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Datum: 27. Juli 2010, Nr. 82

Stuttgarter Maschinenbauer hebt wieder ab

Weltmeisterschaft im Modellflugsport

Welcher kleine Junge hat nicht schon mal vom Fliegen geträumt? Guntmar Rüb verwirklichte sich seinen Kindheitstraum und hat es damit sogar bis zum Weltmeister im Modellflugsport in der Klasse F5B geschafft. Dieses Jahr tritt er als Titelverteidiger an: Vom 19. bis 25. August 2010 messen sich 38 Teilnehmer aus zwölf Ländern am Hauptquartier des amerikanischen Aeroclub in Muncie im Bundesstaat Indiana. Hauptberuflich prüft und entwickelt der Diplom-Ingenieur seit 1998 neue Kunststoffe am Institut für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart.

Medienvertreter können Guntmar Rüb bei den Vorbereitungen gerne über die Schulter schauen. Kontaktvermittlung über die Pressestelle der Universität Stuttgart, Tel. 0711/685-82297, e-mail: presse@uni-stuttgart.de

Rüb schwebt zwar nicht selbst in luftiger Höhe, dafür steuert er vom Boden aus ein etwa 1,5 Kilogramm schweres Segelflugzeug mit einem Elektromotor an Bord. Müsste der gebürtige Bietigheimer seine ganzen Erfolge auflisten, er könnte eine ganze DIN A4-Seite damit füllen. Im Jahr 2008 kam dann die bisherige Krönung: Bei der Weltmeisterschaft in Kiew (Ukraine) erflog er sich bei strömendem Regen und klirrender Kälte den Weltmeistertitel. Um das zu schaffen, braucht es eine kräftige Portion technisches Know-how – Wissen, das Rüb aus seinem Studium des Maschinenwesens an der Universität Stuttgart mitbringt.

Mit drei weiteren Teilnehmern aus Deutschland will Rüb bei der alle zwei Jahre stattfindenden Weltmeisterschaft seine gesamte Flugakrobatik wieder unter Beweis stellen. Drei hintereinander folgende Aufgaben müssen die Modellflugpiloten insgesamt meistern. Beim Streckenflug steuert der Pilot das Modellflugzeug mit Hilfe des Elektromotors auf geeignete Höhe, um es dann bei ausgeschaltetem Motor so oft wie möglich eine Strecke von 150 Metern fliegen zu lassen. Spitzenpiloten schaffen in den 200 Sekunden Streckenflugzeit bis zu 48 Strecken. Die Gleiter mit einer Flügelspannweite von knapp zwei Metern erreichen dabei Geschwindigkeiten von über 230 Stundenkilometern. Anschließend muss das Flugzeug genau zehn Minuten in der Luft segeln. Jede Sekunde, die der Motor eingeschaltet wird, bringt Punktabzug. Zum Schluss muss der Pilot sein Modell treffsicher innerhalb einer Zielscheibe mit drei Kreisen im Durchmesser von zehn, zwanzig und dreißig Metern landen.

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Guntmar Rüb mit seinem Modellflugzeug. (Foto: Privat)