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Abteilung für Politische Theorie und Empirische Demokratieforschung (SOWI II)

Prof. Dr. André Bächtiger
Mitarbeiter-/innen

Adresse:
Breitscheidstr. 2, 4.OG
70174 Stuttgart
Lageplan

Sekretariat:
Mechthildis Scharnagel

Tel.: (0711) 685-83431
Fax: (0711) 685-83432








Willkommen bei der Abteilung
Politische Theorie und Empirische Demokratieforschung!

Wir beschäftigen uns mit der Transformation und der Architektur von Demokratien im 21. Jahrhundert. Im Zentrum stehen Deliberation (vernünftiger Dialog), Bürger-Partizipation und Repräsentation. Wir untersuchen dialogische Bürgerbeteiligungsverfahren, direkte Demokratie und repräsentative Arenen (wie Parlamente) im Hinblick auf die Qualität der argumentativen Auseinandersetzung, die Demokratiezufriedenheit und die generellen Demokratiewirkungen. Wir erforschen, was sich Bürgerinnen und Bürger von Demokratie und Beteiligungsverfahren wünschen und wie dialogische Verfahren ausgestaltet sein müssen, damit die Beteiligten besseres Wissen generieren und intelligente Entscheidungen treffen. Hierfür werden computergestützte inhaltsanalytische Methoden sowie Labor- und Survey-Experimente verwendet. Neben dem Schwerpunkt Deliberation, Partizipation und Repräsentation fokussieren wir auf Moralpolitik, die Transformation der europäischen Parteiensysteme und Demokratisierung in nicht-westlichen Ländern (insbesondere Afrika und Asien).

Die Abteilung ist international stark vernetzt, u.a. mit der University of Canberra (Australien), der Åbo Akademi und der University of Turku (Finnland), der University of British Columbia (Vancouver, Kanada) und der Harvard University.

Aktuelles

  • 28. Januar 2019: Prof. Sigrid Roßteutscher (Universität Frankfurt), spricht und diskutiert zum Thema:Party system polarization and individual perceptions of party differences: Two divergent effects on turnout
    Alle sind herzlich eingeladen!
    Montag, 28.1.2019, 17:30 - 19:00 Uhr, Breitscheidstraße 2, 3.OG, Raum 2.31


  • Januar 2019: Out now: Mapping and Measuring Deliberation (mit John Parkinson)
    In diesem Buch geht es um eine Neu-Konzeptualisierung deliberativer Demokratie, wobei Deliberation als kontingent (d.h. abhängig von Zielen und Kontexten), performativ und distributiv verstanden wird. Damit öffnet sich ein neuer Blick auf deliberative Qualität und die Rolle von Deliberation in demokratischen Systemen.
    "Quick peek" mit John Parkinson: https://www.facebook.com/DelDemUCan/videos/1817229171707796/



  • 17. Januar 2019: Prof. Dr. Armin Schäfer (Westfälische Wilhelms-Universität Münster), spricht und diskutiert zum Thema: Im Namen des Volkes? Deskriptive Repräsentation und ungleiche Responsivität
    Alle sind herzlich eingeladen!
    Donnerstag, 17.1.2019, 14:00, Breitscheidstraße 2, 3.OG, Raum 2.31


  • 17. Dezember 2018: Prof. Thomas Meyer (Institut für Staatswissenschaft, Universität Wien), spricht und diskutiert zum Thema: Qualitative portfolio allocation in European multiparty governments
    Alle sind herzlich eingeladen!
    Montag, 17.12.2018, 17:30 –19:00 Uhr, Breitscheidstraße 2, 3.OG, Raum 2.31


  • 3. Dezember 2018: Ine Goovaerts (Centrum voor politicologie, KU Leuven), spricht und diskutiert zum Thema: Politicians´ Use of Uncivil and Simplified Communication: Decreasing Political Trust, Increasing Persuasive Power?
    Alle sind herzlich eingeladen!
    Montag, 3.12.2018, 17:30 –19:00 Uhr, Breitscheidstraße 2, 3.OG, Raum 2.31


  • 6. November 2018: Dr. Eléonore Fournier-Tombs (McGill University), spricht und diskutiert zum Thema: Computational discourse quality analysis: using machine learning to understand online political deliberations
    Alle sind herzlich eingeladen!
    Dienstag, 6.11.2018, 10:30 - 12:00 Uhr, Breitscheidstraße 2, 4. OG, Raum 4.06


  • Forschungskolloquium WS 2018/19:
    "Ausgewählte Probleme der vergleichenden Demokratieforschung".
    Montag, 17.30-19.00 Uhr, Breitscheidstraße 2, M 2.31 Programm


    Zum Start des Wintersemesters begrüßen wir Dr. Isabelle Guinaudeau. Die Forschungsbeauftragte des CNRS (Centre national de la recherche scientifique) kommt auf Einladung des IZKT (Internationales Zentrum für Kultur- und Technikforschung) und der Abteilungen SOWI I und II und bietet in diesem Wintersemester die unten stehenden Lehrveranstaltungen an. Frau Guinaudeau kennt Stuttgart gut: Neben Bordeaux, Florenz und Grenoble gehörte auch die Landeshauptstadt zu ihren akademischen Stationen. In ihrer Forschung gibt sie auf öffentlich kontrovers diskutierte Fragen wissenschaftlich fundierte Antworten: Ist die EU demokratisch? Halten Politiker ihre Versprechen? Reagieren Parteien auf die Wünsche ihrer Wähler? Die Gastprofessur im WS 2018/2019 wird von der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung gefördert.

    Vorlesung: Zeitgenössische Politische Theorie: Demokratie in der EU (C@MPUS-Nr. 242182070), Dienstag, 9:45 – 11:15 Uhr, M 2.02 (Breitscheidstraße 2 A)
    Seminar: Zeitgenössische Veränderungen der Parteien. Deutschland und Frankreich in vergleichender Perspektive (C@MPUS-Nr. 242181160), Dienstag, 8:00 – 9:30 Uhr, M 2.11 (Breitscheidstraße 2 B)
    Seminar: Wie entstehen „Probleme“ und politische Handlungsprioritäten ? Policy Agenda-Setting und Framing (C@MPUS-Nr. 242181170), Mittwoch, 11:30 – 13:00, M 11.91 (K I, Keplerstraße 11)

    Dr. Heidenreich vom IZKT hat mit Dr. Guinaudeau gesprochen. Hier geht's zum Interview



    Das Oxford Handbook of Deliberative Democracy (Herausgeber: André Bächtiger, John Dryzek, Jane Mansbridge und Mark Warren) ist vor kurzem erschienen! Es bietet einen umfassenden Überblick zu deliberativer Demokratie, ihrer Geschichte, ihren Schnittstellen zu philosophischen und sozialwissenschaftliche Forschungsfeldern und ihren praktischen Anwendungen weltweit (inklusive eines Interviews mit Jürgen Habermas).

    Für weitere «launching events»
    in Australien: https://twitter.com/deldemucan?lang=de
    "Happy smiles" an der DVPW in Frankfurt (Mark Warren, André Bächtiger und Jenny Mansbridge)








Wir gratulieren unserem Masterstudierenden Jan Anye Velimsky für seinen Artikel zu Migrationsursachen in Afrika in der Zeitschrift für Politikwissenschaft!.


Aktuelle Veröffentlichungen

André Bächtiger and John Parkinson (2019). Mapping and Measuring Deliberation. Towards a New Deliberative Quality. Oxford: Oxford University Press.

Achim Hildebrandt, Eva-Maria Trüdinger and Dominik Wyss (2018). The Missing Link? Modernization, Tolerance, and Legislation on Homosexuality. Forthcoming Political Research Quartely.

Jan Anye Velimsky (2018). Migrationsursachen in Afrika. Eine Analyse von Push-Faktoren im Zeitraum von 2000 bis 2015. Zeitschrift für Politikwissenschaft 28(2): 173-202.

Marlène Gerber, André Bächtiger, Susumu Shikano, Simon Reber and Samuel Rohr (2018). Deliberative Abilities and Influence in a Transnational Deliberative Poll (EuroPolis). British Journal of Political Science 48(4): 1093-1118.

André Bächtiger, John S. Dryzek, Jane Mansbridge, and Mark E. Warren (2018). The Oxford Handbook of Deliberative Democracy. Oxford: Oxford University Press.



Best Paper Prize für unsere Masterstudierenden

    Die Masterstudierenden des Studiengangs "Empirische Politik- und Sozialforschung", Rosa Seitz und Fabio Votta, erhielten den Naomi C. Turner Preis auf der 71. WAPOR Konferenz. Dieser Preis wird jährlich für das beste Papier verliehen, das von Studierenden auf der jährlichen Konferenz der World Association for Public Opinion Research (WAPOR) präsentiert wird. Die Konferenz fand am 27. und 30. Juni 2018 in Marrakesch, Marokko, statt. Fabio und Rosa präsentierten ihren Vortrag mit dem Titel "Deliberation Across the World - A Cross-National Examination of the Link Between Deliberation and Regime Legitimacy" in der Sitzung "Comparative Survey Analysis Using WVS Data: Social Challenges and Global Value Shifts".
    Wir gratulieren ganz herzlich!


3. Juli 2018: Deliberating about the Key Role of Deliberative Democracy in 21st Century Politics



In a follow-up session to the workshop “The Future of Deliberative Democracy”, a group of deliberative democrats (Jane Mansbridge, John Dryzek, Simone Chambers, Hélène Landemore, Maija Setälä, Simon Niemeyer, Andrea Fellicetti and André Bächtiger) joined forces with framing and democracy scholars (Rune Slothuus and Sofie Marien) to deliberate about post-truth politics, populism, citizen competence and deliberative democracy. The goal is to develop a major statement why deliberative democracy can be both a diagnostic tool and a cure for democracy´s contemporary challenges.



2. Juli 2018: Workshop "The Future of Deliberative Democracy - A Dialogue with Jürgen Habermas"



Jürgen Habermas and Jane Mansbridge in conversation

A unique and fascinating workshop at the University of Stuttgart brought Jürgen Habermas in dialogue with leading deliberative democrats and framing scholars, including Jane Mansbridge, John Dryzek, Simone Chambers, Hélène Landemore, Maija Setälä and Rune Slothuus. Organized by André Bächtiger in collaboration with the IZKT (Internationales Zentrum für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart), the workshop aimed at clarifying longstanding conceptual issues while at the same time sketching future avenues for deliberative practice and research. The workshop was organized in connection with the forthcoming Oxford Handbook of Deliberative Democracy (eds. André Bächtiger, John Dryzek, Jane Mansbridge and Mark Warren).

Conceptual issues
A first part of the workshop was dedicated to conceptual issues. Habermas partly contested a minimal (and pluralistic) conception of deliberative democracy, defining deliberation as “mutual communication that involves weighing and reflecting on preferences, values and interests regarding matters of common concern.” (Introduction to the Handbook). According to Habermas, such a minimal definition may be “too liberal” and “individualistic”, underestimating the importance of an inclusive and intersubjectively-shared argumentative process, where participants develop consensual and binding norms together. Such an inclusive and intersubjectively-shared process, so Habermas, is essential to produce legitimacy and social integration in modern societies where a commonly shared religious or moral frame is absent.

Epistemic dimensions of deliberative democracy
A second part of the workshop focused on the epistemic dimensions of deliberative democracy. In a fascinating exchange between Jürgen Habermas and Hélène Landemore, two visions of epistemic deliberation emerged: a fully proceduralist vision of epistemic advancement, on the one hand, where participants develop epistemically better answers in the deliberative process in a “co-creative” process (Habermas); and a more procedure-independent vision of epistemic advancement, on the other hand, where “truth” is given externally and is “discovered” by the participants in the deliberative process (Landemore).

Deliberation and Framing
A final part of the workshop explored the links between deliberation and one of its main contenders in the analysis of political communication, ´framing´. While many define “framing” as the selective emphasis of political reality by strategic elite actors, deliberation is usually seen as bottom-up and authentic communicative process. Rune Slothuus argued that framing can entail normative dimensions as well: competing frames by responsible political elites can help citizens to make reasonable political choices. There was agreement that there is no “neutral” communication or deliberation: every communication is “framed”, i.e. emphasizes some aspects of reality and ignores others. Hence future research should engage in bridge-building activities between framing and deliberation.

The workshop ended with an emotional appeal by Jürgen Habermas to understand “the force of the better argument” as a key element to make democracies viable in the 21st century.

Zum deutschsprachigen Bericht auf "Uni-Aktuell"



3. Juli 2018: Prof. Dr. John Dryzek (Universityof Canberra), spricht und diskutiert zum Thema: A Deliberative Response to the Crisis of democracy
Alle sind herzlich eingeladen!
Dienstag, 3.7.2018, 12:00 - 13:00 Uhr, Breitscheidstraße 2a, (Hörsaalprovisorium), Raum M 2.00



21. Juni 2018: Prof. Dr. Hanspeter Kriesi (European University Institute, Italy), spricht und diskutiert zum Thema: Is there a crisis of democracy?
Alle sind herzlich eingeladen!
Donnerstag, 21.6.2018, 14:00 - 15:30 Uhr, Breitscheidstraße 2a, (Hörsaalprovisorium), Raum M 2.00



18. Juni 2018: Prof. Dr. Sofie Marien (University of Leuven and Amsterdam), spricht und diskutiert zum Thema: How to Make Losers Not Lose It. A Case for Citizen Involvement in Political Decision-Making Processes
Alle sind herzlich eingeladen!
Montag, 18.6.2018, 17:30 - 19:00 Uhr, Breitscheidstraße 2, 3. Stock, Raum M 2.31



5. Juni 2018: Meeting zum ARC-Projekt
„A Meta-study of Democratic Deliberation: Advancing Theory and Practice“



In diesem Projekt (zusammen mit Simon Niemeyer, John Dryzek, Nicole Curato (University of Canberra), Marina Lindell (Abo Akademi) und Mark Warren (University of British Columbia)) sollen demokratische Innnovationen weltweit auf ihre policy-relevanten und demokratischen Leistungen hin untersucht werden. Im Stuttgarter Meeting mit Simon Niemeyer und Marina Lindell haben wir Fragen der Standardisierung von Evaluations-Tools diskutiert.




Forschungsprojekt Demokratiepräferenzen von Bürgerinnen und Bürgern

Eine Forschungskooperation der Universitäten Stuttgart und Zürich misst die Demokratievorstellungen und -wünsche von Bürgerinnen und Bürger und zeigt auf, ob und wie sich die Wünsche durch eine Teilnahme an einer Online-Diskussion verändern. Mehr Infos

Dominik Wyss, André Bächtiger, Karsten Beismann, Saskia Geyer, Rebecca Litauer und Simon Roth