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Aufnahmeprüfung, Hochschul­auswahlverfahren und NC

In einigen Studiengängen wird eine Aufnahmeprüfung (früher Eignungsfeststellungsverfahren) durchgeführt. Viele Studiengänge sind zudem zulassungsbeschränkt durch einen Numerus Clausus (NC).

1. Aufnahmeprüfung

Durch die Aufnahmeprüfung (AP) soll die besondere Eignung und Motivation für den gewählten Studiengang festgestellt werden. Dabei ist es egal, ob der Studiengang zulassungsbeschränkt ist oder nicht.

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  • Die Zulassung ist an die Erfüllung einer Mindestpunktzahl geknüpft. Wer die festgelegten Mindestanforderungen nicht erfüllt, nimmt nicht am Zulassungsverfahren teil, dies gilt auch für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung.
  • Die Aufnahmeprüfung ist nicht immer eine echte Prüfung. Sie ist ein Auswahlverfahren, das je nach Fach unterschiedlich gestaltet wird. Diese Verfahren reichen von der Bewertung schriftlich eingereichter Unterlagen (etwa über besondere Leistungen und Qualifikationen oder berufspraktische Erfahrungen) über Studierfähigkeitstests bis zu Auswahlgesprächen. Nach welchen Kriterien der von Ihnen gewählte Studiengang auswählt und welches Verfahren er durchführt, erfahren Sie aus den jeweiligen Auswahlkriterien und Zulassungssatzungen der Studiengänge.
  • In der Regel ist der Bewerbungsschluss für die Aufnahmeprüfungen zeitgleich mit der Bewerbung für den Studiengang zum Juli, es gibt aber auch Ausnahmen. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig über die Bewerbungstermine
  • Alle Bewerberinnen und Bewerber unabhängig von Staatsangehörigkeit oder Zeugnisherkunftsland
  • Studiengangwechslerinnen und Studiengangwechsler
  • Beim Hochschulortwechsel und Quereinstieg kann nach bestandener oder anerkannter Vordiplomprüfung oder Zwischenprüfung darauf verzichtet werden. (Bitte beachten Sie die entsprechenden Auswahlkriterien und Zulassungssatzungen.)

 

2. Zulassungsbeschränkung und Hochschulauswahlverfahren (HAV)

Viele Studiengänge der Universität Stuttgart unterliegen einer Zulassungsbeschränkung, dem sogenannten Numerus Clausus (NC). Der Numerus Clausus  bedeutet nicht, wie oft angenommen, eine bestimmte erforderliche Abiturnote, sondern dass es nur eine bestimmte Anzahl an Studienplätzen in diesem Studiengang gibt. Dabei werden auf Grundlage des Hochschulauswahlverfahrens oder der Wartezeit Ranglisten gebildet, anhand derer die zur Verfügung stehenden Studienplätze vergeben werden.

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Die Vergabe der Studienplätze erfolgt nach der Hochschulvergabeverordnung (HVVO):

  1. Im Rahmen der sogenannten Vorwegzulassung werden zunächst alle (Freiwilligen-) Dienstleistenden zugelassen, die in einem der zwei vergangenen Bewerbungszeiträume bereits eine Zulassung erhalten haben.
  2. Die restlichen Studienplätze werden folgendermaßen vergeben:
  • 90% über das hochschuleigene Auswahlverfahren (Hochschulauswahlverfahren)
  • 10% nach der Wartezeit.
  1. Im hochschuleigenen Auswahlverfahren werden wiederum bestimmte Bewerberinnen und Bewerber bevorzugt zugelassen. Die Quoten hierfür sind:
  • 5% für Härtefälle,
  • 2% für Zweitstudienbewerberinnen und Zweitstudienbewerber
  • 1% für die Auswahl nach Ortsbindung im öffentlichen Interesse
  • 8-10% für ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber

An dem Hochschulauswahlverfahren nehmen Deutsche, EU-Staatsangehörige und (ungeachtet der Nationalität) alle Personen mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung (sogenannte Bildungsinländer) teil. Angehörige der Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen sind in manchen Fällen EU-Staatsangehörigen gleichgestellt. Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte an das Studiensekretariat für Ausländer/innen und EU-Bürger/innen

Die hochschuleigenen Auswahlverfahren berücksichtigen Kriterien wie:

  • Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung (Abschlusszeugnis)
  • Gewichtete Einzelnoten der Hochschulzugangsberechtigung (also Noten, die für den jeweiligen Studiengang relevant sind)
  • Ergebnisse eines fachspezifischen Studierfähigkeitstests
  • Ergebnisse eines Auswahlgesprächs
  • Vorbildung durch Berufsausbildung, Berufstätigkeit oder praktische Tätigkeiten

Bei Studiengängen mit Zulassungsbeschränkung (NC) haben Sie bei einer Bewerbung in ein höheres Fachsemester die Möglichkeit, Ihre Zulassungschancen zu verbessern, wenn Sie eine der folgenden besonderen Voraussetzungen erfüllen und einen entsprechenden Härtefallantrag stellen:

  • amtlich festgestellte Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch (nach SGB IX). Bitte legen Sie eine beglaubigte Kopie des Schwerbehindertenausweises oder einen entsprechenden Anerkennungsbescheid bei.
  • einzige Wohnung oder Hauptwohnung mit dem Ehegatten und/oder den Kindern in einem dem Studienort zugeordneten Gebiet. Bitte legen Sie die Bescheinigung der zuständigen Einwohnermeldebehörde bei.
  • Die Zulassung an einer anderen Hochschule wäre mit erheblichen Nachteilen verbunden. Hierbei kommen insbesondere eigene gesundheitliche, familiäre oder wirtschaftliche Umstände sowie wissenschaftliche Gründe in Betracht. Bitte legen Sie die entsprechenden Belege bei und beachten Sie, dass hierbei strenge Maßstäbe angelegt werden.
  • Die Wartezeit wird berechnet ab dem Zeitpunkt des Abiturs bis Sie ein Studium an einer deutschen Hochschule beginnen.
  • Die Studienplätze, die im Rahmen der Wartezeitquote von 10% vorgesehen sind, werden immer aktuell vergeben, das heißt diejenige Bewerberin oder derjenige Bewerber mit der längsten Wartezeit erhält den ersten Studienplatz und so weiter.
  • Die Wartezeit der Bewerberin oder des Bewerbers, die/der den letzten zur Verfügung stehenden Studienplatz bekommen hat, bildet den Grenzrang. Bei Ranggleichheit entscheidet als zweites Kriterium die Abiturnote, als drittes Kriterium, ob man einen Dienst absolviert hat und dann das Los.

Über die Erfolgsaussichten einer Bewerbung können vorher  keine Aussagen getroffen werden, da die Anzahl und Qualifikationen (siehe Auswahlkriterien der Studiengänge) der Personen, die sich für einen Studiengang bewerben, von Jahr zu Jahr variieren.  

Ab dem Bewerbungsverfahren zum Wintersemester 2015/16 nehmen alle Ein-Fach-Bachelorstudiengänge mit NC (aber ohne Aufnahmeprüfung) automatisch am Dialogorientierten Serviceverfahren teil.

Alle Informationen zur Masterzulassung finden Sie auf den Seiten zum Masterstudium.