Datum: 19. November 2015, Nr. 90

Uni-Rektor besucht Flüchtlinge in Notunterkunft auf dem Campus Vaihingen

Regierungspräsident dankt Universität Stuttgart für Unterstützung

Die Universität Stuttgart hat dem Land Baden-Württemberg auf dem Campus Vaihingen die Sporthalle Keltenschanze als Notunterkunft für Flüchtende zur Verfügung gestellt. Seit dem 8. November sind dort bis zu 150 Personen untergebracht. Die Familien mit Kindern, hauptsächlich aus Syrien und Afghanistan, werden durch das Regierungspräsidium Stuttgart betreut. Rektor Prof. Wolfram Ressel besuchte nun gemeinsam mit Regierungspräsident Johannes Schmalzl die Familien in der Notunterkunft.

 

Regierungspräsident Johannes Schmalzl bedankte sich bei der Universität Stuttgart für die dem Land angebotene humanitäre Hilfe und sagte: „Unser Ziel ist es, dass die Flüchtlinge nur einige Tage hier in der Notunterkunft bleiben müssen und dann möglichst rasch in einer Landeserstaufnahmestelle ihre Asylanträge stellen können.“ Es gehe um nichts Geringeres, als gemeinsam mit der Universität den Artikel 1 des Grundgesetzes umzusetzen. „Gemeinsame Richtschnur ist  auch in dieser Halle, dass die Würde des Menschen unantastbar ist“, so der Regierungspräsident.

Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, betonte, dass die Universität gerne die Sporthalle als Notunterkunft angeboten habe, die Universität stehe zu ihrer Verantwortung, und die Vertreter des Hochschulsports hätten diese Entscheidung bewusst und mit Überzeugung mitgetragen. Ressel zeigte sich beeindruckt von den organisatorischen Leistungen des Regierungspräsidiums für die Flüchtlinge und bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Helfern und der evangelischen Kirchengemeinde, die sich insbesondere bei der Betreuung der Kinder engagiert einsetzten.

Ein Vertreter der Firma Campanet, die im Auftrag des Regierungspräsidiums die Betreuung der Menschen übernommen hat, informierte in der Halle den Rektor über die gesundheitliche Versorgung, Verpflegung und Bekleidung. Prof. Ressel führte zahlreiche Einzelgespräche mit den Familien, die ihm ihre Sorgen vortrugen.

Weitere Informationen:
Dr. Hans-Herwig Geyer, Leiter Hochschulkommunikation und Pressesprecher, Universität Stuttgart, Tel.: 0711/685-82555, E-Mail: hans-herwig.geyer[at]hkom.uni-stuttgart.de