Bereits heute laufen 99,9 Prozent der Daten weltweit über Glasfaser, doch für den exponentiell wachsenden Datenverkehr werden die vorhandenen Kapazitäten in Zukunft nicht ausreichen. Prof. Georg Rademacher forscht seit über zehn Jahren an Möglichkeiten, die Leistung optischer Glasfasernetze zu steigern. Zum Beispiel durch Verfahren wie Space-Division-Multiplexing (SDM), die extrem hohe Datenraten ermöglichen – eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft von Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung und Rechenzentren.
Seit 2023 leitet Rademacher an der Universität Stuttgart das Institut für elektrische und optische Nachrichtentechnik und hat mehrere Konsortialprojekte in Deutschland gestartet, um praxisnahe Anwendungsszenarien für moderne Glasfasern zu entwickeln.
Nun wurde Rademacher für seine herausragenden Forschungsleistungen mit dem Johann-Philipp-Reis-Preis ausgezeichnet. Der mit 10.000 EUR dotierte Preis würdigt bedeutende nachrichtentechnische Neuerungen, die Auswirkungen auf die Volkswirtschaft initiiert haben oder erwarten lassen. Ausgewählt werden die Preisträger*innen von Expert*innen der Informationstechnischen Gesellschaft im Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik e.V. (VDE). Der VDE ist eine der größten Technologie-Organisationen Europas.