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Stabsstelle Qualitätsentwicklung

Die Stabsstelle Qualitätsentwicklung ist verantwortlich für den Aufbau eines umfassenden Qualitätsmanagementsystems (QMS) für die Bereiche Studium und Lehre, Forschung und unterstützende Dienstleistungen.

Der Tätigkeitsbereich erstreckt sich von der Beratung und Konzeptentwicklung bis hin zur Leitung und Umsetzung strategisch wichtiger Projekte der Universität im Bereich Qualitätsentwicklung. Die Stabsstelle betreut die Fakultäten bei der Anwendung des Stuttgarter Evaluationsmodells (SEM). Außerdem steuern und entwickelt sie das System weiter.

Der Arbeitsbereich Evaluation ergänzt die Leistungen durch die Befragung von zum Beispiel Studierenden und Exmatrikulierten und kann bei Bedarf hausinterne Evaluationen und Studien durchführen.

Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre

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Die Universität Stuttgart hat im Jahr 2009 mit dem Aufbau eines umfassenden Qualitätsmanagementsystems für Studium und Lehre begonnen. 2012 wurde das System, das Stuttgarter Evaluationsmodell, von der Schweizer Akkreditierungsagentur AAQ begutachtet und akkreditiert. Seitdem ersetzt die Systemakkreditierung die Akkreditierung einzelner Studiengänge. Damit war die Universität Stuttgart sowohl die erste Universität in Baden-Württemberg als auch die erste TU9-Universität, die erfolgreich eine Systemakkreditierung durchlaufen hatte.

Die Akkreditierung ist bis 31. März 2019 gültig. Die akkreditierten Studiengänge der Universität sind in der Datenbank des Akkreditierungsrats gelistet.

Schema des Stuttgarter Evaluationsmodells
Schema des Stuttgarter Evaluationsmodells

Das Stuttgarter Evaluationsmodell (SEM) umfasst drei Ebenen, die miteinander verzahnt sind und in denen unterschiedliche Qualitätsregelkreise umgesetzt werden. Die Modulevaluation bewertet auf der ersten Ebene neben der studentischen Zufriedenheit mit der Lehrgestaltung auch das Zusammenspiel von Lehrveranstaltungen innerhalb eines Moduls, den Lernerfolg sowie den Workload. Auf der zweiten Ebene wird  die Qualität des Studiengangs betrachtet. Das Gesamtangebot von Lehre und Studium einschließlich der unterstützenden Dienstleistungen (zum Beispiel Beratungsangebote, Service des Prüfungsamtes) liegt im Fokus der dritten Ebene.

In regelmäßigen Abständen werden die Befragungsinstrumente des Stuttgarter Evaluationsmodells überprüft und überarbeitet. Die jährliche Analyse der Befragungsergebnisse aus der Lehrveranstaltungs- und Modulbefragungen bestätigt die hohe Qualität des Befragungsinventars. Der aktuelle Bericht ist innerhalb des Universitätsnetzwerkes verfügbar.

Studieren - Evaluieren - Mitgestalten (Kurzbericht)

Die drei Ebenen des Stuttgarter Evaluationsmodells sind mit Befragungen hinterlegt, die zur Qualitätssicherung auf jeder Ebene beitragen. Die Befragungen der Studierenden zu Lehrveranstaltungen und Modulen ist wesentlich zur Qualitätssicherung auf der ersten Ebene. Zur Qualitätssicherung der Studiengänge und der übergeordneten Ebene von Studium und Lehre werden ebenfalls verschiedene Befragungen in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Hierzu zählen Studierendenbefragungen, Absolventenbefragungen und Befragungen zu Studienabbruch und Studienfachwechsel.

Der Studiengangsbericht enthält alle Beschreibungen, Dokumente, Daten und Bewertungen, die für die Überprüfung der Ziele notwendig sind.

In Teil A liegt der Fokus auf der „ex ante“ Beurteilung des Studiengangskonzepts und der curricularen Qualität des Studiengangs. Die hierfür zusammengestellten Konzeptbeschreibungen und Dokumente des Studiengangs (zum Beispiel Modulhandbuch, Prüfungsordnung, Zulassungsordnung) orientieren sich an den Anforderungen des Akkreditierungsrats.

In Teil B liegt der Fokus auf der Bewertung der Umsetzung des Studiengangs und der Beurteilung der Prozesse. Hierzu werden Kennzahlen und Indikatoren sowie Befragungsergebnisse herangezogen (zum Beispiel Studienverlaufsstatistiken, Absolventenquoten, studentische Lehrveranstaltungs- und Modulbewertungen, Studierenden- und Exmatrikuliertenbefragungen). Kommentarfelder in jedem Teilkapitel des Studiengangsberichts ermöglichen einzelne Dokumente oder Daten direkt zu analysieren und Anmerkungen festzuhalten.

Teil C des Berichts beinhaltet eine umfassende Stärken-Schwächen-Analyse und sieht die Ableitung von Weiterentwicklungsmaßnahmen vor.

Einleitung von Weiterentwicklungsmaßnahmen

Weiterentwicklungsmaßnahmen können im Anschluss an die Analysen im Studiengangsbericht in den Fakultäten eingeleitet werden. Damit können Optimierungsprozesse unmittelbar auf Ebene der Studiengänge stattfinden und alle an der Umsetzung beteiligten Akteure einbezogen werden. Die Schritte werden gegenüber dem Prorektorat für Lehre und Weiterbildung im Studiengangsbericht dokumentiert.

Aufgabe und Nutzen des Studiengangsberichts

Der Studiengangsbericht identifiziert und verdichtet Daten, die einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung von Studiengängen leisten. Er integriert alle relevanten, zentral hinterlegten Dokumente sowie alle bedeutsamen Ergebnisse aus Statistiken und Befragungen zum Studiengang.

Eingesetzt wird der Studiengangsbericht zur

  • Prüfung neu einzurichtender Studiengänge
  • internen Qualitätsentwicklung von Studiengängen
  • Dokumentation bei externen Begutachtungen eines Studiengangs im Rahmen von Studiengangsreviews

Informationen für Studiengangsverantwortliche

Neben dem Studiengangsbericht fließen in das Reviewverfahren zwei Begutachtungen ein: Zum einen bewertet eine externe Gutachterin oder eine externer Gutachter die fachlich-inhaltliche Qualität des Studiengangs (Fachgutachten). Zum anderen überprüft die Stabsstelle Qualitätsentwicklung die Anwendung des Stuttgarter Evaluationsmodells sowie formale Kriterien (formal-organisatorische Prüfung). Die Studiengangsverantwortlichen können das externe Fachgutachten bei Bedarf durch eine Stellungnahme ergänzen.

Die Reviewkommission

Eine letztendliche Beurteilung des Studiengangs erfolgt durch die Reviewkommission der Universität Stuttgart. Diese setzt sich wie folgt zusammen:

  • die Prorektorin oder der Prorektor für Lehre und Weiterbildung,
  • zwei Vertreter der Professorinnen oder Professoren,
  • ein Vertreter der wissenschaftlichen Mitarbeitenden und
  • ein Vertreter der verfassten Studierendenschaft.

Im Rahmen ihrer Sitzung holt die Reviewkommission das Feedback von Studierenden aus dem zu bewertenden Studiengang ein. Die Ergebnisse des Reviewverfahrens erhält der Studiengang in schriftlicher Form über das Prorektorat.

 Das Studiengangsreview

  • tritt an die Stelle externer Programmakkreditierungen
  • überprüft fachlich-inhaltliche Aspekte des Studiengangs (durch externes Gutachten)
  • überprüft die Verbindlichkeit des Stuttgarter Evaluationsmodells nach einheitlichen Kriterien (Beurteilung durch Stabsstelle QE)
  • dokumentiert die Qualitätsentwicklung der Studiengänge in geregelten Abständen intern und extern

Informationen für Studiengangsverantwortliche

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Marlene Scherfer

Kommissarische Leitung der Stabsstelle Qualitätsentwicklung