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Aktuelles EPG-Angebot

EPG I-Veranstaltungen

Die regulären  EPG-I-Veranstaltungen mit dem Titel „Grundkurs Ethik“ finden im WiSe 2018/19 sowohl als wöchentlich stattfindenden Kurs, sowie in Form von zwei Blockseminaren Mitte/Ende Februar statt. Sie müssen nur eine der drei Veranstaltungen besuchen um das EPG-I-Modul zu absolvieren. 

Wöchentliche Veranstaltung während des WiSe 2018/19:

Andreas Luckner 
Grundkurs Ethik A 
Zeit: Mi 09:45 - 11:15 Uhr, Achtung: Beginn erst am 24. 10. !
Raum: M 11.42


Blockveranstaltungen:

Michael Weingarten
Grundkurs Ethik B 
Block: 11. 02. - 14. 02. 2019; Mo. 14:00-17:15 Uhr, Di. u. Mi. 9:45-17:15 Uhr, Do. 9:45-13:00
Raum: N.N. (Klausur: 21. 02. 2019, 14:00 - 15:30, Raum N. N.)

Sebastian Ostritsch 
Grundkurs Ethik C 
Block: 18. 02. - 21. 02. 2019; Mo. 14:00-17:15 Uhr, Di. u. Mi. 9:45-17:15 Uhr, Do. 9:45-13:00
Raum: N. N. (Klausur: 28. 02. 2019; 14:00-15:30 Uhr, Raum N. N. )

  

EPG II-Veranstaltungen

Im Wintersemester 2018/19  werden insgesamt 13 EPG II-Seminare angeboten. Einige der Veranstaltungen sind zulassungsbeschränkt, bitte berücksichtigen Sie die evtl. jeweils bei den Seminaren angegebenen Erläuterungen zu Anmeldung etc. Die Veranstaltungen beginnen, sofern nicht anders angegeben, in der ersten Woche der Vorlesungszeit ab dem 15. 10. 2018. Zumeist finden die Veranstaltungen auf dem Campus Stadtmitte statt (Keplerstr. 11 bzw. 17), einige davon aber auch im Institut für Philosophie. (Kommentare folgen demnächst!)

 

Hauke Behrendt
Supererogatorisches Handeln
Zeit: Mittwoch 15:45 - 17:15
Raum: M 36.31
Achtung: Zulassungsbeschränkungen für EPG-Studierende!
Bitte zuerst unter luckner(at)philo.uni-stuttgart.de anmelden!

Mit dem Begriff der Supererogation wird in der Moralphilosophie die Klasse derjenigen Handlungen bezeichnet, mit denen jemand mehr leistet, als es seine moralische Pflicht verlangt. Supererogatorisches Handeln ist moralisch besonders lobenswert, wenngleich es nicht tadelnswert wäre, es zu unterlassen. Das klassische Beispiel für solche heldenhaften Taten findet sich im biblischen Gleichnis vom barmherzigen Samariter, der sich verpflichtet, für alle Pflegekosten eines Überfallopfers aufzukommen (Lukas 10: 30–35). In der Moralphilosophie ist allerdings umstritten, ob es supererogatorisches Handeln überhaupt geben kann. Sowohl Kantianer als auch Utilitaristen binden den moralischen Wert einer Handlung klassischerweise sehr eng an die Pflicht, weshalb es neben den Kategorien des Gebotenen und des Erlaubten keinen Platz für Handlungen zu geben scheint, die zugleich freiwillig und besonders wertvoll sind. Im Seminar wollen wir uns verschiedene Versuche ansehen, wie man die Struktur supererogatorischer Handlungen bestimmen kann und in welchem Verhältnis sie zum moralisch Gebotenen und Erlaubten stehen.

  

Hauke Behrendt
Glanz und Elend der Digitalisierung
Zeit: Dienstag 15:45 - 17:15
Raum: M 17.12
Achtung: Zulassungsbeschränkungen für EPG-Studierende!
Bitte zuerst unter luckner(at)philo.uni-stuttgart.de anmelden!

In der englischsprachigen Literatur ist seit wenigen Jahren eine Debatte darum entbrannt, wie Blockchain, Künstliche Intelligenz und die Vernetzung der Welt dabei helfen können, demokratische Werte zu stärken und die Freiheit des Einzelnen zu verbessern. Die Hoffnung lautet: Digitale Technologien bieten innovative Lösungen für die Herausforderungen der Welt von morgen. Sie sind ein Schlüssel, um den Menschen aus der Abhängigkeit von übermächtigen Institutionen und marktbeherrschenden Monopolisten zu befreien. Doch Technologie kann ebenfalls als Herrschaftsinstrument missbraucht werden. Die emanzipatorischen Hoffnungen, die sich noch in den frühen 90er Jahren mit dem Internet verbanden, wurden größtenteils enttäuscht. Im Gegenteil: Regierungen und Großkonzerne haben sich den Cyberspace angeeignet und für ihre Zwecke zunutze gemacht. Im Seminar wollen wir daher in Form einiger Schlaglichter die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Implikationen der Digitalisierung beleuchten und dabei sowohl ihr emanzipatorisches Potenzial wie ihre möglichen Schattenseiten betrachten.

  

Tim Henning
Christine Korsgaard, The Sources of Normativity 
Zeit: Dienstag 17:30 - 19:00
Raum: M 36.31 (Institut für Philosophie, Seidenstr. 36, 3. OG)
Achtung: Zulassungsbeschränkungen für EPG-Studierende!
Bitte zuerst unter luckner(at)philo.uni-stuttgart.de anmelden!

Was verleiht moralischen Forderungen eigentlich ihre eigentümliche Autorität? Zumeist befolgen wir moralische Vorschriften ohne lange nachzudenken. Und wenn wir im Zweifel sind, genügt oft schon ein Blick auf unser Eigeninteresse, um uns zu überzeugen, dass wir gut daran tun, fair, hilfsbereit und ehrlich zu unseren Mitmenschen zu sein. Die bedeutende Gegenwartsphilosophin C. Korsgaard beobachtet aber, dass die Ansprüche der Moral weiter reichen: Der Tag mag kommen, an dem das, was die Moral von uns verlangt, unerträglich schwierig ist. Hier stellt sich die Frage, was die Moral zu solchen Ansprüchen berechtigt. Und sie ist durch Hinweise auf das Eigeninteresse so wenig zu beantworten wie durch einen simplen moralischen Realismus, dem zufolge es nun einmal „einfach so ist.“ In diesem Seminar lesen wir Korsgaards einflussreiches Buch The Sources of Normativity, das eine Antwort auf diese Frage versucht. In einer erhellenden Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Positionen der Ethik und Metaethik entwickelt sie eine Kantianische Position, der zufolge die Forderungen der Moral etwas sind, das unsere Natur als handelnde und entscheidende Wesen unausweichlich macht.

 

Sabine Metzger
Concepts of Nature from Antiquity to Biomimicry
Zeit: Mittwoch 11:30 - 13:00
Raum: M 17.22

Since Heraclitus‘ famous aphorism “Nature likes to reveal herself”, the conception of nature has undergone profound changes: from the powerful and dynamic physis of Greek philosophy to the vulnerable ecosystem, from playful and unpredictable lascivia to a mechanistic view of nature, from natura artifex to something ready to be dominated, from the Sublime wilderness to the “ second nature” of contemporary technology. The various concepts of nature – such as the Stoics’ “ artistic fire”, natura parens or “Mother Nature, nature as a living organism or nature as a hieroglyphic – problematize at the same time the porous boundaries of nature and culture, between nature and art, between the non-human and the human, and between nature and technology. This course will focus on seminal texts from Antiquity, the Middle Ages, the Renaissance, the Enlightenment, Romanticism, 20th century ecology and eco-criticism. Required Texts: Texts will be made available on ILIAS. Types of Degree/Modules: Voraussetzung ist die erfolgreiche Teilnahme an der Introduction to Literary Studies und EPG I.

  

!!Neu im Programm!!:  

Michael Nerurkar
Klassiker der Politischen Philosophie
Zeit: Montag 14:00 - 15:30
Raum: M 11.82
Achtung: Zulassungsbeschränkungen für EPG-Studierende!
Bitte zuerst unter luckner(at)philo.uni-stuttgart.de anmelden

Die Politische Philosophie ist ein äußerst wichtiges, im Unterschied zu anderen Disziplinen der Philosophie aber zugleich überschaubares Feld. In der Lehrveranstaltung wird auf dem Wege einer Lektüre von Texten der Klassiker des Fachs ein Überblick über die Grundfragen und Hauptströmungen der Politischen Philosophie erarbeitet.

  

Annette Ohme-Reinicke
Populismus per Internet, eine Herausforderung für die Bildung?
Zeit: Donnerstag 9:45 - 11:15
Raum: M 17.15

Hate-Speach, Lügenpresse oder Fake-News – diese Schlagworte fallen zurzeit häufig, um den öffentlichen Diskurs in den neuen Medien zu bezeichnen. Die Öffentlichkeit, so eine Befürchtung, werde durch die neuen Medien gespalten, desinformiert und manipuliert. Insbesondere das Internet bietet sich für populistische Mobilisierungen und Manipulationsversuche an. Doch die sozialen Netzwerke ermöglichen auch, dass sich etwa zivilgesellschaftliche Akteure, die pluralistisch orientiert sind, Gehör verschaffen.
Das Seminar beschäftigt sich mit den Fragen, welche Diskursformen wie unterschieden werden können, wie populistische Mobilisierungen funktionieren und welche ethischen Herausforderungen sowie Handlungsoptionen sich daraus für den Lehrerberuf ergeben können. 
Die Literatur wird zu Beginn des Seminars bekanntgegeben.

  

Sebastian Ostritsch
Karl Marx – Ökonomisch-Philosophische Manuskripte
Zeit: Donnerstag 14:00 - 15:30
Raum: M 36.31 (Institut für Philosophie, Seidenstr. 36, 3. OG)
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Anmeldung über Campus oder via E-Mail an sebastian.ostritsch(at)philo.uni-stuttgart.de

Wer sich philosophisch mit Fragen der Gerechtigkeit, insbesondere in wirtschaftlichen Zusammenhängen, dem Verhältnis von Gesellschaft und Individuum oder Hegels Rechtsphilosophie beschäftigt, der bekommt es früher oder später mit Karl Marx zu tun. Der im akademisch-philosophischen wie auch im außerakademischen Diskurs zunehmend beliebte Verweis auf Marx geht aber leider oft genug nicht mit einem substantiellen Wissen um dessen philosophische Thesen und Argumente einher. Bei vielen, die sich auf Marx berufen, drängt sich vielmehr der Eindruck auf, dass nur heiße Luft in Form von Floskeln wie der Rede von kapitalistischer „ Ausbeutung“ und „Entfremdung“, die im Kommunismus irgendwie überwunden werden sollen, produziert wird. Grund genug, um in diesem Seminar anhand einer genauen Lektüre der frühen Ökonomisch-Philosophischen Manuskripte (1844) herauszufinden, was philosophisch mit Marx eigentlich zu holen ist. Für die Teilnahme am Seminar ist die Anschaffung folgender Studienausgabe unerlässlich: Karl Marx: Ökonomisch-Philosophische Manuskripte. Kommentar von Michael Quante, 2. Aufl., Berlin: Suhrkamp, 2015.

  

Sebastian Ostritsch
Friedrich Schiller – Über die ästhetische Erziehung des Menschen
Zeit: Donnerstag 11:30 - 13:00
Raum: M 36.31 (Institut für Philosophie, Seidenstr. 36, 3. OG)
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Anmeldung über Campus oder via E-Mail an sebastian.ostritsch(at)philo.uni-stuttgart.de

Friedrich Schillers Über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795) zählt zu den Klassikern der Ästhetik und der Kunstphilosophie. Eine Besonderheit von Schillers Untersuchung liegt darin, dass sie zugleich anthropologischer, pädagogischer und politischer Natur ist. Denn das zentrale Thema des Textes ist nicht das Schöne und die Kunst tour court, sondern das Schöne und die Kunst im Hinblick auf ihren Beitrag zur Verwirklichung und Vervollkommnung menschlicher Freiheit. Schillers These diesbezüglich lautet, dass der Mensch nur durch das Schöne und die Kunst zu individueller und politischer Freiheit gelangen könne. Im diesem Lektüreseminar wollen wir uns Schillers vielschichtigen Text durch aufmerksame Lektüre und gemeinsame Diskussion erschließen. Zur Anschaffung wird die Reclam-Ausgabe empfohlen.

  

Ulrike Ramming
Bildung und soziale Ungleichheit
Zeit: Montag 14:00 - 15:30
Raum: M 36.31 (Institut für Philosophie, Seidenstr. 36, 3. OG)

Mehrere internationale Studien belegen, dass in Deutschland die Entscheidung für ein Universitätsstudium immer noch sehr stark von der sozialen Zugehörigkeit abhängt – so ist der Anteil von Kindern aus Arbeiterfamilien an den Universitäten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Entwicklungen, die in den 1960er und 1970er Jahren angestoßen worden waren und die eine akademische Ausbildung auch jungen Menschen aus nicht-akademischen sozialen Milieus ermöglichen sollten, werden damit wieder rückgängig gemacht. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu hat bereits in den 1980er Jahren den Zusammenhang zwischen dem Zugang zu Bildung und sozialer Macht erforscht; seine Ergebnisse traten wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit durch die Schriften Didier Eribons, der in Rückkehr nach Reims und Gesellschaft als Urteil sehr genau auf die sozialen und kulturellen Bedingungen des sozialen Aufstiegs durch Bildung reflektiert.
Literatur: Eribon, Didier: Rückkehr nach Reims. Berlin 2016. Eribon, Didier: Gesellschaft als Urteil. Berlin 2017. Bourdieu, Pierre: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt/M. 1987. Bourdieu, Pierre: Ökonomisches Kapital - Kulturelles Kapital - Soziales Kapital. In: Ders.: Die verborgenen Mechanismen der Macht. Schriften zu Politik und Kultur Bd. 1, Hamburg 2015, S. 48-79.

 


Jakob Steinbrenner

Kunst und Moral
Zeit: Mittwoch 17:30 - 19:00
Raum: M 36.31 (Institut für Philosophie, Seidenstr. 36, 3. OG)
Achtung: Zulassungsbeschränkungen für EPG-Studierende!
Bitte zuerst unter luckner(at)philo.uni-stuttgart.de anmelden!

Können Kunstwerke und speziell Werke der bildenden Kunst moralische Positionen darstellen? Muss zudem Kunstinterpretation immer einen moralischen Standpunkt vertreten? Inwiefern ist es Theorien erlaubt, sich Kunstwerke anzueignen? Ist so etwas wie eine abendländische Kunsttheorie heutzutage überhaupt noch vertretbar? Mit diesen und vielen Fragen mehr wollen wir uns im Seminar beschäftigen. Hierzu werden wir aktuelle kunsttheoretische Texte lesen. Eine genauere Literaturliste wird am Anfang des Semesters vorliegen.

 


Thomas Wägenbaur

Contingencies of Value
Zeit: Do 14:00 – 15:30
Raum: M 17.13

This seminar will examine relevant exchanges between Anglophone literature and philosophical ethics. We will follow both a historic and systematic order by dealing first with the relation between religion and literature as well as the relation between moral philosophy and literature. We will then explore various cultural practices such as censorship and canonization and their influence on literature - and vice versa. At length we will discuss the so-called „Ethical Turn“ in literary theory since the last two decades (Gender Theory, Postcolonialism, Ecocriticism).
 

 

Michael Weingarten
Geschichte der Religionskritik
Zeit: Di 11.30 - 13:00
Raum: M 17.25

Das Seminar soll einen historischen Überblick über Formen der Religionskritik vermitteln. Beginnend mit der „Betrugstheorie“ und dem theologisch-politischen Traktat von Spinoza soll dann zwei Schwerpunkte gesetzt werden: Erstens die Religionskritik im französischen Aufklärungsmaterialismus; zweitens dann die Religionskritik Ludwig Feuerbachs und deren Wirkung im Linkshegelianismus. Zum Ende des Seminars soll dann in Auszügen Ernst Blochs Buch „Atheismus im Christentum“ besprochen werden.
Die Literatur wird zu Beginn des Seminars angegeben   

 


Michael Weingarten

Das Problem Rousseaus: Wie wird jemand zum Bürger?
Zeit: Blockseminar, 25. bis 27. 02. 2019, jeweils 10:00 – 17:00
Raum: M 36.31 (Institut für Philosophie, Seidenstr. 36, 3. OG)
Vorbesprechung Di 6. 11. 2018, 15:00 im Institut für Philosophie (Büro Weingarten)

Aus aktuellem Anlass fordert die gegenwärtige Bildungsministerin mehr Erziehung zur Demokratie. Wie aber soll eine solche Erziehung aussehen? Ist jemand, der zur Demokratie erzogen wurde, wirklich demokratischer Überzeugung? Oder ist er nicht einfach nur so erzogen worden? Reproduziert sich nicht die von Adorno formulierte Unmöglichkeit einer Erziehung zur Mündigkeit? Letztendlich können all diese Dilemmata und Aporien zurückgeführt werden auf Jean-Jacques Rousseau, der – weil es den Citoyen nicht natürlicherweise gibt – sich zeit seines Lebens damit beschäftigte, wie Menschen zu Bürgern werden können. In intensiver Text-Arbeit sollen die Überlegungen Rousseaus erarbeitet und kritisch diskutiert werden. Literaturangaben dann in der Vorbesprechung.