Jubiläumsfeier „Queerious Minds: Pride in STEM“

27. November 2025

Das Exzellencluster SimTech zieht beeindruckende Jahresbilanz für Diversität in der Wissenschaft
[Bild: Max Kovalenko]

Ein Jahr nach dem Start des Pride-in-STEM-Aktionsplans hat das Exzellenzcluster SimTech am 18. November, dem offiziellen LGBTQ+ STEM Day, seine Jubiläumsveranstaltung „Queerious Minds: Pride in STEM“ im Planetarium Stuttgart gefeiert – und damit erneut ein starkes Zeichen für Offenheit, Diversität und queere Sichtbarkeit in der Wissenschaft gesetzt. Geboten war ein vielfältiges Programm aus Forschung, Kunst und Community-Aktivitäten.

Judith Tonhauser, Prorektorin für wissenschaftlichen Nachwuchs und Diversity der Universität Stuttgart, lobte das Engagement und unterstrich die strategische Bedeutung von Diversität für die Universität Stuttgart. Sie betonte in ihrem Beitrag, dass Initiativen wie Pride in STEM essenziell für eine moderne und offene Wissenschaftslandschaft seien. „SimTech hat eine Vorreiterrolle, da passieren so viele wunderbare Dinge, die als Vorbild dienen können für die gesamte Universität und die eine Strahlkraft in die Universität haben“, so Judith Tonhauser.  Mit Witz, Leichtigkeit und großer Empathie schaffte Moderator*in Janboris Ann-Kathrin Rätz einen Safe Space, in dem eine offene Diskussion zustande kam.

Highlights des Abends waren die wissenschaftlichen Beiträge zweier Doktorand*innen: Felicitas Leese vom Institut für Raumfahrtsysteme präsentierte sehr unterhaltsam Einblicke in ihre Forschung zu Lebenserhaltungssystemen von Astronaut*innen. Espen Xylander, SimTech-Doktorand am Institut für Analysis, Dynamik und Modellierung, zeigte in seinem Vortrag, wie sich selbst komplexe Themen, wie die mathematische Beschreibung von Flüssigkeiten, kreativ, spielerisch und für alle verständlich vermitteln lassen. Die Pause belebte Dua Look mit einem energiegeladenen Queerobics-Programm, mit dem sie die Besucher*innen von ihren Stühlen riss. Das Duo Kim Hoss und Nasim sorgte für den musikalischen Rahmen.

Ein Jahr Pride in STEM: Rückblick auf sichtbare Erfolge

Vor genau einem Jahr, am 18. November 2024, startete SimTech mit einem Kick-off-Event eine umfassende Initiative für mehr Vielfalt und sichere Räume in der Wissenschaft. Inzwischen ist daraus ein breiter Aktionsplan entstanden, der das gesamte Cluster sichtbar prägt und einen echten Wandel angestoßen hat – für mehr Diversität, Gleichstellung und Inklusion in der Wissenschaft.

Ein Meilenstein ist das Safe-Zone-Training, bei dem die Teilnehmenden lernen, wie sie queere Personen im Uni-Alltag aktiv unterstützen können. Zahlreiche Mitarbeitende der Universität, einschließlich Vorstand und Management-Team von SimTech, haben das Training bereits absolviert. So werden aus Kolleg*innen und Kommiliton*innen Verbündete, sogenannte Allies. Die von SimTech entwickelten Allyship‑Guidelines geben konkrete Tipps für den Alltag und für Veranstaltungen und wurden an der Universität Stuttgart bereits sichtbar verankert.

Mit der virtuellen Galerie „Voices of Pride in STEM“ hat SimTech einen kreativen Raum eröffnet, in dem Wissenschaft und queere Identität zusammenkommen. Professor*innen, Promovierende, Studierende und Mitarbeitende teilen dort Geschichten, Gedanken und Kunstwerke, die zeigen: Wissenschaft lebt von Vielfalt. Gemeinsam mit UniqUS, der Stabsstelle für inklusive Universitätskultur, wurde zudem das queere Netzwerk CAMPUS PRIDE erfolgreich wiederbelebt.

Das Netzwerk organisiert regelmäßige Treffen, wirkt bei uniweiten Veranstaltungen mit und schafft dauerhafte Angebote für Vernetzung, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Viele Menschen – queere Personen wie Allies – bringen sich aktiv ein; der Bedarf an sicheren Austauschformaten ist deutlich erkennbar. Auch außerhalb der Universität war SimTech aktiv: Ob bei einer Diskussion zu KI & Vielfalt in der Stuttgarter Stadtbibliothek oder beim CSD 2025. SimTech wird diesen Weg weiter gehen, seine Maßnahmen für Vielfalt und Inklusion weiter ausbauen und neue Synergien schaffen, um die Bedarfe unterrepräsentierter Gruppen nachhaltig zu adressieren.

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