3. Juni 2015

Ergebnisse der Befragungen zu den Universitäts-Webseiten

Die Nutzer wissen, was gut und was verbesserungswürdig an Webseiten ist. Daher stand am Beginn unseres Projekts „Mobile Relaunch“ (more) die Analysephase, in der wir die Zielgruppen der Universitäts-Webseiten befragt haben. Auf dieser Seite möchten wir – unterteilt nach Beschäftigten, Studierenden und den externen Zielgruppen Studieninteressierte, Wirtschaftsvertreter und Journalisten – einen Überblick über die Ergebnisse geben. Sie fließen in die weitere Projektarbeit ein.

Herzlichen Dank den mehr als 2000 Personen, die sich beteiligt haben! Wir waren erfreut über die rege Teilnahme, die uns zeigt, wie wichtig vielen das Thema Webseiten-Relaunch ist.

 

Hier ein Überblick über unsere Befragungen und die Stichproben:

  • Online-Befragung Beschäftigte – 466 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • Online- und papierbasierte Befragung Studierende – 1403 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • Qualitative Interviews Studierende – 10 Teilnehmerinnen
  • Online-Befragung Webseitenverantwortliche – 94 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • Online-Befragung OpenCms-Redakteure – 122 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • Befragungen Institutsvertreter – 8 Institute
  • qualitative Befragungen Studieninteressierte – 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • qualitative Befragungen Wirtschaftsvertreter – 6 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • qualitative Befragungen Journalisten – 3 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Ergebnisse der Online-Umfrage für Beschäftigte der Universität Stuttgart zeigen, dass die Webseiten der Universität Stuttgart aus deren Sicht einiges an Verbesserungspotenzial aufweisen. Die Beschäftigten wünschen sich im Wesentlichen eine einfach zu nutzende Plattform zur Unterstützung der täglichen Arbeit (Kontakte/Ansprechpartner, Verfahren und Prozesse), andererseits werden die Bereiche „Suche“, „Navigation und Struktur“ sowie „Design“ als besondere Schwerpunkte genannt, die sie für verbesserungswürdig halten: Die Suchfunktion sollte verbessert, die Navigation übersichtlicher und einheitlicher, das Webdesign moderner werden. Die Beschäftigten äußern auch Themen (etwa die Online-Abwicklung von Verwaltungsvorgängen wie Reisekostenabrechnungen), die über den Leistungsumfang des more-Projekts hinausgehen und in einem gesonderten Intranet-Projekt angegangen werden müssen.  Hier können Sie ein PDF-Dokument mit ausführlicheren Ergebnissen der Beschäftigten-Umfrage herunterladen.

Weitere Erkenntnisse aus der Online-Befragung für OpenCms-Redakteure, dem Online-Fragebogen für Webseitenverantwortliche in Leitungspositionen sowie aus Gesprächen in acht Instituten waren Folgende:

  • Ziele: 1. Website als Informationsplattform, 2. Öffentlichkeitsarbeit/Außendarstellung
  • Unterstützungsbedarf der Redakteure, vor allem in den Bereichen Technik, Einbindung multimedialer Inhalte und Gestaltung der Webseiten
  • geringe Webanalyse
  • unvollständige Mehrsprachigkeit der Webseiten (nur Deutsch, zum Teil ins Englische übersetzt, komplett zweisprachig, nur Englisch), viele Seiten mit Unstimmigkeiten bezüglich der Zweisprachigkeit
  • Webseiten der Institute sehr unterschiedlich in Webdesign, Informationsdichte, Multimedialität und strukturellem Aufbau (die Anzahl an Navigationspunkten variiert beispielsweise von 2 bis 11)
  • Schnittstellen von OpenCms zu anderen Systemen und Datenbanken gewünscht
  • Wunsch, dass Synergien erzielt werden durch die einmalige Eingabe und das mehrfache Platzieren von Inhalten auf verschiedenen Webseiten bzw. in verschiedenen Systemen

Die Studierenden bewerten das derzeitige Onlineangebot der Universität mittelmäßig und sehen deutliches Verbesserungspotenzial. Im Fokus ihrer Aufmerksamkeit stehen die Web-Anwendungen ILIAS und LSF sowie die Webseiten der Institute, Fakultäten und der Uni-Bibliothek, über die sie Informationen zum Studium gewinnen. Die Studierenden wünschen sich für diesen Zweck im Wesentlichen übersichtliche Strukturen und eine klare, einfache und einheitliche Navigation. Derzeit sind die Webseiten im Großen und Ganzen nach der institutionellen Struktur der Universität aufgebaut. Die Studierenden wünschen sich aber, dass die für sie relevanten Inhalte nicht an vielen verschiedenen Stellen, sondern gesammelt an einem Ort verfügbar sind - das heißt, sie wünschen sich eher eine auf ihre Anwendungsfälle zugeschnittene Struktur. In deren Fokus steht das Finden von Veranstaltungsunterlagen, Vorlesungsaufzeichnungen und Ansprechpartnern. Außerdem wurde der Wunsch nach einem moderneren Design der Webseiten sowie einer verbesserten Nutzung auf mobilen Endgeräten deutlich.

Hier können Sie ein PDF-Dokument mit ausführlicheren Ergebnissen der Studierenden-Umfrage herunterladen.

Erkenntnisse, die wir aus der Beobachtung und Befragung von Schülerinnen der Oberstufe gewonnen haben und die sich besonders auf die Webseiten www.uni-stuttgart.de/studieren/ beziehen, sind Folgende:

  • Studiengangkurzinformationen werden als sehr gut empfunden, vor allem die „A bis Z“-Tabelle (http://www.uni-stuttgart.de/studieren/angebot/abisz.html). Wunsch, dass diese besser positioniert bzw. deutlicher hervorgehoben wird und leichter zu finden ist.
  • Barrieren durch Fremdwörter, Abkürzungen und unklare, verwirrende Begriffe beseitigen.
  • Weniger Text, Auflockerungen durch Bildmaterial und klare Strukturierung werden bevorzugt.
  • Lange Texte werden nicht gelesen, Wunsch nach mehr Fakten und weniger Hintergrundgeschichten.
  • Klarere Navigation und vereinfachter Seitenaufbau, nicht zu viele Informationen in die Randspalten.
  • Wenn konkrete Fragestellungen mit Hilfe von Suche und Navigation nicht beantwortet werden, weil es zu kompliziert ist, zu viele Klicks nötig sind und sie nicht zum gewünschten Ergebnis gelangen, steigen die Studieninteressierten aus oder sie rufen eine Kontaktperson – sofern sie eine Telefonnummer finden – an.
  • Aufnahmeprüfung und Hochschulauswahlverfahren (NC) so einfach wie möglich erklären.
  • Wunsch nach Video, das Bewerbung erklärt.
In Telefoninterviews steuerten Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft ihre Sichtweisen auf die Webseiten bei. Im Folgenden möchten wir einige Erkenntnisse daraus auflisten.
  • Was suchen Wirtschaftsvertreter auf unseren Seiten?
    • Ansprechpartner zu gezielten Fragestellungen oder Forschungsbereichen
    • Informationen, Projekte und Ergebnisse, die zu einem bestimmten Thema gehören
    • Zahlen, Daten und Fakten zur Universität mit einer Einordnung, was das Besondere daran ist (in den Bereichen Nachwuchs und Forschung)
  • Informationsdichte reduzieren, mehr kurze Texte zu einem Forschungsbereich/Projekt und einen Kontakt dazu.
  • Navigation vereinheitlichen, zielgerichtetes Verlinken. Einheitlichkeit der Informationsstruktur auf den Webseiten verschiedener Fakultäten oder verschiedener Institute wird erwartet.
  • Webdesign prägt das Bild der Universität und ihrer Außendarstellung.
  • Interne Universitäts-Strukturen sind Externen oft unbekannt oder nicht wichtig.
  • Zielgruppeneinstieg für „Unternehmen“ auf der Startseite wird häufig genutzt.
  • Forschungs-Webseiten sollten Forschungsschwerpunkte/-projekte möglichst übersichtlich darstellen. Interne Informationen sind für die Zielgruppe weniger wichtig.
  • Funktionierende, intelligente interne Suche. Wunsch, dass auf Forschungs-Webseiten Suche nach Stichworten und Suche nach Instituten angeboten wird.
Erste Eindrücke, was die Presse auf den Universitäts-Webseiten erwartet, ergaben Telefoninterviews mit einer Journalistin und Journalisten:
  • Wunsch, Experten zu bestimmten Themen, also Namen und Kontaktinformationen von potenziellen Ansprechpartnern, schnell und einfach auf den Webseiten zu finden – am besten direkt dort, wo etwas über das Thema steht, für das sie zuständig sind.
  • Der Expertenservice für Journalisten wird als sehr gut und übersichtlich empfunden (http://www.uni-stuttgart.de/hkom/experten/index.html).
  • Inhalte sollten suchmaschinenoptimiert sein, damit sie möglichst gut über externe Suchmaschinen und die interne Suche gefunden werden.
  • Die Suche über Personennamen muss gute Ergebnisse liefern.
  • Aktuelle Forschungsergebnisse und -projekte sollten übersichtlich und mit kompakten Texten dargestellt werden.

 

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