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Städtebau-Institut
Universität Stuttgart
Lehrstuhl Städtebau und Entwerfen




Lehrstuhl Städtebau und Entwerfen
Prof. Dr. Helmut Bott




Sekretariat Raum 8.37

Keplerstr. 11
70174 Stuttgart

Tel. ++49 - (0)711-6858-3360
Fax ++49 - (0)711-6858-3225


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Lehrstuhlprofil

Der Lehrstuhl Städtebau und Entwerfen arbeitet an den Schnittstellen zur Architektur einerseits und zu den ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen des Städtebaus andererseits.

Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind die Methoden des städtebaulichen Entwerfens und Darstellens unter Berücksichtigung und Integration komplexer Randbedingungen und Vorgaben:
- funktionale, technische, ökologische Anforderungen;
- sozio-ökonomische und politische Bedingungen;
- die kulturhistorische Fundierung städtebaulicher Systeme, sowohl in ihrer physischen und sozialen Realität als auch in ihrer Wahrnehmung und Beurteilung durch die Menschen;
- die Bedingungen menschlicher Wahrnehmung und Orientierung als Grundlage für die Stadtgestaltung.

Dabei wird Städtebau nicht primär als Gestaltungsakt gesehen, sondern als iterativer Prozeß der Integration äußerst vielfältiger, auseinanderstrebender Interessen und Anforderungen - die sich zudem in ständiger Veränderung befinden. Ästhetische Prinzipien und Gestaltungskonzepte dienen der Strukturierung dieser komplexen Prozesse. Stadtgestalt ist das Resultat, die "Allokation" dieser Prozesse. Städtebauliches Entwerfen ist die Kunst, Strukturen zu finden, die individuellen Spielraum belassen und dennoch langfristige, nachhaltige Ordnungssysteme aufbauen. Da städtebauliche Entwürfe stets sehr viele Menschen betreffen und stets eine Vielzahl von Fachdisziplinen involvieren, ist die Visualisierung der Entwürfe, die sinnlich wahrnehmbare Darstellung der Implikationen eines Entwurfs, seit langem ein Schwerpunkt des Fachgebietes.

Die "Simulation" städtebaulicher Entwürfe in Form von Modellaufnahmen und Filmen, die "virtuelle" Darstellung der Entwürfe im Computer werden im Medien-Labor labor8 des Lehrstuhls ständig weiterentwickelt. Die lernende und forschende Arbeit in den beiden Labors bewirkt ein umfassendes Verständnis der technischen und ästhetsichen Implikationen des städtebaulichen Entwurfs.


Medienlabor labor8
Dipl.-Ing. Sigrid Busch, Dipl.-Ing. Rainer Goutrié

Die Arbeit des Medienlabors bewegt sich an der Schnittstelle von analogen und digitalen Prozessketten in der städtebaulichen Planung.

Rechnerpool
Das Labor verfügt über einen Pool von leistungsfähigen Rechnern (Windows XP +2000 und MAcOS10) zur Bearbeitung von Projekten in Prozessketten. Die Intensive Verknüpfung mit analogen Arbeitsmethoden soll die Bandbreite von Anwendungen in Forschung und Lehre und damit den Planungshorizont im Sinne einer Medienkompetenz stärken.

Analoge Simulation
Im Arbeitsgebiet Modellsimulation und Medientechnik ist der Einsatz der Analogen Simulation von Architektur- und Städtebaumodellen nach wie vor eine wichtige Hilfe bei planerischen Entscheidungsprozessen. Im Medienlabor des Städtebau-Instituts werden neben Einzelbildsimulationen und Videos auch 3D-Simulationen von Architektur- und Städtebaumodellen mittels Endoskopie- und Fingerkamera erstellt.

Digitale Simulation
Die Schwerpunkte der digitalen Arbeit des Labors umfassen:
- Räumliches Entwerfen und Planen in der Stadt mit 3D-CAD-Systemen und Visualisierungswerkzeugen.
- Transparente und interaktive Planungsprozesse im Internet.
- Stadt und Kommunikation
- Mobilitätskonzepte und neue Medien

Videoschnitt
Das Labor verfügt über semi-professionelle Videoschnittsysteme sowie Videoschnitt-Rechner für den Consumer-Bereich. Das Medium Video soll neben anderen Darstellungsmethoden die Visualisierung von Prozessen und Abläufen, aber auch des räumlich-athmosphärischen Charakters von Stadt genutzt werden.