Datum: 1. Dezember 2010, Nr. 132

Freiheit durch Recht

Prof. Michael Stolleis bei Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung 2010

Die diesjährige Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung an der Universität Stuttgart hält am 8. Dezember Prof. Michael Stolleis, langjähriger Direktor des Max-Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Rhein. Der renommierte und Rechtsgelehrte spricht über das Thema „ Freiheit durch Recht - Verfassungslehre und Verfassungsrecht in der frühen Bundesrepublik.“ Mit der Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung erinnern die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und die Universität Stuttgart an den Todestag des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, am 12. Dezember 1963. Heuss lehrte 1948/49 als Honorarprofessor an der damaligen Technischen Hochschule Stuttgart. Die Vorlesung steht in der Tradition der öffentlichkeitswirksamen Rede, mit der Theodor Heuss ein spezifisches und für die Nachfolger in seinem Amt verpflichtendes Zeichen setzte.

Zeit: 8. Dezember 2010, 19.00 Uhr

Ort: Campus Stadtmitte, Keplerstr. 17, Hörsaal 17.01 

Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen

 

Wie kaum ein anderer deutscher Jurist ist Prof. Stolleis berufen, Verfassungslehre und –recht in der frühen Bundesrepublik auf den Prüfstand zu legen. Der 1941 in Ludwigshafen am Rhein geborene Wissenschaftler studierte Rechtswissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte in Heidelberg, Würzburg und München, wo er 1967 zum Dr. jur. promoviert und 1973 für Staats- und Verwaltungsrecht, Neuere Rechtsgeschichte und Kirchenrecht habilitiert wurde. Im Jahr darauf berief ihn die Universität Frankfurt auf einen Lehrstuhl für öffentliches Recht. Von 1991 bis 2006 war er Direktor des Max-Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte in Frank-furt am Main. Nach seiner Emeritierung übernahm er von Herbst 2007 bis Ende 2009 die kommissarische Leitung des Instituts. Für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, etwa 1991 mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Weitere Informationen bei Dr. Thomas Hertfelder, Tel. 0711/955 985 0, e-mail: thomas.hertfelder@stiftung-heuss-haus.de