Universität Stuttgart unterstützt Stadt in Ecuador

Abwasserreinigung von Industrieabwässer in Ambato

Im Rahmen der Klimapartnerschaft zwischen den Städten Ludwigsburg und Ambato/Ecuador entwickelt die Universität Stuttgart ein Konzept zur Lösung der lokalen Abwasserproblematik.

Der Wissenschaftler Manuel Krauß und die Wissenschaftlerin Hanna Kramer, beide vom Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart erfassen derzeit in Ambato gemeinsam mit lokalen Experten des Trinkwasser- und Abwasserentsorgers EMAPA den Zustand der Industrieabwässer eines Industrieparks.

Ambato ist das ecuadorianische Lederzentrum und die größten ecuadorianischen Gerbereien sind hier angesiedelt. Die industriellen Abwässer werden bis jetzt weitgehend ungereinigt in die Gewässer eingeleitet, mit den entsprechenden negativen Folgen für Mensch und Umwelt. Schwermetalle und weitere Stoffe geraten in die Umwelt und das Flusswasser wird flussabwärts als Bewässerungswasser genutzt. Die Komplexität wird verstärkt durch Textilbetriebe und Färbereien, sowie Lebensmittelhersteller und Schlachtereibetriebe.

 (c) Manuel Krauß, ISWA
Probennahme und Analyse von Parametern am Ausfluss des Industrieparks Ambato

Bei der Arbeit in Ambato werden Abwasserproben genommen und anschließend ein Behandlungskonzept für den Industriepark Ambato entwickelt. Anschließend beginnt für die Stadt Ambato die herausfordernde Aufgabe, mit den Beteiligten tragfähige Kompromisse zu finden und diese Lösungen, im Kontext der schwierigen finanziellen und sozialen Bedingungen, umzusetzen.

 (c) Manuel Krauß, ISWA
Gemeinsame Probennahme und Analyse von Parametern in einem Industriebetrieb

Die Zusammenarbeit mit den lokalen Betrieben und die Unterstützung der Stadtverwaltung Ambatos, der Provinzverwaltung Tungurahuas und des Umweltministeriums Ecuadors sei beispielhaft, betont Manuel Krauß: „Man merkt bei der täglichen Arbeit und den Begegnungen vor Ort, dass alle Beteiligten bereit sind, ihren Beitrag zu einer sauberen Umwelt und gesunden Lebensbedingungen zu leisten.“ Krauß weiter: „Die hervorragenden Startbedingungen des Projekts aufgrund der erfolgreichen Kooperation der Stadtverwaltungen Ludwigsburg und Ambato sorgen für einen reibungslosen Projektablauf.“

Die Universität Stuttgart in Zusammenarbeit mit den Städten Ludwigsburg und Ambato, trägt die Universität Stuttgart mit der Entwicklung dieser Lösungen dazu bei, die Nachhaltigen Entwicklungsziele SDG 6 – Sauberes Wasser, SDG 11 – Nachhaltige Städte und SDG 12 – Nachhaltige Produktion in Ambato/Ecuador bis 2030 zu erreichen.Das Projekt wird über Engagement Global gGmbH im Rahmen der Klimapartnerschaft der Städte Ludwigsburg und Ambato gefördert.

Kontakt: manuel.krauss@iswa.uni-stuttgart.de

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