Datum: 7. Juli 2014, Nr. 47

Ausstellung „Die Stadt als Entwurf“

Abschied Prof. Franz Pesch

In den Städten wird wieder gebaut, viel gebaut – verbunden mit der Hoffnung auf interessante, architektonisch und funktional abwechslungsreiche Quartiere, die eine Bereicherung für das städtische Leben darstellen. Doch wenn die neuen Viertel fertiggestellt sind, macht sich oft Enttäuschung breit. Viele Neubauquartiere wirken leblos, der Unterschied zu den geschätzten historischen Stadtvierteln wie dem Stuttgarter Westen ist groß. Woran liegt das? Lässt sich Urbanität nicht planen? In seiner Abschiedsvorlesung mit dem Titel „Die Stadt als Entwurf“ will Prof. Franz Pesch vom Städtebau-Institut (SI) der Universität Stuttgart dieser Frage nachgehen. Welche planerischen Weichenstellungen sind heute notwendig, damit sich wirklich urbane Stadtviertel entwickeln können, in denen Menschen gern wohnen und arbeiten?

Gemeinsam mit einem engagierten Team akademischer Mitarbeiter und mit begeisterungsfähigen Studierenden hat Franz Pesch in den vergangenen zwanzig Jahren daran gearbeitet, wie das Modell der europäischen Stadt mit ihren urbanen Quartieren und öffentlichen Räumen bewahrt und weiterentwickelt werden kann. Bis 18. Juli werden im Foyer des Kollegiengebäudes I ausgewählte Studienarbeiten aus dieser Zeit in einer Ausstellung über die Städtebaulehre am Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen gezeigt.

Präsentiert werden Pläne und Modelle zu klassischen Themen wie Strukturwandel, Innenstadt, Stadtquartier oder Mobilität. Einen wichtigen Platz in der Ausstellung nehmen ungewöhnliche Orte ein: zum Beispiel ein Vorschlag für die öffentliche Nutzung der unterirdischen Räume der U-Bahn-Haltestelle am Charlottenplatz oder die mit einer Bewohnerinitiative erarbeiteten Vorschläge für die Erhaltung einer ehemaligen Textilfabrik in Barcelona. Gezeigt werden auch Entwürfe, die vor den offiziellen städtebaulichen Wettbewerben am Lehrstuhl entstanden sind, wie beispielsweise Konzepte zur Nachnutzung des Messegeländes auf dem Killesberg und des Quelleareals in Nürnberg.

Zeit: Donnerstag 10.Juli 2014, 18.00 Uhr, anschließend Empfang im Foyer des K1

Ort:     Uni-Campus Stadtmitte, Keplerstraße 11, Tiefenhörsaal 17.01

Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen:

Prof. Franz Pesch, Universität Stuttgart, Städtebau-Institut, Tel. 0711/685-83350, E-Mail: franz.pesch@si.uni-stuttgart.de