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Die Stuttgarter Organisations- und Innovationssoziologie erforscht die organisationalen und institutionellen Veränderungsprozesse, die mit der Entwicklung und Diffusion technologischer Innovationen einhergehen. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf den Verschränkungen zwischen technischem und sozialem Wandel sowie den damit verbundenen Transformationsverläufen und Restrukturierungsprozessen in verschiedenen Wirtschaftssektoren und anderen gesellschaftlichen Teilbereichen.

Die Abteilung für Organisations- und Innovationssoziologie hat im Herbst 2009 ihre Arbeit aufgenommen und beschäftigt sich in theoretisch-konzeptionellen Arbeiten wie in empirischen Fallstudien mit den sozioökonomischen, organisationalen und institutionellen Veränderungsprozessen, die in Wirtschaftssektoren, regionalen Clustern oder gesellschaftlichen Teilbereichen durch technologische Innovationen angestoßen werden und wiederum auf den technischen Wandel zurückwirken. Im Zentrum der Forschung stehen die Einflussfaktoren, Abläufe sowie Dynamiken soziotechnischer Wandlungsprozesse und dabei insbesondere

  • die Such-, Selektions- und Neujustierungsvorgänge sowie die allmähliche Erneuerung der Strukturen und institutionellen Gefüge der beobachteten soziotechnischen Felder;
  • die mit neuen soziotechnischen Möglichkeiten einhergehenden Veränderungen der eingespielten Akteurkonstellationen, Macht- und Einflussbeziehungen, Konkurrenz- und Kooperationsmuster sowie die schrittweise Herausbildung neuer Märkte bzw. gesellschaftlicher Ordnungsstrukturen;
  • die mikropolitischen Restrukturierungsprozesse und Adaptionsschwierigkeiten etablierter Akteure, die mit neuen und mitunter quer zu ihren bisherigen Organisations- und Interaktionsmustern liegenden technologischen Möglichkeiten konfrontiert werden;
  • sowie die Spielräume und Konstitutionsbedingungen für neue kollektive und korporative Akteure an den Rändern der analysierten soziotechnischen Felder, die sich in vielen Fällen als wesentliche Treiber von Innovationsprozessen charakterisieren lassen.

Die Forschung der Abteilung ist problemorientiert und folgt einer empirisch begründeten Theoriebildung. Die empirische Basis bilden in der Regel kausal rekonstruierende Fallstudien, auf deren Grundlage theoretisch-konzeptionelle Verdichtungen erfolgen und verallgemeinerbare Muster und Mechanismen soziotechnischen Wandels identifiziert werden. Vier thematische Schwerpunkte stehen im Fokus der Stuttgarter Organisations- und Innovationssoziologie:

  • die Entwicklung einer Theorie sozioökonomischen und institutionellen Wandels durch Technik;
  • Analysen zum Wandel von Mediensektoren durch Internet und Mobile Devices;
  • Untersuchungen zur soziotechnischen Transformation des Energiesektors;
  • sowie theoretisch-konzeptionelle und empirische Arbeiten zur Entstehung und zum Einfluss neuer sozialer Akteure in Technisierungs- und Innovationsprozessen, die sich im weiten Feld zwischen Organisationen und Individuen verorten lassen.