorinnen und Autoren, für die eine Veröffentlichung in Frage kommt, können sich beim Open-Access-Team melden. Gefördert werden neben Monografien auch Lehrbücher und Sammelbände, insofern die Herausgeberschaft bei Autorinnen und Autoren der Universität Stuttgart liegt. Projektpartner sind die Bibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie mit dem Universitätsverlag KIT Scientific  Publishing und die Universitätsbibliothek Stuttgart sowie die Universitätsbibliothek Braunschweig als Erstanwenderin. Die Publikationen werden mit dem Wissenschaftsverlag Ubiquity Press abgewickelt.

Bekenntnis zu Open Access: "Berliner Erklärung" unterzeichnet

Am 1. April hat die Universität Stuttgart die "Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen" unterzeichnet. Sie ermuntert damit die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ihre Forschungsergebnisse so zu veröffentlichen, dass sie dauerhaft frei im Internet zugänglich sind. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die zentralen Publikationsservices systematisch weiterentwickelt und stehen den Angehörigen der Universität zur Nutzung zur Verfügung.

Termine zu den Online-Seminaren "Open-Access-Publikationsdienste der UB Stuttgart"

Kontakt: Stefan Drößler, Open-Access-Beauftragter
Tel.: 0711/685 83509
E-Mail

Die Förderung von Open Access-Veröffentlichungen steigt.
Die Förderung von Open Access-Veröffentlichungen steigt.
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