Szenischer Vortrag mit anschließender Diskussion
Wie gelingt es, über die Stimme Einheit oder Spannung oder auch beides zu erzeugen? Wie wird die Stimme zur Manipulation und zur Mobilisierung eingesetzt, zur Herstellung und Dekonstruktion von Zugehörigkeit und Differenz?
Diesen und weiteren Fragen werden wir in diesem szenischen Vortrag, in einer speziellen Kombination von Vortrag und Performance, anhand von Beispielen aus Shakespeares Werken – unter anderem Othello, Der Kaufmann von Venedig und Der Sturm, nachgehen. Dort werden Mechanismen der Spaltung und Konstruktionen des ‚Anderen‘ und des ‚Fremden‘ auf die Bühne gebracht und kritisch verhandelt, was die hohe Relevanz dieser Werke gerade in der heutigen Zeit unterstreicht, aber auch Fragen nach ihrer Reproduzierbarkeit aufwirft.
Referentin ist Prof. Sibylle Baumbach (Institut für Literaturwissenschaft, Universität Stuttgart) mit musikalischer Begleitung durch Niels Pfeffer an der Laute und szenischen Präsentationen durch Orlando Schenk (Sprecher, Akademie für gesprochenes Wort) und Marcel Zuber (Steinfußtheater der Universität Stuttgart).