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21. Februar 2017; Malte Lars Heckelen

Eine Veranstaltung des Stuttgart Research Center for Text Studies

Organisation: Gabriel Viehhauser (Universität Stuttgart), Simon Meier (TU Berlin)

 

Wann: 7. April 2017 (14:00 Uhr - 18:00 Uhr) und 8. April 2017 (09:00 Uhr - 16:00 Uhr)

Wo: Hörsaal 17.74 (Keplerstraße 17, KII)

Teilnahme: Kostenlos, Anmeldung bis 1. April an Kerstin Dorner

In neuen Forschungsarbeiten zu digitalen Medien und digitalem Medienwandel hat der diskursanalytisch konturierte Begriff der Rekontextualisierung einen erstaunlichen Aufschwung erfahren. Rekontextualisierung als „process of transferring given elements to new contexts“ soll einen entscheidenden Wesenszug gerade digitaler Medien erfassen, nämlich die Möglichkeit, vorfindliche Elemente digital zu transformieren und durch Wiederholung, serielle Reihung und Vernetzung neuen Sinn zu generieren. Digitale Phänomene wie Metakommentierungen mit Hashtags liefern hierfür anschauliche Bespiele.

Im Bereich der Digital Humanities machen sich Forschende eben diese sinnstiftenden Prozesse methodisch zunutze. In der digitalen Literaturwissenschaft wird darauf hingewiesen, dass digitale Transformationen von Texten gezielt Verfremdungseffekte in den Interpretationsakt einbringen. Damit können nicht nur alternative Lesarten provoziert werden, sondern letztlich die Grenzen zwischen Lesen und Schreiben zum Verschwinden gebracht werden.

Im Kolloquium sollen die Tragweite und die theoretischen wie empirischen Implikationen des Begriffs der Rekontextualisierung diskutiert und dieser auf seine Tauglichkeit als Schlüsselbegriff digitaler Forschung erprobt werden. Die bisher nur verstreut vorliegenden Forschungsarbeiten zu digitalen Rekontextualisierungen als Diskursphänomen sollen zusammengetragen und gemeinsam mit VertreterInnen der Digital Humanities, die digitale Rekontextualisierungen als wissenschaftliche Methode nutzen, diskutiert werden.

Programm (PDF)

Programm Rekontextualisierung 04_17