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Datum: 17. November 2015, Nr. 88

Stiftungs-Juniorprofessur „Innovative Verstärkungsmethoden mit Befestigungen“

fischerwerke GmbH & Co. KG stiftet Juniorprofessur am Institut für Werkstoffe im Bauwesen (IWB) der Universität Stuttgart

Die fischerwerke GmbH & Co. KG in Waldachtal stellt der Universität Stuttgart für einen Zeitraum von sechs Jahren knapp 1,6 Mio. Euro für die Einrichtung einer Juniorprofessur „Innovative Verstärkungsmethoden mit Befestigungen“ einschließlich Ausstattung zur Verfügung. Die Stiftungs-Juniorprofessur ist als interdisziplinäre Professur geplant, um die Bereiche Werkstoffwissenschaften, Befestigungstechnik und Bauwerküberwachung zusammenzuführen. Sie wird in der Fakultät Bau- und Ingenieurwissenschaften am Institut für Werkstoffe im Bauwesen (IWB) angesiedelt. Weltweit besteht zurzeit keine weitere Professur mit vergleichbarer Ausrichtung.

Anlässlich der Vertragsunterzeichnung im Rektorat der Universität Stuttgart am 16. November 2015 sagte Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel: „Die Stiftungs-Juniorprofessur verschafft uns die Möglichkeit, unsere weltweit führenden Forschungen auf dem Gebiet der Befestigungstechnik weiter auszubauen. Die fischerwerke als ein Weltmarktführer im Bereich der Befestigungstechnik ist für uns dabei ein idealer Partner. Wir danken Herrn Professor Klaus Fischer für sein großzügiges Engagement und seine Jahrzehnte lange unternehmerische Vitalität und Tatkraft.“

 

Professor E.h. Klaus Fischer bezeichnete die Rahmenbedingungen für Innovationen an der Universität Stuttgart als besonders gut ausgeprägt. Das Institut für Werkstoffe im Bauwesen habe als Forschungseinrichtung weltweit höchste Anerkennung gefunden und werde als interdisziplinäre Schnittstelle zwischen Praxis, Normung und Forschung wahrgenommen. „Die viel beachteten Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Befestigungs- und Werkstofftechnik haben uns veranlasst, diese Stiftungs-Juniorprofessur hier an der Universität Stuttgart einzurichten“, unterstrich Prof. Klaus Fischer.

Der besondere Fokus der Stiftungs-Juniorprofessur liegt auf Qualitäts- und Dauerhaftigkeitsbetrachtungen bei Sanierungs- und Verstärkungsmethoden im Hoch- und Tiefbau, insbesondere für Infrastrukturbauwerke wie Brücken und Tunnelbauten. Dazu gehören auch Themen der Bauwerksverstärkung und -überwachung sowie des Monitorings mittels Sensoren. Im Vordergrund stehen dabei die Beurteilung der Qualität und die Abschätzung der Lebensdauer von Verankerungen und Bauteilen. Als weiteres Alleinstellungsmerkmal der Professur ist die enge Zusammenarbeit mit der Materialprüfungsanstalt (MPA) der Universität Stuttgart geplant.

Die Dekanin der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Prof. Ulrike Kuhlmann, sagte bei der Vertragsunterzeichnung, dass die geplante Stiftungs-Juniorprofessur interdisziplinär ausgerichtet sei und sich in die Kernkompetenzbereiche Bauen und Entwerfen, integrierte Produkt- und Produktionsgestaltung, Materialwissenschaften und Werkstofftechnik sowie Zuverlässigkeitsforschung einbringe. Sie unterstrich zudem die strategische Bedeutung der Stiftungs-Juniorprofessur, da sie die Sicht der Befestigungstechnik auf wichtige Fragestellungen des allgemeinen Konstruktiven Ingenieurbaus wie Dauerhaftigkeit, Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung ausdehne. „Die Fragestellungen, die im Rahmen der Stiftungs-Juniorprofessur bearbeitet werden, betreffen die Bedürfnisse aller Industrienationen. Vor allem der Erhalt von Bauwerken stellt einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit für hoch entwickelte Industrienationen dar und ermöglicht es auch, Ingenieurwissen in andere Länder zu transferieren“, so die Dekanin. 

Prof. Jan Hofmann aus dem Vorstand des Instituts für Werkstoffe (IWB) der Universität Stuttgart unterstrich zudem die Bedeutung der Professur für die Lehre und sagte: „Die Einrichtung eines Masterfachs Sanierung und Instandhaltung von Bauwerken sowie eines Spezialisierungsmoduls Verstärkung und Monitoring von Bauwerken mittels Befestigungstechnik sind in Planung. In beiden Fällen ist die Beteiligung der Stiftungs-Juniorprofessur vorgesehen, um aktuelle Forschungsergebnisse in die Lehre einfließen zu lassen.“ 

fischerwerke GmbH & Co. KG

Die Unternehmensgruppe fischer mit Sitz in Waldachtal, Kreis Freudenstadt, hat 2014 mit weltweit 4.160 Mitarbeitern einen Umsatz von 661 Millionen Euro erzielt. Das Familienunternehmen ist derzeit mit 43 eigenen Gesellschaften in 32 Ländern vertreten und exportiert in über 100 Länder. Es umfasst die vier Geschäftsbereiche fischer Befestigungssysteme, fischer Automotive Systems, fischertechnik und fischer Consulting (Prozessberatung).

Weitere Informationen:

Dr. Hans-Herwig Geyer, Leiter Hochschulkommunikation und Pressesprecher, Universität Stuttgart,
Tel.: 0711/685-82555, E-Mail: hans-herwig.geyer[at]hkom.uni-stuttgart.de

Dr. Klaus Fockenberg, Leiter Unternehmenskommunikation (komm.) fischerwerke GmbH & Co. KG,

Tel. 07443/12-4217, E-Mail: klaus.fockenberg[at]fischer.de

 (c)
(von links) Prof. E.h. Klaus Fischer, Jürgen Grün, Leitung Forschung und Entwicklung, Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel, Dr. Joachim Schätzle, Forschung, Technologietransfer und Vorentwicklung und Prof. Ulrike Kuhlmann, Dekanin der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften.