Forschung

Wechselspiel Instrumentenbau-Experimentierpraxis-Theoriebildung

Sind Experimente theorienbeladen? In welchem Sinn haben sie ein Eigenleben? Welche Bedeutung hat die Entwicklung und Verbesserung neuer Instrumente? Wie bilden sich Experimentalsysteme und -kulturen heraus und welche Faktoren bestimmen ihre weitere Entwicklung? Dies sind einige der Leitfragen, denen sich Klaus Hentschel seit 1992 widmet. In einer Kombination detaillierter wissenschaftshistorischer Fallstudien mit obigen wissenschaftstheoretischen und -soziologischen Fragestellungen bemüht er sich um eine auch für die Nachbarfelder der Wissenschafts- & Technik-Geschichte anschlußfähige, tiefenscharfe Analyse der Wissenschaftspraxis und ihres Zusammenspiels mit technisch-instrumentellen Komponenten.

 

Für eine detaillierte Analyse anhand von Fallstudien aus der Spektroskopie, Metrologie und Astrophysik des ausgehenden 19. und 20. Jh.s siehe Klaus Hentschel: Zum Zusammenspiel von Instrument, Experiment und Theorie: Rotverschiebung im Sonnenspektrum und verwandte spektrale Verschiebungseffekte von 1880 bis 1960, Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 1998 (2 Bände, überarbeitete Fassung der Habilitationsschrift, 1995) sowie die Zusammenfassung einiger Ergebnisse in Ders.: The interplay of instrumentation, experiment and theory: Patterns emerging from case studies on solar redshift 1890-1960, Philosophy of Science 64 (1998), S. 53-64.

 

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