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Aktuelles EPG-Angebot

EPG I-Veranstaltungen

Die regulären EPG-I-Veranstaltungen mit dem Titel „Grundkurs Ethik“ finden immer im WiSe als mehrere parallele Blockveranstaltungen Ende Februar statt. Im Sommersemester gibt es keine regulären EPG-I-Veranstaltungen mehr. In dringenden Fällen (Examen im Herbst etc.) wenden Sie sich bitte an den EPG -Koordinator Andreas Luckner, luckner(at)philo.uni-stuttgart.de.

   

EPG II-Veranstaltungen

Im EPG II-Bereich werden im Sommersemester 2018 insgesamt 9 EPG II-Seminare angeboten.
Die Veranstaltungen beginnen in der ersten Woche der Vorlesungszeit

 

Hauke Behrendt
Reading Rawls‘ „Justice as Fairness – Restatement“
Dienstag, 17.30 - 19.00
M 36.31 (Institut für Philosophie, Seidenstr. 36)

Achtung: Zulassungsbeschränkung für EPG-Studierende!!
Anmeldung bitte unter luckner(at)philo.uni-stuttgart.de

Rawls’ late work „Justice as Fairness – A Restatement“ of 2001, which he himself could only finish with the cooperation of his scholars because of his terminal illness, is the result of nearly 30 years of constant dispute with and revision of his major work „A Theory of Justice“ (1971). Prior to publi- cation, many versions circulated in typescript and much of the material was delivered in lectures by Rawls himself as he taught courses at Harvard University. In his last book, Rawls is responding to criticism as well as adding further thought to his earlier work. In short, he defends a view of political liberalism that he calls „justice as fairness“, in which he attempts to solve the problem of distributive justice (the socially just distribution of goods in a society) by utilizing a variant of the familiar thought experiment of the social contract. In this course, we will read and discuss Rawls’ Book in the original English version.
The course will be taught in English.


Sabine Metzger
Critical Animal Studies
Wednesday 14.00 – 15.30
M 17.14
Critical Animal Studies (CAS) is a relatively new interdisciplinary approach within the humanities that inquires into the status of non-human animals within literary and cultural discourses. Critical Animal Studies examine discourses of animality, the construction of the human and the inhuman, and its impact on questions of ethics and politics, such as the interconnectedness of speciesism, racism and sexism. But Critical Animal Studies address also the troubled boundary between the human and the animal – a boundary that has become porous with Darwinism’s and Freudianism’s assumption that man is an animal too. This course will examine the question of the animal from Antiquity to the present. We will focus on seminal texts by Jacques Derrida, Donna Harraway, Giorgio Agamben and Cary Wolfe, and on the representation of non-human animals in literature. Course requirements are regular attendance, active participation, an oral presentation and a term paper. Required Texts: Texts will be made available on ILIAS.


Annette Ohme-Reinicke
Bildung und Widerstand
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr
M 17.16
Emma González, die seit kurzem weltbekannte 17-jährige Schülerin der Stoneman Douglas High School in Florida, bedankte sich bei ihrem Lehrer: Ohne seinen Unterricht hätte sie ihre Rede nie schreiben können, fast der gesamte Text sei aufgrund von Notizen aus dem Unterricht entstanden. Die Philosophin Susan Neiman forderte vor kurzem einen „Widerstand der Vernunft“ und der Historiker Timothy Snyder erteilte gerade „Zwanzig Lektionen für den Widerstand“. Der Pädagoge Fritz Reheis formuliert kürzlich Konturen eines didaktischen Konzepts, das er mit „Kompetenz zum Widerstand“ überschreibt.
Das Seminar geht insbesondere den Fragen nach, welcher Widerstandsbegriff hier jeweils zugrunde gelegt wird. Wie verhält sich dies zu den historischen Erfahrungen? Und: Wie wird Widerstand im schulischen Kontext reflektiert?


Sebastian Ostritsch
Ethik der Computerspiele
Donnerstag, 14.00 - 15.30 Uhr
M 17.23
Computerspiele sind bezüglich Verbreitung, Produktionskosten und Umsatz auf dem besten Weg, Film und Fernsehen als führende Unterhaltungsmedien abzulösen. Zudem haben Ästhetik und Erzähltheorie Computerspiele inzwischen als ernstzunehmenden Untersuchungsgegenstand anerkannt. Gleiches gilt auch von der philosophischen Ethik, die längst über die billige Skandalisierung der „ Killerspiele“ -Debatten hinaus ist. Um eben jene philosophische Ethik der Computerspiele soll es in diesem Seminar gehen. Verhandelt werden insbesondere das Problem des Amoralismus („Was, wenn überhaupt etwas, kann an einem bloßen Spiel unmoralisch sein?“) und die Frage nach der Konsistenz unserer moralischen Intuitionen bezüglich virtueller Spielehandlungen (Mord und Totschlag in Spielen gehört zur Gaming-Routine, sexuelle Gewalt in Spielen ist hingegen weitestgehend tabu – warum eigentlich?).
Die Bereitschaft, englische Texte zu lesen und Computerspiele zur Seminarvorbereitung selbst zu spielen, wird vorausgesetzt.


Sebastian Ostritsch
J. G. Fichte: „Grundlage des Naturrechts (1796)“
Donnerstag, 11.30 - 13.00 Uhr
M 36.31 (Institut für Philosophie, Seidenstr. 36)

Achtung: Zulassungsbeschränkung für EPG-Studierende!!
Anmeldung bitte unter luckner(at)philo.uni-stuttgart.de

Fichtes Schrift über die „Grundlage des Naturrechts nach Principien der Wissenschaftslehre“ be- schäftigt sich zum einen mit der Herleitung und Begründung des Rechtsbegriffs und zum anderen, darauf aufbauend, mit der Ausarbeitung einer umfassenden Rechtslehre, die sowohl Staats- als auch Zivil-, Straf-, Familien- und Völkerrecht behandelt.
Insbesondere der erste Teil, der sich mit der begrifflichen Grundlegung von „Recht“ beschäftigt, ist philosophiehistorisch gesehen höchst innovativ und bis heute einflussreich: Endliche Subjektivität, so Fichte, kann es nicht geben ohne Intersubjektivität; Intersubjektivität aber wiederum ist instabil ohne die Institution des Rechts. Es sind vor allem die von Fichte zur Beschreibung des Intersubjektivitätsverhältnisses gebrauchten Begriffe „Anerkennung“ und „ Aufforderung zur Selbsttätigkeit“, die bis heute in der philosophischen Diskussion (von Dietrich Benners Erziehungstheorie bis Axel Honneths Anerkennungslehre) nachhallen.
Durch genaue Lektüre und gemeinsame Diskussion (vor allem des ersten Teils) wollen wir uns diesen bedeutenden und wirkmächtigen Text des deutschen Idealismus erschließen und zudem auch immer wieder einen Blick auf gegenwärtige Debatten und Position werfen, die er beeinflusst hat.
Empfohlene Werkausgabe zur Anschaffung: Fichte, Johann Gottlieb: Grundlage des Naturrechts nach Principien der Wissenschaftslehre (1976), in: Fichtes Werke, Bd. III, hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Berlin: de Gruyter, 1971.
Empfohlene Einführungsliteratur: Merle, Jean-Christophe (Hrsg.): Johann Gottlieb Fichte: „ Grundlage des Naturrechts“, Berlin: Akademie Verlag, 2001. 


Michael Weingarten
Das Prinzip Verantwortung
Dienstag, 11.30 - 13.00 Uhr
M 11.42
Das 1970 erschienene Buch von Hans Jonas „Das Prinzip Verantwortung“ machte in der zu dieser Zeit beginnenden medizin- und bioethischen Debatte Furore. So kontrovers dieses Buch auch diskutiert wurde und bis heute diskutiert wird, so blieben doch die Bezüge auf Ernst Blochs Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ weitgehend ausgeklammert wie auch die theologischen Grundlagen, von denen aus Jonas sein Konzept entwickelte. Diesen beiden Aspekten soll im Seminar nachgegangen werden, ergänzt durch einen Ausblick auf Hannah Arendts Verständnis von Verantwortung.


Michael Weingarten
Dialektisches Philosophieren
Freitag, 11.30 - 13.00 Uhr
M 17.16
Im Seminar soll ein problemorientierter Grundriss dialektischen Philosophierens erarbeitet und diskutiert werden. Zu Beginn wird zunächst ausführlich behandelt, inwiefern dialektisches Philosophieren mit der Nicht-Philosophie anfängt und anfangen muss. Dann werden ausgewählte Positionen dialektischen Philosophierens, beginnend mit Parmenides, unter diesem Aspekt der Anfangs-Problematik behandelt und auf die Konsequenzen für die jeweilige Systematik befragt.


Michael Weingarten
Ist es heute pervers, heterosexuell zu sein? Zu den neuen Geschlechterkämpfen
Blockveranstaltung in der vorlesungsfreien Zeit,
Zeit und Raum werden noch (hier) bekanntgegeben.
Vorbesprechung: Dienstag, 08. 05., 13 - 14 h im Raum M11.42  
Entgegen eigener Absichten scheinen die neuesten geschlechterpolitischen Debatten in Grabenkriegen zu versinken und zu neuen Ab- und Ausgrenzungen zu führen – daher die polemische Frage als Titel des Seminars. Nach einer Einführung in diese Geschlechterkämpfe sollen – immer im Blick auf zentrale andere politische und soziale Kämpfe der Gegenwart – Positionen aus dem von Patsy l’Amour LaLove herausgegebenen Band „Beißreflexe – Kritik an queerem Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten“ diskutiert werden.


Thomas Wägenbaur
“Contingencies of Value”
Wednesday 14.00 – 15.30
M 11.01 (11th floor)
This seminar will examine relevant exchanges between Anglophone literature and philosophical ethics. We will follow both a historic and systematic order by dealing first with the relation between religion and literature as well as the relation between moral philosophy and literature. We will then explore various cultural practices such as censorship and canonization and their influence on literature – and vice versa. At length we will discuss the so-called “Ethical Turn” in literary theory since the last two decades (Gender Theory, Postcolonialism, Ecocriticism).
Required Texts: complete list on syllabus in ILIAS