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Datum: 12. Juli 2011, Nr. 70

Entwicklungen im Umweltbereich

5. Deutsch-Brasilianisches Symposium in Stuttgart

Nachhaltige Strategien im Umweltbereich wie etwa der Einsatz erneuerbarer Energien stehen im Mittelpunkt des 5. Deutsch-Brasilianischen Symposiums für Nachhaltige Entwicklung, das zur Abrundung des deutsch-brasilianischen Jahrs der Wissenschaften 2010/11 vom 18. bis 22. Juli 2011 an der Universität Stuttgart stattfindet. Zu der Veranstaltung werden rund 250 Teilnehmer erwartet, davon weit über 150 aus Brasilien. Die Federführung haben Prof. Uwe Menzel und Prof. Jörg Metzger, Universität Stuttgart vom Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart in Kooperation mit dem Baden-Württembergischen Brasilien-Zentrum der Universität Tübingen.

Auftaktveranstaltung
Zeit: 18. Juli, 9.00 Uhr
Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Heisenbergstraße 1, 70569 Stuttgart
Fachvorträge:
Zeit: 18. Juli, 14.00 Uhr
Ort: Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) Bandtäle 2, 70569 Stuttgart
Vertreter der Medien sind sehr herzlich eingeladen! Tagungssprache ist englisch.
 

Nach Grußworten durch Prof. Jörg Metzger (Organisations-Team Deutschland) und Prof. Dieter Bredemeier (Organisations-Team Brasilien), dem Rektor der Universität Stuttgart, Prof. Wolfram Ressel, Sueli Pavani (Brasilianisches Generalkonsulat München) und Ministerialdirektorin Dr. Simone Schwanitz (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg) hält Prof. João Steiner, Astrophysiker an der renommierten Universität von São Paulo (USP) und Mitglied der Brasilianischen Akademie der Wissenschaften den Eröffnungsvortrag über Exzellente Forschung in Brasilien. Den Abschlussvortrag am 20. Juli um 15.45 Uhr hält der Soziologe Prof. Ortwin Renn, Ordinarius an der Universität Stuttgart und Leiter des Interdisziplinären Forschungsschwerpunkts Risiko und Nachhaltige Technikentwicklung am Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung, über nachhaltige Entwicklung, sowie die Wechselbeziehungen zwischen Umweltschutz, wirtschaftlichem Wohlstand und sozialer Gerechtigkeit.


Von Umwelttechnologien bis Waldwirtschaft
Das Tagungsprogramm streift eine breite Themenpalette, die beispielsweise von Fragen der Erneuerbaren Energien, der Regionalentwicklung und der Umwelttechnologie über Wasser, Abwasser, Boden, Abfall bis zu den Themen Klima und Nachhaltige Waldwirtschaft reicht. Prof. Uwe Menzel und Dr. Daniela Neuffer vom ISWA halten einen einleitenden Vortrag in der Session „Bilaterale Projekte“ über die Kooperationsprojekte mit Brasilien der vergangenen zehn Jahre. Sie gehen auch ein auf den deutsch-brasilianischen Masterstudien¬gang EDUBRAS-MAUI (engl. Abk. für kommunaler und industrieller Umweltschutz), den sie mit anderen Wissenschaftlern des ISWA entwickelt und im Frühjahr 2008 gemeinsam mit der Bundesuniversität von Paraná und dem Ausbildungszentrum des Industrieverbandes in Curitiba eingeführt haben. „Dieser Studiengang ist bereits vom Deutschen Akademischen Austauschdienst als ,Vorzeigeprojekt mit Modellcharakter’ mit dem Prädikat ,exzellent’ evaluiert worden“, so Menzel. Im Rahmen der Tagung findet auch eine Industrieausstellung statt sowie ein Projekt- und Kooperations-Forum unter Mitwirkung von Baden-Württemberg International (Stuttgart), das Wissenschaftler beider Länder zur Planung gemeinsamer Projekte zusammenführen soll.

Seit 2003 finden abwechselnd in Deutschland und Brasilien Symposien zu aktuellen Umweltfragen statt. Wissenschaftler und Repräsentanten der Wirtschaft beider Länder diskutieren mehrere Tage über nachhaltige Entwicklungen einschließlich neuer Umwelt-Technologien. Die bisherigen Austragungsorte waren im Jahr 2003 Tübingen, 2005 Santa Maria und Santa Cruz do Sul, Rio Grande do Sul, 2007 Freiburg sowie 2009 Curitiba, Paraná.

Weitere Informationen und das Programm unter www.uni-stuttgart.de/deutsch-brasilianisches-symposium2011/ und bei Prof. Uwe Menzel, ISWA, Tel. 0711/685-65417, e-mail: uwe.menzel@iswa.uni-stuttgart.de.

 
 (c)
Studierende des Studiengangs Umweltschutztechnik besuchen das Wasserkraftwerk Itaipú am Dreiländereck Brasilien, Paraguay und Argentinien. Foto: Universität Stuttgart/Menzel.