Presseinfo 53:  Copyright: Universität Stuttgart

Datum: 4. Juni 2018, Nr. 53

Die neue CeBIT 2018

Universität Stuttgart präsentiert Spitzenforschung und Start-ups der digitalen Transformation
[Bild: Universität Stuttgart]

Die weltweit größte Messe für Informationstechnologie startet im Jahr 2018 mit neuen Themen, neuen Formaten und neuem Design erstmals im Sommer und öffnet ihre Tore vom 11. bis 15. Juni. Die Universität Stuttgart nutzt die in drei Leitveranstaltungen unterteilte neue „Event-Plattform“ und demonstriert dem internationalen Messepublikum mit ihren in die Zukunft weisenden Exponaten, dass sie durch wissenschaftlich-technologische Spitzenforschung und Entrepreneurship intelligente Lösungen für die alle Bereiche der Gesellschaft erfassende Digitalisierung erarbeitet. Die Universität ist wie im Vorjahr Mitaussteller auf dem „Baden-Württemberg Gemeinschaftsstand“ (Halle 27, Stand H 51).

Mit Blick auf das Messeengagement der Universität auf der radikal umgebauten CeBIT 2018 unterstrich Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, die Notwendigkeit einer universitären Gründerkultur und sagte: „Wir freuen uns, dass die Veranstalter der CeBIT bei der Neuausrichtung des Messeformats insbesondere auch junge Start-ups adressieren. Die Ausgründungen der Universität, die sich auf unserem Stand präsentieren werden, stehen beispielhaft für den Entrepreneurship-Spirit, der künftig nicht nur im digitalen Bereich noch stärker die Universität Stuttgart kennzeichnen wird.“

Neben den High-Tech Start-ups NAiSE und Inpartik gehören das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart  (HLRS) und das 2017 neu gegründete Institut für Informationssicherheit (SEC) der Universität Stuttgart zu den Akteuren am Stand.

Highlights des Messeauftritts CeBIT 2018

NAiSE GmbH – Autonomous Intralogistics
Das High-Tech Start-up NAiSE wurde mit der Vision gegründet, die autonome Intralogistik zu verwirklichen, um Fabriken und Lagerhäuser mit maximaler Transparenz sowie Flexibilität auszustatten. Dies wird durch eine umfassende Lösung zur globalen Navigation und kollektiven Koordination aller Teilnehmer erreicht: Von Menschen über Waren bis hin zu mobilen Robotern – das Zusammenspiel aller wird mit dem NAiSE-System möglich gemacht. Einer der Kernkompetenzen ist dabei die autonome und freie Navigation fahrerloser Transportsysteme (FTS) sowie die Harmonisierung von Warentransporten mittels Schwarmintelligenz.

Kunden erhalten zusätzlich alle relevanten Informationen in Echtzeit zu Bewegungen von Waren, Fahrzeugen und Menschen auf dem Betriebsgelände. Durch diese Lösung werden Betreibern von Lagerhallen Prozessoptimierungen in Echtzeit, flexible Warenbewegungen, erhöhte Sicherheit sowie Kosteneinsparungen ermöglicht.

http: /www.naise.xyz

 (c) Universität Stuttgart

Institut für Informationssicherheit (SEC)

Das 2017 neu gegründete Institut für Informationssicherheit (SEC) der Universität Stuttgart zeigt aktuelle Entwicklungen aus der Security-Forschung: Sichere Single-Sign-on-Systeme, beweisbare Sicherheit für Blockchains, Fortschritte aus dem Bereich elektronischer Wahlen und weitere Themen. Am Stand diskutiert werden Fragestellungen wie: Wie analysiert man heutzutage Web-Sicherheit umfassend und tiefgehend? Wie kann man “Sicherheit” für Smart Contracts gewährleisten? Wie sicher sind Protokolle im IoT- und Automotive-Bereich? Wie lassen sich mit Differential Privacy die Anforderungen der DSGVO umsetzen?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts stehen am Stand auch für Informationen zu Industriekooperationen zur Verfügung.

http://sec.uni-stuttgart.de

 (c) Universität Stuttgart

Inpartik

Das hochspezialisierte Temperaturmessinstrument HP3-Mole des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) befindet sich momentan an Bord der NASA-Mission InSight – auf dem Weg zum Mars. Dort wird es ab November 2018 in einigen Metern Tiefe den Temperaturverlauf im Marsboden messen. So wird es möglich werden, komplexe Fragen über die Entstehung des Himmelkörpers zu klären.

Bei der Entwicklung des HP3-Mole setzte das DLR konsequent auf die zahlreichen Features der Spezialsoftware Pasimodo des Startups Inpartik der Universität Stuttgart.

Gestützt auf die Erfahrung aus interdisziplinärer Forschungs- und Entwicklungsarbeit beriet Inpartik darüber hinaus auch bei der Modellierung des Marsbodens sowie der Optimierung des energieeffizienten, solargetriebenen Antriebs. Dank Pasimodo, als einzigartigem Werkzeug, können auch im irdischen Einsatz die komplexen Wechselwirkungen von Granulaten, Flüssigkeiten und Maschinen in industriellen Prozessen untersucht werden.

Auf der CeBIT bietet Inpartik spektakuläre Einblicke in vielfältige Einsatzgebiete der Partikelsimulationssoftware Pasimodo, die unter anderem in Kooperation mit dem Stuttgarter Exzellenzcluster SimTech entstand.

http://www.inpartik.de
http://www.simtech.uni-stuttgart.de

 (c) Universität Stuttgart

Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS)

Das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) wurde 1996 als erstes Bundeshöchstleistungsrechenzentrum Deutschlands gegründet. Als Einrichtung der Universität Stuttgart und Mitglied des Gauss Centre for Supercomputing stellt das HLRS seine Rechenkapazitäten Nutzern aus Wissenschaft und Industrie zur Verfügung. Das HLRS betreibt modernste Höchstleistungsrechensysteme und -technologien, bietet erstklassige Weiterbildung in den Bereichen Programmierung und Simulation und forscht an wegweisenden Fragestellungen und Technologien rund um die Zukunft des Höchstleistungsrechnens (HPC). Die HLRS-Expertise umfasst unter anderem die Bereiche parallele Programmierung, numerische Methoden für HPC, Visualisierung, Grid und Cloud Computing sowie Datenanalytik.

Auf der diesjährigen CeBIT präsentiert das HLRS eine Augmented Reality Visualisierung der Luftströmung in einem OP, die in Zusammenarbeit mit dem Medizintechnik-Hersteller Dräger entwickelt wurde. Dabei wurde Augmented Reality mit Luftströmungsdaten, die auf einem Supercomputer simuliert wurden, verknüpft. Mit Hilfe dieser Visualisierungen kann Dräger seine medizinischen Geräte so entwerfen, dass Rückströmungen von unsauberen Bereichen des Operationssaals reduziert werden und somit das Risiko von Wundinfektionen bei Patienten verringert werden kann.

http://www.hlrs.de

 (c) Universität Stuttgart
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Dr.

Hans-Herwig Geyer

Leitung Hoch­schul­kommu­ni­ka­tion und Presse­sprecher