Die vor mehr als vier Jahren begonnene russische Invasionin die Ukraine ging schon bald in einen Zermürbungskrieg über. Mit Raketen, Drohnen und Bomben versucht Russland seither die Grundlagen modernen Lebens zu zerstören, um so den Selbstbehauptungswillen der Ukraine zu brechen. Die fortgesetzte Wehrhaftigkeit der Ukraine beindruckt zwar, doch gibt es mittlerweile auf beiden Seiten unzählige Tote und Verletzte. Zugleich hat das brutale Kriegsgeschehen massive psychosoziale Folgen für Millionen Menschen und auch die Umweltzerstörungen sind immens.
Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus erlebt das transatlantische Bündnis eine Zerreißprobe. Zwischen den USA und Russland, die beide eine rücksichtslose imperiale Machtpolitik betreiben, droht das europäische Demokratie- und Friedensverständnis zermahlen zu werden. Der EU fehlt es an Geschlossenheit, der Aufstieg populistischer Parteien gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein Ende des Krieges ist nicht absehbar. Der Vortrag von Prof. Klaus Gestwa bietet eine Problemgeschichte der kriegerischen Gegenwart. Er thematisiert die oft übersehenen Kriegserfahrungen und beschreibt die neuen Bedrohungen, die sich aus dem aktuellen Epochenbruch ergeben.
Keine vorherige Anmeldung erforderlich.