Arbeitskreis Astronomie
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Sternwarte Pfaffenwald

Geschichte der Sternwarte

 
1934 ließ Hermann Fellmeth die Sternwarte vom Architekten K. Weber neben seinem Landhaus, dem Pfaffenhof, erbauen. Er war ein führender Mitarbeiter der Firma Bosch und Hobbyastronom. Zu dieser Zeit herrschten dort ideale Beobachtungsbedingungen, da die Universität noch nicht existierte. Er rüstete die Sternwarte mit zwei großen Teleskopen aus: einem Cassegrain und einem Schupmann'schen Medial.
Historische Aufnahme der Sternwarte
Nach seinem Tod 1948 fanden die Erben keinen Käufer. Da das Gebäude sich in einem desolaten Zustand befand, wurde es in Betracht gezogen, die Sternwarte abzureißen und die Teleskope als Museumsstücke zu verwenden. Doch zum Glück wurde sie 1972 der Universität Stuttgart geschenkt, mit der einzigen Bedingung sie wieder herzurichten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Zuerst fand sich kein Institut, das die Betreuung der Sternwarte übernehmen wollte, doch dank des Engagements des Institutsleiters Herr Prof. Wienecke wurde sie dem IPF (Institut für Plasmaforschung) übergeben.
1976 waren die Renovierungsarbeiten mit Hilfe der Werkstätten des Instituts und des Universitätsbauamtes abgeschlossen. Die "Freunde der Universität Stuttgart" stifteten Bücher, Sternkarten und Zuschüsse für die Wiederbeschaffung fehlender Ausrüstung. Die Firma Zeiss in Oberkochen setzte die heruntergekommenen optischen Geräte wieder instand.
Der regelmäßige Beobachtungsbetrieb erfolgte schließlich 1977 mit der Gründung einer Arbeitsgemeinschaft. Doch zu Beginn war die Beobachtung den Mitgliedern der Universität Stuttgart vorbehalten.
Bis zur Fertigstellung der Mensa 1977 wurden die untersten Stockwerke der Sternwarte den Studenten des Pfaffenhofes für gelegentliche Veranstaltungen und als Aufenthaltsräume zur Verfügung gestellt.
1994 wurde im Erdgeschoss ein Fotolabor eingerichtet, um in der Lage zu sein, die mit dem Teleskop aufgenommenen Fotografien selbst zu entwickeln. Dieses wurde 2010 wieder ausgebaut, da durch die Weiterentwicklung der Fototechnik und den Einsatz von CCD-Kameras die analoge Belichtung nicht mehr benötigt wurde.