Selbsttätiger Streckenblock |
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| Beim selbsttätigen Streckenblock ist eine Mitwirkung des Menschen im Gegensatz zum nichtselbsttätigen Streckenblock nicht mehr erforderlich. Voraussetzung ist das Vorhandensein einer Gleisfreimeldeanlage, die das Freisein von Blockabschnitt und Durchrutschweg technisch feststellt. |
Auf dieser Seite werden die drei in Deutschland verwendeten Formen von Gleisfreimeldeanlagen beschrieben. Anschließend werden die beiden Formen des selbsttätigen Streckenblocks erläutert.
Zur Gleisfreimeldung mittels Gleisstromkreisen werden die beiden Schienen eines Gleises gegeneinander elektrisch isoliert. Die einzelnen Freimeldeabschnitte sind ebenfalls untereinander durch Isolierstöße elektrisch voneinander getrennt. An der einen Seite des Freimeldeabschnitts (Speiseseite) wird an beide Schienen eine Spannung angelegt. Strom fließt durch die Schienen auf die andere Seite des Freimeldeabschnitts (Relaisseite) und lässt dort ein Gleisrelais anziehen. Befindet sich ein Fahrzeug im Abschnitt, wird der Stromkreis kurzgeschlossen. Das Gleisrelais wird durch den Achsnebenschluss stromlos und fällt ab. Dadurch wird der Abschnitt als besetzt erkannt.
Die folgende Animation zeigt die beiden Zustände des Gleisstromkreises:

Nur wenig verbreitet ist diese Art der Gleisfreimeldung. Sie arbeitet über eine Tonfrequenz (Wechselstrom). Dabei wird der Ton (10 - 14,5 kHz) vom Sender am Anfang des Gleisabschnittes über die Schiene zum Empfänger am anderen Ende geleitet, der Freimeldeabschnitt wird zum eingestimmten Schwingkreis. Befindet sich nun ein Fahrzeug in diesem Abschnitt, wird der Schwingkreis gestört und dadurch das Gleisrelais zum Abfallen gebracht. Der Abschnitt wird als besetzt erkannt.
Bei Verwendung von Achszählern ist eine
Isolierung der Schienen nicht nötig. Am Anfang und am Ende des
Abschnitts befinden sich Achszählkontakte, die die Anzahl der in
den Abschnitt ein- und ausfahrenden Achsen zählen. Durch eine
Vergleichseinrichtung werden die Zählergebnisse am Anfang und am
Ende des Abschnitts verglichen. Wenn die Zahl der eingezählten
mit der Zahl der ausgezählten Achsen übereinstimmt, wird der
Abschnitt freigemeldet. Achszählkontakte sind i.d.R. als
Doppelkontakte ausgeführt, um ein richtungsselektiertes Ein- und
Auszählen zu gewährleisten (Verhinderung des mehrfachen Zählens
einer auf dem Kontakt pendelnden Achse, z.B. beim Strecken eines
zum Stehen gekommenen Zuges).
Um aus Zählfehlern resultierende
Störungen des Betriebsablaufes zu reduzieren, werten weitere,
übergeordnete Vergleichseinrichtungen die Signale mehrerer benachbarter
Blockabschnitte (und damit Achszähleinrichtungen) aus.
Anordnung von Achszählern:
Beim Selbstblock sind die Steuereinrichtungen für die Blocksignale in dezentralen Schaltschränken an der Strecke angeordnet. Die Grundstellung der Signale ist Fahrt. Während der Fahrtstellung wird das Freisein des Blockabschnitts und des Durchrutschwegs dauernd überwacht. Sobald ein Zug in einen Blockabschnitt einfährt, wird das Signal am Anfang des Abschnitts auf Halt gestellt und verschlossen. Der Verschluss wird durch Rückblockung, wenn das folgende Signal in Haltstellung gegangen ist und der Blockabschnitt frei gemeldet ist, aufgelöst, das Signal zeigt wieder Fahrt an.
In der folgenden Animation fahren auf einer mit Selbstblocksignalen ausgerüsteten Strecke zwei Züge im Mindestzugfolgeabstand hintereinander her.

Beim Zentralblock ist die Steuereinrichtung einer Strecke an
einer Stelle (meist im benachbarten Stellwerk) konzentriert. Die
Blocklogik orientiert sich an der Fahrstraßenlogik (siehe Kapitel "Fahrwegsicherung").
Für jeden Blockabschnitt gibt es eine sogenannte Blockfahrstraße,
die als Vorbedingung für die Fahrtstellung des Signals festgelegt
und nach dem Freifahren des Blockabschnitts und der Haltstellung
des Folgesignals wieder aufgelöst wird.
In Grundstellung sind keine Blockfahrstraßen festgelegt und die
Signale stehen auf Halt. Wird in einem Bahnhof eine Ausfahrt auf
eine Strecke mit Zentralblock eingestellt, so wird dabei die
Einstellung der Blockfahrstraße des ersten Blockabschnitts
angestoßen. Diese stößt automatisch die nächste Blockfahrstraße
an u.s.w., so dass alle Blocksignale der Strecke die Fahrstellung
einnehmen.
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