23. Juli 2020

AWAKE – In sechs Wochen von der Idee zum Start-up

Von klappbaren Lastenrädern über Sharing-Plattformen für 3D-Drucker bis hin zur veganen Fitnessbowl. Bei der 4. Demo Night von AWAKE zeigte sich die Fülle von Gründungsideen, die an der Universität Stuttgart schlummern.

AWAKE ist eines der Formate, die im Rahmen der von der Vector Stiftung geförderten Let US start!-Initiative, verankert am Institut von Prof. Alexander Brem, an der Universität Stuttgart angeboten werden. "Wir möchten Studierende für das Thema Start-up und Gründung begeistern und setzen auf ein nachhaltiges Angebot, das die drei Säulen Lehre, Forschung und Praxis vereint“, sagt Brem. „Innerhalb von sechs Wochen eine Gründungsidee zu entwickeln, prototypisch umzusetzen und vor einem großen Publikum sowie einer Jury zu präsentieren, ist die Herausforderung von AWAKE“, erklärt Dr. Eric Heintze, Projektleiter von Let US start! „Das Besondere dabei ist außerdem, dass die Teams neben professionellen Coaches durch studentische Start-up-Coaches begleitet werden. Diese wiederum stammen aus dem parallel laufenden Train-the-Trainer-Programm, das zum größten Teil aus Alumni des AWAKE-Programmes besteht.“

Screenshot der Teilnehmer*innen
Am 16. Juli fand die 4. Demo Night von AWAKE als digitale Veranstaltung statt.

Ungewöhnlich an dieser 4. Demo Night: Von der Idee bis zur Präsentation musste alles digital ablaufen. Daher war es umso beeindruckender, was die Teams vor der hochkarätigen Jury präsentierten. Zur Jury zählten Start-up-Pionier Adrian Thoma (Gründermotor GmbH), Erfolgsgründerin Amelie Vermeer (Spoontainable GmbH), ASAP BW-Koordinatorin June Nardiello (ASAP BW), Techgründer und Alumni der Universität Stuttgart Dr. Michael Raschke (Blickshift GmbH) und Start-up-Coach Marcel Werle (Universität Stuttgart).

Überzeugt von der Qualität und Entschlossenheit der Teams entschied sich die Jury dafür, den ersten Preis von über 1000 Euro Projektbudget gleich zweimal zu vergeben. Somit freuten sich das Team von Loadify mit ihrem intelligenten Adapter für Ladesäulen sowie das Team von Charge Cube mit dem Wallbox-Konzept für jedermann über die Jurypreise. Den Publikumspreis erhielt das Projekt ReVive mit seiner Lösung zum Thema digitaler Kleiderschrank.

In fünf Jahren Studium eigentlich das Beste, was ich bis dato gemacht habe. Klar ist es viel Zeit, die man investiert, aber die eigene Idee zu entwickeln, macht Spaß, auch wenn man bis tief in die Nacht daran sitzt. Die ECTS sind ein gutes Plus und ich kann nur empfehlen mitzumachen.

Teilnehmerin Marie-Claire von ReVive
Das digitale Format ist eine Herausforderung, welche die Teilnehmer*innen gut gemeistert haben.

Doch auch die anderen Teams aus AWAKE und aus den weiteren Formaten wie dem Basic-Business Modelling, dem Start-up-Planspiel, dem Social Innovation Camp, der Meisterklasse oder dem internen Accelerator Programm Let US elevate! werden ihre Gründungsprojekte über dieses Semester hinaus weiterverfolgen können. Unterstützen wird sie dabei das neue Team von Gründungsberatern unter der Leitung von Prof. Alexander Brem. Dabei werden sie einiges zu tun bekommen, denn unter den insgesamt 55 Gründungsprojekten dieses Semesters sind einige vielversprechende Projekte dabei. Und es werden mehr, denn in verschiedenen Veranstaltungen von der Speaker Series [en], Hackathons zu verschiedenen Themen oder anderen Partnerevents wurden allein dieses Semester an die 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Start-up-Virus infiziert. Ein deutliches Zeichen für dieses Gründungsbewusstsein am Campus der Universität Stuttgart ist die neu gegründete studentische Entrepreneurship Initiative X-Works, die spannende Veranstaltungen, Anknüpfungspunkte und Unterstützung für Gründungsbegeisterte aus allen Fakultäten verspricht.

Es war toll zu sehen, wie aus einer groben ersten Idee wirkliche Gründungsprojekte entstehen. Wir werden auf jeden Fall weitermachen und sind bereits nächste Woche bei einem Wettbewerb des Landes Baden-Württemberg im Finale dabei.

Teilnehmer Bjarne von Motion Sense AI

So lautet das begeisterte Fazit von Alexander Brem: "All dies wäre nicht möglich ohne die tragenden Säulen hinter dem diesjährigen Programm. Das Team um Dr. Eric Heintze mit den Coaches Merve, Christian, Jamshed und Franzi hat es möglich gemacht und etwas, das eigentlich nur offline direkt an Whiteboards und mit Pizza funktioniert, in die digitale Welt übersetzt. Durch sie und die zahlreichen engagierten studentischen Start-up-Coaches aus dem Train-the-Trainer-Programm wurde der Gründergeist an der Universität Stuttgart weiter gestärkt und die Demo Night der 4. AWAKE-Veranstaltung ein voller Erfolg."

Jurymitglied Dr. Michael Raschke rät allen, die gründen wollen: „Jede Phase der Unternehmensgründung ist aufregend. Fragen finden und beantworten, mal frech, mal improvisiert, das alles gehört dazu. Man braucht einen Plan und muss sich Ziele setzen. Doch eine der wichtigsten Fragen, die ihr euch stellen müsst, ist: Warum wollt ihr das machen? Diese Frage müsst ihr euch zu 110 Prozent stellen. Das gilt für alles, ist aber gerade im Bereich der Unternehmensgründung essenziell.“

Wer das Thema Start-up einfach einmal ausprobieren möchte oder eigene Ideen hat, die realisiert werden wollen, darf sich gerne für AWAKE oder für eines der weiteren Formate im kommenden Wintersemester registrieren. Wer schon jetzt Teil dieser neuen Bewegung am Campus sein möchte, kann sich für den Newsletter für Start-up & Entrepreneurship an der Universität Stuttgart sowie für das Let US Sommerfest am 30. Juli anmelden.

Entrepreneurship an der Universität Stuttgart

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