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Datum: 28. März 2011, Nr. 23

Stuttgarter Risikoforscher berät zum Thema Energieversorgung

Prof. Ortwin Renn in den Ethikrat berufen

Der Soziologe und Risikoforscher Prof. Ortwin Renn, Ordinarius für Umwelt- und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart, ist von Bundeskanzlerin Angela Merkel in die neu gegründete Ethikkommission für sichere Energienutzung berufen worden. Die Kommission setzt sich zusammen aus Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Wissenschaft. Aufgabe des Rates ist es, über die Zukunft der Atomenergie in Deutschland zu beraten, Risiken zu bewerten, einzuordnen und grundsätzliche Fragen zur Energieversorgung zu klären. Den Vorsitz der Kommission übernehmen Ex-Umweltminister Klaus Töpfer (CDU) und der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Matthias Kleiner. Die erste Sitzung wird am 4. April stattfinden.

Ortwin Renn verfügt über mehr als 30-jährige Erfahrung auf dem Feld der Risikoforschung, der Technikfolgenabschätzung sowie der Einbindung von Interessengruppen und der allgemeinen Öffentlichkeit bei der Lösung konfliktgeladener Themen. Er ist Mitglied nationaler und internationaler Akademien der Wissenschaft. Seit 2005 leitet er den Nachhaltigkeitsbeirat des Landes Baden-Württemberg. Ortwin Renn ist zudem Direktor des zur Universität gehörigen Interdisziplinären Forschungsschwerpunkts Risiko und Nachhaltige Technikentwicklung am Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung ZIRN. Neben seinem Engagement an der Universität Stuttgart gründete Renn das Forschungsinstitut DIALOGIK, eine gemeinnützige GmbH, deren Hauptanliegen in der Erforschung und Erprobung innovativer Kommunikations- und Partizipationsstrategien in Planungs- und Konfliktlösungsfragen liegt. Von 1998 bis 2003 leitete er die Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg.

Kontakt: Prof. Ortwin Renn, Institut für Sozialwissenschaften, Tel. 0711/685-83970, e-mail: ortwin.renn@sowi.uni-stuttgart.de.
 
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Prof. Ortwin Renn von der Universität Stuttgart wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel in die neu gegründete Ethikkommission berufen. Foto: Uni Stuttgart.