Datum: 17. Juli 2014, Nr. 50

Nationalsozialismus und südwestdeutsche Landesgeschichte

Auftaktveranstaltung mit Ministerin Theresia Bauer

Welche Rolle spielten die Landesministerien von Baden und Württemberg bei der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur? Auf welche Weise und in welchem Ausmaß beteiligten sie sich an der ideologischen Gleichschaltung, am Aufbau des NS-Repressionsapparates, der Enteignung und Verfolgung der Juden? Diese Fragen stehen im Zentrum des dreijährigen Forschungsprojekts „ Geschichte der Landesministerien in Baden und Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus“, das aus Mitteln der Baden-Württemberg Stiftung gefördert wird. Zur Auftaktveranstaltung in Stuttgart lädt nun die wissenschaftliche Projektkommission ein.

Wann: Freitag, 25. Juli 2014, 11:00 Uhr

Wo:      Kollegiengebäude II, Keplerstraße 17, 70174 Stuttgart, Tiefenhörsaal M 17.01

Medienvertreter sind herzlich willkommen!

Anmeldung unter: medien@NS-Ministerien-BW.de

Prof. Wolfram Pyta, Abteilungsleiter Neuere Geschichte des Historischen Instituts der Universität Stuttgart und Ko-Vorsitzender der Kommission betont zum Projektstart: „Die NS-Geschichte ist noch lange nicht ausgeforscht. Neue Fragestellungen im Verbund mit bislang wenig berücksichtigten Quellen können in diesem Bereich wissenschaftliche Erkenntnisse noch vertiefen und erweitern.“

Nach einer Begrüßung durch Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg stellen die Mitglieder der Kommission zu Beginn der Veranstaltung das Projekt, seine Methoden und Fragestellungen vor. Hierbei werden Vorgehen, mögliche Erkenntnisse und Bedeutung dieser Pionierstudie für das Geschichtsbild des deutschen Südwestens erläutert. Weiterhin werden die projektbegleitenden Vorhaben aus dem Bereich der „Public History“ dargelegt, die die interessierte Öffentlichkeit, insbesondere auch Schülerinnen und Schüler, in die Forschungsarbeit einbinden werden. Der zweite Teil betrifft die geplante enge Zusammenarbeit der Kommission mit Institutionen und Vereinen der südwestdeutschen Landesgeschichte. Hierbei kommen Vertreter der Kommission für geschichtliche Landeskunde, des Landesarchivs Baden-Württemberg, der Gedenkstätten, der Schulen und der Geschichtsvereine des Landes zu Wort. Eine Podiumsdiskussion mit SWR-Moderatorin Kathrin Hondl setzt sich abschließend mit dem Stellenwert der NS-Geschichte in der politischen Bildung auseinander.

Weitere Informationen:

Dr. Hans-Herwig Geyer, Leiter Hochschulkommunikation und Pressesprecher, Universität Stuttgart,
Tel.: 0711/685-82555, E-Mail: hans-herwig.geyer [at] hkom.uni-stuttgart.de

Unter folgendem Link finden Sie das Programm: