Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie ein modernes Verkehrsflugzeug auch bei dichtem Nebel sicher landet? Lassen sich aus einem modernen Auto heute noch Tempomat, Abstandsradar oder ESP wegdenken? Wir sind schon mittendrin: Willkommen in der Welt der Technischen Kybernetik!
Zu dieser Welt, in der sich alles um die Analyse sowie die gezielte Beeinflussung technischer Systeme dreht, gehören abstrakt anmutende Begriffe wie Steuerung, Regelung, Modellierung und Simulation. Die Aufgabenstellungen in der Technischen Kybernetik sind dennoch keine bloße Theorie, sondern entstehen aus konkreten Problemen anderer Ingenieurdisziplinen oder aus der industriellen Praxis. Naturgemäß arbeiten Kybernetiker daher in Teams aus Spezialisten unterschiedlichster Fachgebiete – von der Systembiologie über die Mechatronik oder Fahrzeugtechnik bis hin zur Kraftwerksregelung.
Ihre Kompetenz besteht darin, die unterschiedlichsten Problemstellungen in mathematische Modelle zu überführen, strukturelle Gemeinsamkeiten zu erkennen und die Aufgabe letztlich mithilfe geeigneter Methoden zu lösen. Die Technische Kybernetik ist also ein anspruchsvoller Studiengang mit theoretischer Ausrichtung, der dennoch gleichzeitig eine hohe Praxisrelevanz besitzt.
Im Master-Studium wird das methodische Grundlagenwissen in den Kernbereichen der Technischen Kybernetik, also insbesondere der Regelungstechnik, Systemdynamik, Modellierung und Simulation, eingehend vertieft und maßgeblich erweitert. Ferner stellt die tiefergehende Ausbildung in der höheren Mathematik, welche deutlich über das Niveau üblicher Ingenieur-Bachelor-Studiengänge hinausgeht, einen weiteren, in Stuttgart einmaligen Schwerpunkt des Master-Studiums dar. Durch ihre systemtheoretische und mathematische Basis ist die Kybernetik eine ausgeprägt interdisziplinäre Wissenschaft, die nicht auf ein spezifisches Anwendungsgebiet beschränkt ist, sondern Einsatzmöglichkeiten in einer Vielzahl verschiedenster Bereiche findet.
Auch im Rahmen des Studiums wird den Studierenden daher durch thematisch breit angelegte Spezialisierungs- und Wahlfächer eine große Anzahl an Wahlmöglichkeiten eröffnet. Der Anwendungs- und Praxisbezug des Studiums wird durch ein 12-wöchiges Industriepraktikum noch einmal untermauert. Die sechsmonatige Masterarbeit schließt das Studium ab und vermittelt den Studierenden die Fähigkeit des eigenständigen wissenschaftlichen Arbeitens. Ein erfolgreiches Master-Studium bietet den Absolventen somit beste Berufsaussichten in der Industrie und ist gleichzeitig die ideale Voraussetzung für eine anschließende Promotion.

Abschluss:

Master of Science

Regelstudienzeit:

4 Semester

Praktika:

Bis zum Abschluss des Masterstudiums ist ein 12-wöchiges Industriepraktikum nachzuweisen.
Praktikumsrichtlinien

Zulassungsbedingungen:

Die vollständigen Informationen über das Zulassungsverfahren und die Kriterien zur Feststellung der fachlichen Eignung finden Sie in der Zulassungsordnung.

Bewerbung:

Zum Wintersemester (bis 15. Juli) und zum Sommersemester (bis 15. Januar)

Akkreditierung:

Die Qualität des Studiengangs ist in einem Akkreditierungsverfahren geprüft.

Prüfungsordnung: Die Prüfungsordnungen beinhalten alle rechtlichen Regelungen zu den Prüfungen und eine Übersicht über die zu belegenden Module.
Modulhandbuch:

In den Modulhandbüchern werden die einzelnen Module mit den dazugehörigen Lehrveranstaltungen, den Inhalten und den Prüfungsleistungen beschrieben.

Wichtige Links:
Mögliche Berufe:

Berufsbeschreibungen und Tätigkeitsinformationen finden Sie in der Datenbank BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit: