Dr. Simone Rehm, CIO der Universität Stuttgart, spricht auf dem Netzwerktreffen zur Digitalisierung der Lehre. Dr. Simone Rehm, CIO der Universität Stuttgart, spricht auf dem Netzwerktreffen zur Digitalisierung der Lehre.

27. Januar 2017

Digitalisierung bekommt mehr Gewicht in der Hochschullehre

Die staatlichen Hochschulen Baden-Württembergs schließen sich für eine kooperative Weiterentwicklung im Bereich Digitalisierung der Lehre zusammen. Das „Hochschul­netzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg“ (HND BW) wurde gegründet.

Die vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst geförderte Initiative für den hochschulartenübergreifenden Zusammenschluss startete im Herbst vergangenen Jahres. Beteiligt sind dabei alle Hochschularten des Landes, Universitäten, Pädagogische Hochschulen, Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, Hochschulen für Kunst und Musik sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg.

„Die Digitalisierung eröffnet den Hochschulen ganz neue Chancen. E-Learning schafft spannende neue Arten des Lernens und kann zum Beispiel berufsbegleitendes Studieren deutlich erleichtern“, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Das Land unterstütze deshalb die Hochschulen dabei, ihre Digitalisierungspotenziale zu entfalten und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten auszuschöpfen.

48 Hochschulen sind am Netzwerk beteiligt

Die insgesamt 48 Hochschulen forcieren mit dem kooperativen Ansatz eine synergetische und damit effizientere Etablierung der digital gestützten Lehre. „Mit digitalen Lehrangeboten können wir die klassischen Formen der akademischen Wissensvermittlung sinnvoll ergänzen. Sie sind eine Antwort auf eine zunehmend heterogener werdende Studierendenschaft, erlauben eine flexiblere, da orts- und zeitunabhängige Verfügbarkeit von Lernmaterialien und tragen darüber hinaus dem Gedanken Rechnung, dass die Hochschulen sich der Verantwortung bewusst sind, den Studierenden die nötige Medienkompetenz vermitteln zu müssen, die diese für ihren beruflichen Werdegang benötigen“, betont der Leiter der Geschäftsstelle des HND BW, Dr. Alexander Classen.

Neue Projekte und kooperative Zusammenschlüsse organisiert das HND BW durch eine Zusammenarbeit fachspezifischer Themengruppen und hochschulspezifischer Arbeitskreise.

Erstes Netzwerktreffen an der Universität Stuttgart

Die Mitglieder der beschließenden Arbeitskreise trafen sich am 19. Januar 2017 zur Einrichtung der hochschulartenübergreifend arbeitenden Themengruppen.

Das HND BW wird im ersten Jahr seines Bestehens mit dem gemeinschaftlichen Aufsatz eines Repositoriums für Open Educational Resources und Ausweitung einschlägiger E-Learning-Beratungs- und Qualifizierungsangebote für Lehrende starten. „Nur wenn es uns gelingt, die Nutzung digitaler Lehr- und Lernformen als eine selbstverständliche Option in die bestehenden Studienabläufe einzubauen, werden die Chancen, die digitale Lehrformate bieten, auch in vollem Umfang genutzt werden können“, so Classen weiter.

Ausgegebenes Ziel ist es damit, Lehrenden und Studierenden einen sicheren und selbstverständlichen Umgang mit digitalen Lehr- und Lernformen an allen im Netzwerk vertretenen Hochschulen zu ermöglichen.

Auf dem ersten Netzwerktreffen, das an der Universität Stuttgart stattfand, zeichneten sich bereits weitere Felder der Zusammenarbeit ab. Neben OER-Repositorium und Qualifizierung berieten sich die Netzwerkteilnehmer zu den Themen E-Learning-Strategie, IT-Infrastruktur, sowie dem Aufsatz hochschulartenübergreifender Onlinekurse/MOOCs.

Der Onlineauftritt des Netzwerks startet zum 1. Februar 2017 unter www.hnd-bw.de.

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