Datum: 2. Mai 2011, Nr. 35

Potentiale für künftige Entwicklung

Strukturkommission zur Neuordnung von Forschung und Lehre nimmt Arbeit auf

Das einzigartige Viergespann aus einer der forschungsstärksten Universitäten Deutschlands, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Wirtschaft und Gesellschaft in der Region Stuttgart zu einem neuartigen Netzwerk zu gruppieren, um gemeinsam zukunftsrelevante Fragestellungen zu erarbeiten und als Leuchtturmprojekte zu erforschen – diese Idee stand im Mittelpunkt des Zukunftskonzepts der Universität Stuttgart im Rahmen der Exzellenzinitiative. Dieser Ansatz wurde von zahlreichen Fachleuten sehr gut bewertet und wird von der Universität deshalb unabhängig vom Ausgang des Wettbewerbs stufenweise umgesetzt. Ein erster Schritt wird die gezielte Neuausrichtung von Forschung und Lehre sein. Dabei schaut die Universität Stuttgart bewusst über den Tellerrand und nimmt eine externe Strukturkommission mit ins Boot, die heute ihre Arbeit aufgenommen hat. Das siebenköpfige, mit international renommierten Vertretern aus allen Fachbereichen besetzte Gremium soll die Entwicklungspotentiale der Universität ausloten und darauf basierend Strukturempfehlungen ableiten.

Das Gremium ist mit Experten aus Universitäten im In- und Ausland, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der Wirtschaft besetzt, die zu gleichen Teilen die Natur- und Ingenieurswissenschaften wie auch die Geistes- und Sozialwissenschaften widerspiegeln. Den Vorsitz hat der Literaturwissenschaftler und frühere Rektor der Universität Konstanz, Prof. Gerhart von Graevenitz, der die Intention des Gremiums folgendermaßen beschreibt: „Die Kommission will mit ihrer Außensicht die Universität Stuttgart dabei unterstützen, ihre großen Potentiale auszuschöpfen. Dabei wird sie ihren sehr umfassenden Auftrag im Gespräch mit den Stuttgarter Partnern konkretisieren.“
Die Kommission soll Wege aufzeigen, um im Sinne des besonderen Profils der Universität Stuttgart und auf der Basis der im Struktur- und Entwicklungsplan SEPUS definierten Forschungsschwerpunkte die Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Kernbereiche zu ermöglichen, aber auch die Zusammenarbeit von Natur-, Ingenieur-, Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften zu intensivieren. Beispielgebend können dabei Forschungs- und Transferzentren wie etwa die Stuttgart Research Centers für Simulationstechnologie (SRC SimTech) oder für Photonic Engineering (SCoPE) sein. „Um den Herausforderungen der Zukunft flexibel begegnen zu können, wird die Universität mit all ihren Fakultäten und zentralen Einrichtungen einer Stärken-Schwächen-Analyse unterzogen mit dem Ziel, Potentiale für neue Wissenschaftsrichtungen aufzudecken und die erfolgreichen wie auch zukunftsträchtigen Bereiche zu stärken“, sagt Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel.

Ein großes Anliegen ist es der Universitätsleitung wie auch den Kommissionsmitgliedern, die Strukturvorschläge im Dialog mit den verschiedenen Mitgliedsgruppen zu erarbeiten. Deshalb findet bereits unmittelbar im Anschluss an die konstituierende Sitzung ein Gespräch mit Vertretern der Studierenden statt. Gespräche mit den Fakultäten, mit Nachwuchswissenschaftlern sowie mit Vertretern verschiedener Universitätszentren stehen im Zuge der weiteren Sitzungen auf dem Programm. Mit den Empfehlungen der Kommission wird im Oktober 2011 gerechnet.