Weitwurfgeschoss, welches den 1. Platz beim 28. Konstruktionswettbewerb des Instituts für Konstruktion und Fertigung in der Feinwerktechnik gewonnen hat.

12. Juli 2021

Preisverleihung für Weitwurfgenies

Er ist gute Tradition an der Universität Stuttgart – der Konstruktionswettbewerb. Vom Institut für Konstruktion und Fertigung in der Feinwerktechnik ausgetragen, lädt er jedes Jahr Studierende der Fächer Maschinenbau, Fahrzeug- und Motorenbau ein, sich der Herausforderung zu stellen und ganz besondere Maschinen zu entwickeln.
[Foto: Michael Weishaupt]

Zum zweiten Mal seit seinem Bestehen fand der Konstruktionswettbewerb aufgrund der Pandemie rein virtuell statt und konnte auch nicht am Tag der Wissenschaft ausgetragen werden. Der Spannung, die sich am Tag der Preisverleihung, am 6. Juli, online ausbreitete, tat dies jedoch keinen Abbruch. Und auch dem konstruktiven Einfallsreichtum der Studierenden hatte es keinen Abbruch getan, denn die Jury war voll des Lobes für die „gut ausgefallenen Arbeiten“.

Studierende entwickeln Wurfmaschinen

Animiert von der Postzustellung auf Abstand in Pandemie-Zeiten hatten die Studierenden eine kleine, aber feine, Wurfmaschine zu entwickeln, die Gegenstände möglichst weit und zielgerichtet befördern kann. Beim Wurf sollte die gerade mal 500 Gramm schwere und in einen Würfel mit 150 mm Kantenlänge passende Maschine Standfestigkeit beweisen. Als Wurfgeschoss diente – bei freier Auswahl der Geschmacksrichtung–  eine kleine Schokokugel. 

Werkeln und Bauen am Institut ging leider nicht. Die zwölf Studierenden, die sich in drei Gruppen zusammengefunden hatten, erwarteten jedoch spannende Zusatztermine. In deren Verlauf konnten sie sich online am gemeinsamen Konstruieren mittels 3D-CAD üben und wurden in die Software Inventor eingeführt, mit der sich Simulationen erstellen lassen. Die nur auf dem Papier entwickelten Wurfmaschinen konnten schließlich zwar nicht real zeigen, was sie können, beeindruckten aber durchaus in der Simulation – teils gar mit über drei Meter Wurfweite.

Mit der Software Inventor erstellte Simulation der Wurfmaschine.

Es gab nur Gewinner*innen

Leicht sei die Auswahl nicht gewesen, befand das Jury-Team, dem Institutsleiter Prof. Dr. Bernd Gundelsweiler angehörte, dessen Stellvertreter, der „alte Wettbewerbs-Hase“ Eberhard Burkard, und Marcel Mittag, der sich die Aufgabenstellung ausgedacht hatte. In die Bewertung flossen das Gewicht der beweglichen Maschinenteile und natürlich die Wurfweite ein, zudem die Fertigungs- und Materialkosten, die benötigte Zeit für Entwicklung und Simulation und schließlich auch die Ausarbeitung und das Lösungskonzept.

Drei Gruppen, das bedeutete beim diesjährigen Wettbewerb schließlich durchweg Gewinner*innen – für alle blieb ein Treppchen, und für alle gab es einen Preis. Die Erstplatzierten – Niklas Hornung, Michael Weishaupt, Max Hönig und Luca Ieva – können sich jetzt über je einen Buchgutschein in Höhe von 125 Euro freuen, die Zweit- und Drittplatzierten Buchgutscheine in Höhe von je 100 bzw. 75 Euro in Empfang nehmen. Den zweiten Platz belegten Alexandra Pöhler, Lucas Koch, Marcel Höne und Xutao Zhai. Auf den dritten Platz landeten Nathalie Du, Svenja Hille, Korin Klein und Michael Klester. Für alle gab es zudem noch Fachbücher nebst diverser Aufmerksamkeiten verschiedenster Sponsoren. 

„Super, was in diesem Jahr herausgekommen ist”, betonte Eberhard Burkard und lud abschließend ganz optimistisch zum realen 29. Konstruktionswettbewerb am Tag der Wissenschaft 2022 ein. 

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