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Aktuelles EPG-Angebot

EPG I-Veranstaltungen

Im Sommersemester 2017 wird es zwar keinen wöchentlichen Grundkurs Ethik, sehr wohl aber die Möglichkeit geben, das EPG-I-Modul zu absolvieren. In begründeten Ausnahmefällen (formloser Antrag per mail an luckner(at)philo.uni-stuttgart.de) können Lehramtsstudierende an der Veranstaltung „ Einführung in die praktische Philosophie“ (Dozent Andreas Luckner, Mittwochs 08:00 - 09:30, Raum M 11.42) teilnehmen und damit die Erfordernisse des EPG I abdecken.

Die regulären EPG-I-Veranstaltungen mit dem Titel „Grundkurs Ethik“ finden dann wieder im WiSe als Blockveranstaltungen im Februar 2018 (sowie als wöchentlicher Kurs in der Vorlesungszeit des WiSe 2017/18) statt.

EPG II-Veranstaltungen

Im EPG II-Bereich werden im Sommersemester 2017 insgesamt 14 EPG II-Seminare angeboten:

Renate Breuninger
Philosophische Texte zum Tod in der Moderne
Zeit: Mittwoch 15:45 -17:15 h, Beginn 26. April 2017
Raum: M 17.91  

!! Achtung: Zulassungsbeschränkung für EPG-Studierende.
Anmeldungen bitte unter luckner(at)philo.uni-stuttgart.de !!

In jüngster Zeit wird mehr und mehr über die Art und Weise, wie wir sterben möchten, über aktive und passive Sterbehilfe, über Lebensverlängerung und Apparatemedizin, diskutiert. Ist damit auch schon das, was der Tod ist, ins Zentrum der Überlegung gerückt?
Im Mittelpunkt des Seminars sollen die philosophischen Erörterungen der Todesproblematik stehen, wie sie in den Werken der großen Philosophen des 20. Jahrhunderts (Martin Heid­egger, Jean-Paul Sartre, Karl Jaspers, Hannah Arendt, Jacques Derrida, Walter Schulz) vorgestellt werden.
Zu Beginn des Semesters wurde ich die Texte in einem Reader zusammenstellen und auch unter „ Downloads“ bereitstellen. Einen Überblick bietet Hans Ebeling (Hrsg.), Der Tod in der Moderne, Berlin 2003.

   

Tim Henning
Demokratie
Zeit: Dienstag 14:00 - 15:30 h
Raum: M 11.32

!! Achtung: Zulassungsbeschränkung für EPG-Studierende.
Anmeldungen bitte unter luckner(at)philo.uni-stuttgart.de !!
 

Die Mehrheit in einer Gruppe kann falsch liegen. Man stelle sich vor, ein Staat wie die Bundesrepublik ließe das Volk über Fragen der Todesstrafe, des Schutzes und der Rechte bestimmter Minderheiten etc. durch mehrheitliche Abstimmung direkt entscheiden. Es ist nicht schwer, vorherzusagen, dass das Resultat oftmals törichte oder unmoralische Entscheidungen wären. Genau deshalb sehen demokratische Staaten oft von dieser direkten Form der demokratischen Beteiligung ab, und erlegen demokratischen Entscheidungen verfassungsmäßige Schranken und Kontrollen durch Verfassungsgerichte auf. Aber wenn wir der Mehrheit mitunter misstrauen sollten, wirft das die Frage auf, warum wir sie überhaupt entscheiden lassen. Was spricht eigentlich für Demokratie, und wie weit darf sie gehen? Wir diskutieren in diesem Seminar Fragen der Rechtfertigung der Demokratie, aber auch formale Probleme der Demokratietheorie sowie konkrete ethische Probleme, etwa in der Ethik des Wählens. Wir lesen Texte von Rousseau, Downs, Riker, Estlund, Landemore, Elster, Habermas, Christiano, Kolodny, J. Brennan u.a. Die Texte werden über ILIAS verfügbar gemacht.

 

Wulf Loh
Privatsphäre und Öffentlichkeit
Zeit: Mittwoch 15:45 – 17:15 h
Raum: M 36.31

!! Achtung: Zulassungsbeschränkung für EPG-Studierende.
Anmeldungen bitte unter luckner(at)philo.uni-stuttgart.de !!

Zentraler Fokus dieses Seminars soll die seit der Antike getroffene Unterscheidung zwischen „ Privat“ und „Öffentlich“ sein. Dabei werden ebenso die Unterschiede beider Begriffe als getrennte Lebensbereiche thematisiert, als auch ihre Verflechtung und gegenseitige Durchdringung. Immer wieder aufkommende Regressionsanalysen, etwa einer Expansion des öffentlichen Bereichs in die Privatsphäre hinein (Arendt), oder umgekehrt der zunehmenden Privatisierung des öffentlichen Raums (Habermas), sollen im Seminar untersucht und auf heutige Herausforderungen im Zuge der Digitalisierung übertragen werden: Können neue Formen von Partizipation wie „liquid democracy“ oder „e-government“ wirklich Öffentlichkeit herstellen und so deren Aufgaben (besser) erfüllen? Lässt sich angesichts der Ubiquität persönlicher Daten und dem zunehmend ungezwungenen/nachlässigen Umgang mit den eigenen personenbezogenen Daten die Idee von Privatheit überhaupt noch aufrechterhalten? Welche wichtigen Funktionen der Privatsphäre gehen möglicherweise in einer Post-Privacy-Gesellschaft verloren? 
Literatur zur Einführung: Aristoteles: Politik, Buch I-VII, Arendt, Hannah: Vita Activa; Brin, David: The Transparent Society; Floridi, Luciano: Die 4. Revolution; Habermas, Jürgen: Strukturwandel der Öffentlichkeit; Rössler, Beate: Der Wert des Privaten.

 

Andreas Luckner
Ethik und Pädagogik
Zeit: Mittwoch 09.45 – 11:15 h
Raum: M 11.42  

Lehrer und Lehrerinnen haben in ihrem Beruf nicht nur einen Bildungs-, sondern auch einen Erziehungsauftrag zu erfüllen. Womit sind sie dabei aber eigentlich und überhaupt beauftragt? Was soll bzw. muss ein Lehrer tun, was darf er nicht tun, um seinen Erziehungsauftrag zu erfüllen? Wodurch ist erzieherische Autorität überhaupt legitimiert? In welchem Verhältnis steht die erzieherische Autorität zur (prospektiven und als Erziehungsziel angestrebten) Autonomie der Heranwachsenden? Wie frei bzw. autoritär darf/kann/soll/muss dabei die Pädagogik sein? Dies alles sind berufsethische Fragen für angehende Lehrer und Lehrerinnen. Anhand klassischer philosophisch-pädagogischer Konzepte (Rousseau, Kant, Pestalozzi, Herbart, Schleiermacher, Dilthey, Dewey, Buber) soll in diesem Seminar in die Thematik eingeführt werden. Historisch ist die Pädagogik ohnehin aufs engste mit der Ethik verbunden, ja, manche, wie etwa Friedrich Daniel Schleiermacher sprachen von der Pädagogik gar als einem Teil der Ethik. In einem zweiten Teil des Seminars werden Fragen des Verhältnisses von gesellschaftlicher Emanzipation und Pädagogik behandelt werden. Auch alternative Schulkonzeptionen sollen in diesem Zusammenhang zur Diskussion kommen (Waldorf, Montessori, Summerhill, Sudbury, etc.).
Literatur: Textgrundlage des Seminars ist der Reader Pädagogik und Ethik, hrsg. v. K. Beutler u. D. Horster im Reclam Verlag Stuttgart (1996). Weitere Texte werden auf ILIAS bereitgestellt.

 

Sabine Metzger
From Puritanism to Post Modernism and Beyond
Zeit: Mittwoch 14:00 ­- 15:30 h
Raum: M 17.14 

Philosophical, ethical, and religious concepts and theories have always influenced literature and culture – the presence of Puritanism in the works of Defoe, Hawthorne, and Faulkner being only one example of this impact, that of pragmatism in Gertrude Stein’s writings another.
This course will examine the interactions between philosophical, ethical, and religious concepts and theories from the sixteenth century to the present and focus on key concepts as well as on issues like censorship and aesthetic and literary value.
Required Texts: Texts will be made available on ILIAS.  

 

Annette Ohme-Reinicke
Was heißt hier „Leistung“?
Zeit: Mittwoch, 09:45 -11:15
Raum: M 17.73

Insbesondere seit dem „Pisa-Schock“ ist die Diskussion um Leistung neu entfacht. Das Seminar geht der Frage nach, welche Vorstellungen von Leistung aktuell vertreten und wie sie begründet werden. Es fragt, wie Leistung überhaupt gemessen werden kann und in welchem Verhältnis Leistungsmessung und Leistungsdruck zueinander stehen. Ferner sollen prominente Kritiken am Leistungsbegriff besprochen und es soll ermittelt werden, in welchem Spannungsverhältnis sich Lehrerinnen und Lehrer angesichts aktueller Forderungen nach Leistungssteigerung bewegen.
Grundlegende Literatur wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben.

 

Sebastian Ostritsch
Friedrich Nietzsche: Zur Genealogie der Moral
Zeit: Donnerstag, 09:45 - 11:15
Raum: M 11.62 

Friedrich Nietzsches Zur Genealogie der Moral (1887) gehört zu seinen bekanntesten Schriften und ist in der Öffentlichkeit vor allem durch die Schlagworte „Sklaven-“ und „Herrenmoral“ bekannt. Im Zentrum des Werkes steht der Versuch, die Idee der Moralität durch die Offenlegung ihrer Entstehungslogik einer radikalen Kritik zu unterziehen.
Durch die gemeinsame Lektüre des Textes wollen wir in diesem Seminar der Frage nachgehen, was die Umstände sind, aus denen so etwas wie Moral allererst erwächst und was sich aus einer solchen Spurensuche der nicht-moralischen Anfänge der Moral in Bezug auf die von der Moral beanspruchte Geltung schließen lässt.
Die Bereitschaft, sich hartnäckig der Lektüre eines schwierigen Texts zu widmen, wird vorausgesetzt.
Bitte besorgen Sie sich bis zur ersten Sitzung einen Text, der der Kritischen Gesamt- bzw. Studienausgabe (Bd. 5) entspricht. Kostengünstig tut dies etwa die Reclam-Ausgabe.
Voranmeldung über Ilias oder alternativ per Mail an: sebastian.ostritsch@philo.uni-stuttgart.de  

 

Sebastian Ostritsch
Gerechte Kriege? Michael Walzers „Just and Unjust Wars“
Zeit: Donnerstag, 11:30 - 13:00 h
Raum: M 17.81

Können Kriege überhaupt gerecht sein? Und wenn ja, welche Bedingungen müssen dafür erfüllt sein? Welche konkreten historischen Kriege können als gerecht gelten, und welche nicht? Dies sind die zentralen ethischen Fragen des Seminars, die wir anhand einer sorgfältigen Lektüre und Diskussion von Michael Walzers modernem Klassiker Just and Unjust Wars (1977) diskutieren wollen.
Die Bereitschaft, englische Texte zu lesen, wird vorausgesetzt.
Bitte besorgen Sie sich folgende Ausgabe bis zur ersten Sitzung:
Michael Walzer: Just and Unjust Wars, 5. Aufl., New York: Basic Books, 2015. (Falls Sie eine der früheren Auflagen bei Basic Books besitzen, können Sie auch diese verwenden.)
Voranmeldung über Ilias oder alternativ per Mail an: sebastian.ostritsch@philo.uni-stuttgart.de

 

Sebastian Ostritsch
Ethik der Computerspiele
Zeit: Block vom 31. 7. bis 3. 8. 2017, Mo 14:00-17:30,
        Di u. Mi 09:45-17:30, Do 09:45-13:00
Raum: N.N.

Computerspiele sind auf dem besten Weg, Film und Fernsehen als führende Unterhaltungsmedien abzulösen, und zwar nicht nur bezüglich Verbreitung, Produktionskosten und Umsatz, sondern auch im Hinblick auf die erzählerische und ästhetische Qualität.
Insbesondere angesichts von gewalthaltigen Games stellt sich die Frage nach der ethischen Bewertung von Computerspielen. Können Computerspiele als bloße Spiele überhaupt moralisch bewertet werden? Und wenn ja, was genau ist an (bestimmten) Computerspielen moralisch problematisch? Diesen und ähnlichen Grundsatzfragen widmet sich das Seminar.
Die Bereitschaft, englische Texte zu lesen und Computerspiele zur Seminarvorbereitung zu spielen, wird vorausgesetzt.
Voranmeldung über Ilias oder alternativ per Mail an: sebastian.ostritsch@philo.uni-stuttgart.de

 

Jakob Steinbrenner
Michael Tomasello: Eine Naturgeschichte der menschlichen Moral
Zeit: Donnerstag, 14:00 - 15:30 h
Raum: M 17.23 

!! Achtung: Zulassungsbeschränkung für EPG-Studierende.
Anmeldungen bitte unter luckner(at)philo.uni-stuttgart.de !

Im Seminar wollen wir gemeinsam Michael Tomasellos neuestes Buch zur Naturgeschichte der menschlichen Moral lesen. In seinem Werk entwickelt er eine evolutionstheoretische Theorie dazu, wie die menschliche Moral entstanden ist und welche kognitiven Leistungen dazu nötig waren. Ausgangspunkt für Tomasellos Überlegungen ist seine Auffassung darüber, wie die Evolution des menschlichen Soziallebens sich entwickelt hat.
Literatur: Michael Tomasello (2016), Eine Naturgeschichte der menschlichen Moral. Frankfurt: Suhrkamp

  

Thomas Wägenbaur
Contingencies of Value
Zeit: Mittwoch, 14:00 ­- 15:30 h
Raum: M 11.01 (11. Stock) 

This seminar will examine relevant exchanges between Anglophone literature and philosophical ethics. We will follow both a historic and systematic order by dealing first with the relation between religion and literature as well as the relation between moral philosophy and literature. We will then explore various cultural practices such as censorship and canonization and their influence on literature—and vice versa. At length we will discuss the so-called “Ethical Turn” in literary theory since the last two decades (Gender Theory, Postcolonialism, Ecocriticism).
Required Texts: complete list on the syllabus on ILIAS

 

Michael Weingarten
Von der Pädagogik der Befreiung zum Theater der Unterdrückten
Zeit: Dienstag, 11:30 -13:00 h
Raum: M 11.42 

Im Mittelpunkt des Seminars steht die Theater-Konzeption Augusto Boals. Diese soll insbesondere daraufhin befragt werden, ob und wenn ja wie sie im schulischen Zusammenhang Verwendung finden kann. In einem ersten Schritt aber muss die Pädagogik der Befreiung von Paolo Freire behandelt werden, da Boal immer wieder an diese anknüpft und sie weiterentwickelt.
Die Literatur wird zu Beginn des Seminars bekanntgegeben

 

Michael Weingarten
Angst
Zeit: N.N.
Raum: N.N.  

Gerade im schulischen Zusammenhang treten Ängste in vielfältiger Weise auf: Schulangst, Versagensängste, Angst vor Klassenarbeiten, aber auch Ängste vor LehrerInnen und SchülerInnen. Im Blockseminar soll zunächst das Thema Angst in grundsätzlicher Hinsicht thematisiert werden; zum einen als ein Affekt, zum anderen in der Unterscheidung von Angst und Furcht. Die so erarbeiteten Grundlagen einer Affekt-Kultur sollen dann umgesetzt werden bezüglich des Umgangs mit Schul- Ängsten.
Termin für die Vorbesprechung: Dienstag, 11. 4., 14 Uhr – 14.30 in meinem Büro (3.043, Institut für Philosophie, Seidenstr. 36)

 

Michael Weingarten
Adoleszenz
Zeit: N.N.
Raum: N.N.

Auch wenn viele Pädagogen wie etwa Dieter Lenzen mit guten Gründen davon ausgehen, dass Entwicklungsumbrüche in der Individualentwicklung nicht mehr so gravierend sind wie in früheren Jahrzehnten, sich eher eingeschliffen haben als gleitende Übergänge, stellt die Phase der Adoleszenz immer noch eine Herausforderung im schulischen Zusammenhang dar. Ob und inwiefern literarische Thematisierungen der Adoleszenz eine Möglichkeit darstellen, mit den SchülerInnen zusammen diese Entwicklungsphase zu bearbeiten, soll im Seminar schwerpunktmäßig bearbeitet werden.
Termin für die Vorbesprechung: Dienstag, 11. 4., 14.30 – 15.00 in meinem Büro (3. 043, Institut für Philosophie, Seidenstr. 36)